Archiv für August, 2006

So gemein…

Da noch immer ein wenig Zeit bleibt, bis das neue Semester anbricht, war ich heute so dreist und begann ein neues Buch zu lesen. “Meteor” von Dan Brown. Im letzten Jahr hatte ich bereits “Illuminati“, “Sakrileg” und “Diabolus” verschlungen. Da ich alle diese Bücher unter Belletristik abhake und damit weitestgehend als “leichte” Kost und Unterhaltungsliteratur halte, sind mir die realistischen Bezüge ziemlich egal. Unwichtig wie korrekt die Angaben in den Werken sind – spannend finde ich sie allemal.

Aus diesem Grund nahm ich mir jetzt auch das letzte verbliebene Werk vor. Meteor. Doch schon im Prolog macht sich diese Buch tatsächlich unbeliebt bei mir. Für jene, die es noch lesen wollen, versuche ich nicht zu viel zu verraten. Nur dieses: Bereits im Prolog wird ein Hundeschlitten samt angeketteter Huskies aus einem fliegenden Hubschrauber geschubst. Und der zugehörige Mann hintendrein. Also, mit dem Mann … von mir aus …

Von Linienbussen und anderen vereinsamten Buchstaben

In dem vor einigen Tagen verfassten Beitrag und gleichzeitig angenommenen Stockweitwurf kam die Frage auf, welches die letzte Suchanfrage war, über die jemand meinen Blog gefunden habe.

Eine ganz kuriose habe ich zumindest heute entdeckt: “linienbus nach hamburg”. Und wenn man es genau nimmt und diese Begriffe einfach mal googelt, wird dieser Blog auch tatsächlich bereits als Fünft- oder Sechstplatzierter aufgeführt. Als eigentlicher Linienbuslinienbetreiber würde ich mir an dieser Stelle langsam Gedanken machen…

Ein anderer seltsamer Suchbegriff war schlicht und einfach “m”. Ich kann mir zwar so gar nicht vorstellen, was man hiermit gefunden haben will … ist aber so in meinen Statistiken eingetragen. Und wieder Erwarten wird dieser einzelne Buchstabe auch tatsächlich nicht bei einer Googel-Suchanfrage herausgefiltert.

Coole Ablenker

Heute bei den Eltern meines Freundes stellt sich dessen Vater einen Moment lang für ein wenig überdreht heraus. Er fuchtelt und wirbelt mit dessen Händen vor dem Gesicht der Schwester meines Freundes herum. Keine Ahnung warum. Muss ich verpasst haben. Dann trifft er sie versehentlich an der Nase und der Schreck sitzt tief. Daraus gelöst, fragt er kurzerhand: “Geht es Dir jetzt besser?”

Diese Antwort sollte ich mir für meinen nächsten Ausrutscher definitiv merken! Der ist cool! Ähnlich wie die Aussage “Du lachst ja!” jemanden entgegenzuwerfen, der dies sicher nicht tut. Um dann nachzusetzen: “Du weißt es nur noch nicht!” :-D

Und abgehakt!

Zu meinem hier verfassten Beitrag muss ich unbedingt noch einige Bemerkungen loswerden. Das Spiel “Rise & Fall – Civilizations at War” ist fast geschafft. Es werden zwei Kampagnen vorgegeben, wobei in einer Alexander der Große und in der anderen Kleopatra die Helden sind. Die erste Kampagne ist geschafft, die zweite begonnen.

So cool und mitreißend die Musik ist, gibt es dennoch einige Punkte, die ich bemängeln würde. Selbst bei einem 3GHz-Rechner mit Radeon 9600 Grafikkarte kann man nur mit mittelmäßiger Auflösung arbeiten, um ein flüssiges Spiel zu haben. Sprich: Die Optik ist nicht so umwerfend. Und allein für das Laden eines Szenarios werden mal locker 40-90 Sekunden gebraucht. Ganz schön derbe.

Die Alexander-Kampagne war nach drei Akten mit jeweils etwa drei Mission auch fix abgehakt. Unerwartet schnell und teils auch leicht zu lösen. Sogar das finale Szenario zeigte sich als ungewöhnlich umgänglich und war bereits in einem Anlauf lösbar. Die schwierigsten Parts stellen unerwartet diejenigen dar, in denen man in First Person agiert. Hier spielt wahrlich die Zeit gegen einen.

Insgesamt ist das Spiel also – für ein Strategiespiel – recht schnell durchgespielt. Für mich stellt sich da so manches mal die Frage, ob so viel Geld für ein Spiel tatsächlich lohnt. Solch aktuellen Adventure-Spiele wie “Dreamfall” und “Fahrenheit” sind dabei noch eine Spur schärfer. Der Suchtfaktor ist zweifelsohne hoch – doch nach einem durchzockten Wochenende ist vom Spiel nichts mehr übrig. Für “Rise & Fall” habe ich dann wenigstens etwa zwei Wochen gebraucht…

“Mögen die Spiele beginnen”

sprach Cäsar einst im alten Rom. Mit Begeisterung sehe ich jedoch, dass die Unterhaltung des Volkes sich seit dem Bau des Kolosseums stark verändert hat. Und auch, wenn die PC-Spiele im Vormarsch sind, leisten einige wenige noch Widerstand. Die “klassischen” Tisch- und Brettspiele sind noch immer gesellschaftsfähig.

Erst letztens schaffte ich es – im zweiten Anlauf – das Brettspiel “Lord of the Rings” zu spielen und zu VERSTEHEN! Gar nicht so einfach. Allein die Spielvorbereitungen haben bestimmt eine halbe Stunde gedauert und sind beinahe nahtlos in das eigentliche Spiel übergangen. Gut, dass ich einen geduldigen Mitspieler hatten und beim dritten Durchspielen – und einigem Betrügen… – konnten wir den bösen Sauron endlich besiegen.

Heute stehe ich einmal mehr im Spieleladen und entdecke “Warcraft – The Boardgame“. Ebenso, wie ich den “Herrn der Ringe” (sowohl gern gesehen wie auch am PC) gespielt habe, fehlt auch “Warcraft 3” nicht in meinem Sortiment. Und das Brettspiel würde mich schon reizen…

Ein bisschen beunruhigend finde ich am Brettspiel allerdings, dass es vom selben Verlag wie “Lord of the Rings” stammt. Ob das dann einmal mehr derart komplex ist, dass man bereits bei der Vorbereitung verzagen möchte?

Schiffsmeldungen – Part 7

Ist es also soweit. Mein Strohwitwen-Dasein ist seit 16:30 Uhr beendet. Dann nämlich fuhr der Bus der Linie BerlinLinienBus am ZOB beim Messegelände ein und entließ meinen Freund wieder in meine Hände. Wie freue ich mich auf all die kleinen Zoffereien… ;-)

Vom Schiffseigner wurden sie gestern in Flensburg “ausgesetzt” und mussten mit der Bahn nach Hamburg fahren. Bei einer Ankunft von 22:00 Uhr und später in der Hansestadt war bereits jede Mitfahrgelegenheit auf dem Weg nach Berlin und auch die Linienbusse bereits unterwegs. Also gab es stattdessen eine kleine Bar-Rundfahrt auf der Reeperbahn. Erst heute morgen – nach lauen fünf Stunden Schlaf – setzte er sich 13:00 Uhr in den Linienbus nach Berlin. Aber natürlich nicht ohne eine ordentliche Frühstück zuvor – das musste allerdings in einer Rekordzeit von 20 Minuten vertilgt werden…

Tolkien ohne Tolkien

Letztens habe ich mir das Buch “Die Zwerge” (Markus Heitz) von meinem Onkel ausgeliehen. Als begeisterter Tolkien-Leser, der sich sogar durch das schwer lesbare Silmarillion gearbeitet hat, dache ich in diesen neuen Geschichten auch neuen Stoff rund um die von Tolkien geschaffenen Welt zu finden. Gerade eine Formulierung wie “… das unentbehrliche Rüstzeug für jeden Tolkien-Leser!” lässt ja eben jenes vermuten.

Gestern also bin ich mit diesem Buch fertig geworden. Eine recht abstruse Geschichte, in denen – wie der Titel schon erraten lässt – die Zwerge im Mittelpunkt stehen. Daneben tauchen noch die Menschen, Elben und Orks auf. Alles aus Tolkiens Welt bekannte Völker.

Doch die Geschichte und die hier aufgebaute Welt ist dermaßen weit von Tolkiens Mittelerde entfernt … Von Mittelerde findet sich nichts! Aber auch gar nichts. Das finde ich äußerst schade, da ich mich auf eben jene so gefreut hatte. In den Bänden “Die Elfen“, “Die Orks” und “Die Trolle” etc scheinen sich die Autoren jedoch nur auf die bekannten Völker gestützt zu haben und sich dennoch eine eigene Welt aufzubauen. Das ist prinzipiell nicht schlecht, doch sollte man dann nicht die Leser mit Tolkien locken…

Schiffsmeldungen – Part 6

Mit dem heutigen Tage ist die Reise zu Boot beendet. Theoretisch zumindest. Ihren Zielhafen in Sæby (Dänemark) – kurz unterhalb von Frederikshavn – haben sie erreicht. Was in den nächsten Tagen ansteht ist bisher jedoch noch ungeklärt.

Zwecks Rückfahrt habe ich bisher noch nichts weiter vernommen. Mit mehreren Nachrichten habe ich entsprechend schon nachgefragt, doch antwortet mir ein beharrliches Schweigen. Spät nachts erst höre ich, dass für die Rückfahrt keine weiteren Vorkehrungen getroffen werden müssten. Ja, und wann geht es nun los? Womöglich mag er ja gar nicht nach Berlin zurück und schweigt sich deshalb über das Datum aus, um sich nicht selbst an diesen furchtbaren Tag zu erinnern? o.O

Nachtrag 22:07: Vorhin erhielt ich Gelegenheit, mit meinem Freund zu telefonieren. Der Zielhafen ist erreicht und morgen wird die Heimfahrt in Angriff genommen. Da sie aber erst gegen 15:00 Uhr abfahren werden, kann es sein, dass sie nicht vor 21:00 Uhr in Hamburg eintreffen, um noch den letzten Linienbus nach Berlin zu erreichen. Ist das der Fall, werde ich ihn – wie von Anfang an geplant ;-) – erst am Sonntag am ZOB in Berlin abholen. Man darf gespannt sein…

Flachbildschirm vs. LCD-Bildschirm

Ich bin verwirrt. Mit einem halben Auge verfolgte ich eben “Guten Abend RTL” und staunte nicht schlecht über die Beschreibung des Gewinnes des sendungseigenen Gewinnspieles: “Zu gewinnen gibt es einen LCD-Bildschirm mit einem Flachbildschirm.” Äh … ja. Aber ist ein LCD-Monitor nicht zwangsweise ein Flachbildschirm? Oder gibt es dann zwei Monitore? Oder wie?

Schiffsmeldungen – Part 5

Nach zwei langen Tagen der Stille erreichte mich soeben Nachricht von den Norwegen-Seglern. Sie befinden sich jetzt vor Hirtshals (Dänemark). Bis 10 Uhr wollen sie in Skagen eintreffen. (Hier eine Landkarte Dänemarks.)

Näheres zu ihrem Ergehen und der Überfahrt habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Ich bin neugierig wie das Wetter war und wann die Sturmwarnung aufgehoben worden ist.

Möglich ist, dass Skagen auch diejenige Stadt ist, deren Namen ich mir nicht merken konnte und in der das Boot einem anderen übergeben wird. Der bringt es dann weiter zum endgültigen Bestimmungsort.

Bleibt also noch die Frage wie mein Freund von der nördlichsten Spitze Dänemarks nach Berlin zurückkehren soll. Nach Bodø, dem Beginn der Reise, ist er schließlich geflogen.

Nun, der neue Skipper – so ist geplant – kommt mit einem Mietwagen zum Übergabeort (das klingt wie in einem Krimi…). Mit diesem Wagen fährt die jetzige Mannschaft (also auch mein Freund) nach Hamburg. Und von dort muss er dann vermutlich einem Linienbus oder einer Mitfahrgelegenheit nutzen, um nach Berlin zu gelangen. Mein erster Gedanke war ursprünglich gewesen, dass er die Bahn nehmen solle. Doch bei den Preisen könnte ich ihn auch locker mit dem Auto abholen…

Nachtrag 13:43: Um 09:15 Uhr erreichte mich eine weitere Nachricht, dass das Boot nun in Skagen eingetroffen sei. Nachfragen meinerseits sind bisher unbeantwortet geblieben. Mag an den mageren zwei Stunden Schlaf des Nachts liegen, die er jetzt dreisterweise womöglich einfach nachholt…

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