Schiffsmeldungen – Part 3
- August 13th August 2006
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Mit gutem Wind nahm die Seglermannschaft gestern die Fahrt erneut auf. Allein die gesetzte Fock reichte aus, um 6 Knoten (~ 11km/h) zu erreichen. Mit einem ähnlichen Boot auf der Havel habe ich bisher höchstens 4 Knoten bei gesetztem Groß- UND Vorsegel erreicht.
In der Nacht jedoch dreht der Wind und die Wellen, die zuvor von hinten das Boot vorantrieben, schlugen nun auch dem Schiff entgegen. An dieser Stelle hat die kürzlich zugestiegene ihre Entscheidung sicherlich bereut – die Schaukelei trieb so manchen an die Reling.
Auch die Strömung war gegen die Segler. Auf diese Weise mussten sie ein Stück ihres bereits überwundenen Weges einbüßen und fuhren zurück, um in Stavanger in den Hafen einzulaufen.
Großzügige Planungen gingen mit einer Einfahrt im dänischen Zielhafen für Donnerstag aus. Da jetzt jedoch regelmäßig erst nach dem Wind geschaut werden muss und erst, wenn er günstig steht, sofort ausgelaufen wird, um möglichst vor der nächsten Drehung den nächstgelegenen Hafen zu erreichen, dürfte diese Zielmarke ins Wanken geraten.
Aber immerhin haben sie bereits den Atlantik “verlassen” und befinden sich bereits in der Nordsee. Für jene, die mittlerweile über ihre seemännischen Standfertigkeiten ins Zweifeln kommen, wird Skagerrak noch eine Herausforderung werden. Auch hier soll nicht unbedingt eine ruhige Fahrt zu erwarten sein.
Neugierig bin ich, wann sie die Kurve nehmen wollen, um auf Dänemark zuzuhalten. Die großen Fährlinien pendeln zwischen Kristiansand (Norwegen) und Hirtshals (Dänemark). Als kleines vier bis 6-Mann-Segelboot würde ich es mit diesen Riesen jedoch nicht aufnehmen, die neben der Größe auch in der Geschwindigkeit einen Vorteil haben. Ob man solchen Booten rechtzeitig ausweichen könnte?
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