So gemein…
- August 30th August 2006
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Da noch immer ein wenig Zeit bleibt, bis das neue Semester anbricht, war ich heute so dreist und begann ein neues Buch zu lesen. “Meteor” von Dan Brown. Im letzten Jahr hatte ich bereits “Illuminati“, “Sakrileg” und “Diabolus” verschlungen. Da ich alle diese Bücher unter Belletristik abhake und damit weitestgehend als “leichte” Kost und Unterhaltungsliteratur halte, sind mir die realistischen Bezüge ziemlich egal. Unwichtig wie korrekt die Angaben in den Werken sind – spannend finde ich sie allemal.
Aus diesem Grund nahm ich mir jetzt auch das letzte verbliebene Werk vor. Meteor. Doch schon im Prolog macht sich diese Buch tatsächlich unbeliebt bei mir. Für jene, die es noch lesen wollen, versuche ich nicht zu viel zu verraten. Nur dieses: Bereits im Prolog wird ein Hundeschlitten samt angeketteter Huskies aus einem fliegenden Hubschrauber geschubst. Und der zugehörige Mann hintendrein. Also, mit dem Mann … von mir aus …
Ich bin zwar generell kein ausgesprochener Fan von Dan Brown, aber in einem solchen Moment wäre auch bei mir direkt Schluss, egal um welchen Autor es sich handelt. Ich bin halt großer Tierfreund. Und auch in den dämlichen Wildwestfilmen taten mir immer die Pferde mehr leid als dumme Cowboys und Indianer. Sollen die sich doch abmetzeln. Aber die Pferde (oder generell: die Tiere) hat niemand gefragt…
Dem kann ich nur beipflichten.
Erst gestern bei “Die vier Federn” auf Pro7 gab es einen Moment, an dem ich gern hätte ausgeschaltet. Die Kavallerie macht sich auf, ein paar Flüchtende zu verfolgen. In der Wüste. Und tappen prompt in eine Falle. Im Wüstensand verbuddelt waren einige mit Sicheln. Die sind dann natürlich aufgesprungen und haben als erstes die Pferdchen erwischt!
Oder bei der letzten Schlacht in “Herr der Ringe” sprintet die Kavallerie den großen Elefanten entgegen – und werden sicher gleich mal um die Hälfte dezimiert. Elefanten haben halt große Füße…
Und ganz schlimm fand ich das bei “Braveheart”. Der Film ist unheimlich klasse! Aber an der Stelle, wo die Schotten dann Reihen von angespitzen Pflöcken hochhalten, damit die Kavallerie der Engländer hineinreitet …
Das sind eigentlich so die Momente, da könnte ich am meisten … weinen …
Das kann kein Zufall sein. Das muss Magie sein. Das IST Magie…
Rate mal, welches Buch ich gerade gestern angefangen habe…
öhm … hat es vielleicht was mit Leuchterscheinungen zu tun? … Gesteinsbrocken, die aus dem Weltall in die Athmosphäre der Erde eindringen? … So dem Titel nach zumindest so? … ;-)
Das wird die Lektüre zeigen… ich bin auf Seite 427 und verrate hier grad mal nix…
ui! Und das nach etwa drei Tagen?! Dann scheint es ja gar nicht so schlecht zu sein… Irgendwie krepel ich immer noch bei den ersten 100 Seiten rum…
Ich würde Dich ja gern retten, aber ich habe meine Ausgabe “Das Foucaultsche Pendel” von Umberto Eco leider noch immer nicht wiedergefunden. Habe letztens auf dem Dachboden nur seine “Einführung in die Semiotik” wiederentdeckt, die jetzt per Post unterwegs zu – noch ein Zufall – Finn!
Ihr dürft also beide bald auch noch Eco lesen. Ihr Glücklichen!