Fotosession
- Oktober 4th Oktober 2006
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Zum Freitag soll ich f�r MMP2 (Multimediaprojekt) eine Bildgeschichte zu einem selbstgew�hlten Vierzeiler aus Goethes “Faust” erstellen. Eine Bildgeschichte ist hierbei eine Reihe von Standbildern, die aneinander gereiht eine Geschichte oder einen Vorgang wiedergeben.
Da ich am Donnerstag bereits meine von der Uni geliehene digitale Spiegel-Reflex-Kamera zur�ckgeben muss, ist ein wenig Zeitdruck angesagt. Zum einen nat�rlich Faust ersteinmal lesen und zum anderen eine Stelle finden, die sich mit nicht zu gro�em Aufwand in eine Bildgeschichte packen l�sst. Gar nicht so einfach. Auch nicht, einen willigen Statisten zu finden, der sich als Opfer vor die Kamera wagt.
Als Vierzeiler habe ich mir den folgenden Text auserw�hlt:
Hier hab ich eine Flasche,
Aus der ich selbst zuweilen nasche,
Die auch nicht mehr im Mindsten stinkt;
Ich will euch gern ein Gl�schen geben.
Hexe in Faust 1 (2522-2525)
Innerhalb von knapp vier Stunden (inklusive Nachbearbeitung am Rechner und Auswahl der verwendbaren Bildern) entstand daher gestern eine Bildgeschichte bestehend aus 17 Bildern. Darunter befindet sich eines, zu dem folgender Ausschnitt geh�rt:
Wer wei�, was dieses Bild soll und wohin es in der Bildgeschichte geh�rt? Wer traut sich? Oder ist es gar zu einfach?

Ich finds eher zu schwer. Zumal man ja nicht das ganze Bild sieht. Kann ja überall hinpassen.
Hab dich mal nicht so. Sähe man das ganze Bild, wäre es VIEL zu einfach! Gerade Du müsstest aber herausbekommen, was das ist.
Ansonsten:
Ein bisschen Spaß an Raten und Interpretationen!
Bei Antispam musste übrigens die Zahl als Zahl eingeben. Schreib ich *elf* als Wort, flieg ich raus…
Die einzige Interpretation, die mir einfällt, ist Zeile vier:
“Ich will Euch gern ein Gläschen geben.”
Was dagegen spricht, ist die Männerhand (ich hab extra das geliebte Weib befragt…!) am Glas. Schliesslich spricht ja die Hexe diese Worte… und nicht Mephisto oder sonstwer. Knifflig, knifflig…
also ich würde sagen es gehört zu der letzten zeile, wo er das glas zum betrachter hinreicht
Ah. Ich merke. Das war viel zu leicht!
@ju523m: Du hast da ein wahrlich schlaues Weib an deiner Seite. :-D
Stimmt. Es ist die letzte Zeile. Das hat scheinbar jeder herausgefunden. Da muss ich mir nächstes Mal wohl etwas schwierigeres einfallen lassen…
Der Text muss weder im Kontext noch worttreu dargestellt werden. Daher habe ich aus Ermangelung einer weiblichen Darstellerin einen Freund um seine tatkräftige Mithilfe gebeten. Die Hexe hat also kurzerhand mal ihr Geschlecht geändert. Für Hexen sicher kein Problem! :-D
Aber auch der Liebestrunk, von dem mein Darsteller naschen durfte, war keiner, sondern schlicht und einfach Wein. Griechischer Tafelwein. Gar nicht lecker! Da hat sich mein Opfer unheimlich gefreut, von naschen zu dürfen. ;-)
Also alle richtig geraten – trotz künstlicherischer Freiheiten! :-D
Gratulation!
Da wir ja am vergangenen Wochenende den Hotelblogger zu Gast hatten, wurde ich auch bei ihm mit diesem Projekt konfrontiert, das ich ehrlich gesagt ziemlich spannend finde. Ich hatte sogar die Ehre, ihm meine bekritzelte Reclam-Ausgabe des Faust zu leihen, damit er nicht immer seine Goethe-Sammlung mit sich herumschleppen muss. Ich bin gespannt, für welchen Vierzeiler er sich letztlich entschieden hat – und wie er ihn umsetzt.
Aber nun zu Deiner Auswahl: Dass es sich dabei um ein Weinglas handelt, ist ja klar. Ich würde auch die Hand eher einem Mann zuordnen, aber ganz sicher bin ich da nicht. Die Frage ist, ob Du die Bildergeschichte metaphorisch oder sozusagen ‘realistisch’ angelegt hast. Wenn letzteres der Fall ist, dann denke ich dürfte klar sein, wohin das Bild gehört. Aber wer weiß – vielleicht ist das auch zu naheliegend?
Ich nehme an, ihr solltet den Vierzeiler für sich genommen umsetzen, nicht eingebettet in seinen Kontext, oder?
Ach, und was die Spamschutzmechanik angeht: Dass man dabei überhaupt immer noch sein Hirn anstrengen muss, finde ich schon reichlich unschön. Aber dass man Ziffern eingeben muss, halte ich eigentlich für sehr deutlich, schließlich steht da ja nicht “Was ergibt zehn plus null?”… ;)
@Finn:
Der Vierzeiler durfte frei vom Faust’schen Kontext umgesetzt werden. Das stimmt. Daher habe ich mir natürlich die eine oder andere “künstlersiche Freiheit” genommen. :-D
Allerdings habe ich jetzt nicht wirklich ergründen können: Was ist dein Fazit? Welche Stelle soll es sein? Deine Aussage lässt ja wiederum viel Raum für Interpretationen… ;-)
So ist das bei mir: Langes Gerede ohne Ergebnis. ;)