Archiv für Oktober, 2006

Verlängert

Heute musste ich nun die mir doch mittlerweile liebgewonnene Spiegel-Reflex-Kamera zurückbringen. Vollgepackt mit zwei Taschen und einem Stativ war das eine recht leidliche Angelegenheit – zumindest als BVG-Benutzer.

Ausleih- und Rückbringzeiten im Uni-eigenen “Lager” sind 9:30-12:00 Uhr. Immer ein wenig kritisch, wenn man den 14:15-Kurs (der 15:45 endet) oder gar einen späteren verlässt und feststellt: “Mensch, ich brauch ne Kamera!” Wagt man dennoch sein Glück und gerät an den jüngeren der beiden ist alles kein Problem. Anderfalls ist die Tragödie ersteinmal groß! “Wir haben nur bis 12 geöffnet”, blöckt es dann einem entgegen.

Auch sehr amüsant: Während der ältere Herr die Geräte für gerade mal drei bis vier Tage verleiht (Donnerstag bis Montag oder Montag bis Donnerstag), ist der jüngere so frei und überlässt sie einem schon mal für eine Woche. Immernoch recht unpraktikabel, bräuchte ich sie doch das gesamte Semester über – und das in eigentlich gleich zwei Kursen!

Heute jedoch habe ich das zweifelhafte Vergnügen, an den Älteren zu gelangen. Da die Kamera noch nicht weiter vorreserviert war, wollte ich sie gleich wieder mitnehmen. Daran musste ich mein Gegenüber in einem fast 10 Minütigen “Gespräch” allerdings mehrmals erinnern…

Fotosession

Zum Freitag soll ich f�r MMP2 (Multimediaprojekt) eine Bildgeschichte zu einem selbstgew�hlten Vierzeiler aus GoethesFaust” erstellen. Eine Bildgeschichte ist hierbei eine Reihe von Standbildern, die aneinander gereiht eine Geschichte oder einen Vorgang wiedergeben.

Da ich am Donnerstag bereits meine von der Uni geliehene digitale Spiegel-Reflex-Kamera zur�ckgeben muss, ist ein wenig Zeitdruck angesagt. Zum einen nat�rlich Faust ersteinmal lesen und zum anderen eine Stelle finden, die sich mit nicht zu gro�em Aufwand in eine Bildgeschichte packen l�sst. Gar nicht so einfach. Auch nicht, einen willigen Statisten zu finden, der sich als Opfer vor die Kamera wagt.

Als Vierzeiler habe ich mir den folgenden Text auserw�hlt:

Hier hab ich eine Flasche,
Aus der ich selbst zuweilen nasche,
Die auch nicht mehr im Mindsten stinkt;
Ich will euch gern ein Gl�schen geben.
Hexe in Faust 1 (2522-2525)

Innerhalb von knapp vier Stunden (inklusive Nachbearbeitung am Rechner und Auswahl der verwendbaren Bildern) entstand daher gestern eine Bildgeschichte bestehend aus 17 Bildern. Darunter befindet sich eines, zu dem folgender Ausschnitt geh�rt:

Wer wei�, was dieses Bild soll und wohin es in der Bildgeschichte geh�rt? Wer traut sich? Oder ist es gar zu einfach?

Nicht ganz unbelesen

Schon seit geraumer Zeit zweifel ich mein Gut an Allgemeinwissen als ein wenig mau an – wie El Inhabero von “Zwischen den Stühlenin diesem Beitrag ein wenig überspitzt darstellt. Nun habe ich ja mit der Lektüre von “Faust” begonnen und stolpere doch recht schnell über folgende Zeilen:

Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht
Ist wert dass es zugrunde geht;
Drum wär’s besser dass nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
Mephistopheles in Faust I (1335-1341)

Und auf ein Mal fällt es mir leicht, diese Zeilen zu lesen! Die kenne ich nämlich! Bisher jedoch nur aus dem Lied “Götterfunken” von Tanzwut. Ich bin kein Fan dieser Band. Doch der Text hatte es mir von jeher angetan. Und nun darf ich lernen, dass der komplette Liedtext aus der Feder Goethes stammt!

Bin ich also doch nicht so unbelesen. Muss nur noch herausfinden, was von dem, was ich bereits kenne, von einem berühmten Dichter oder anderer Prominenz kommt und von wo und aus welchem Zusammenhang es stammt. Ist doch eine Kleinigkeit!

Ich muss jedoch sagen, dass Verse wie “Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.” oder “Das also war des Pudels Kern!” mir eher unbekannt sind. Obwohl sie laut Wikipedia bereits zu den geflügelten Worten gehören…

Muss ich also doch noch an meinem Fundus arbeiten…

Ganz geruhsam

Heute nix spannendes. Hab gerade mal den Kalender hier irgendwie eingefügt. Ist vielleicht ganz nett.

Wenn ich damit geistig abgeschlossen habe, muss ich mich an GoethesFaust” machen. Darauf stelle ich mich jetzt schon seit knapp zwei Stunden ein. Finde aber irgendwie immer wieder etwas, das mich spontan mehr reizt. Vielleicht schaffe ich es ja noch bis heute abend. Zeit wirds ja. Bis Freitag muss die erste Aufgabe zu diesem Werk fertig sein. Und dazu sollte ich dann vielleicht auch wissen, worum es geht…

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