Archiv für November, 2006

(”Kosten”)Freie Musik

Das Urheberrecht ist ja eigentlich was feines. Wenn ich ein ansehnliches Werk zustande bringe, kann ich dann von anderen schließlich Geld (oder anderes verlangen), wenn diese mein urheberrechtlich geschütztes Werk verwenden wollen. Wenn sie das ohne Bezahlung machen und ich komme dahinter, kann ich schön mahnen und mir so mein wohl verdientes Geld holen.

So schön das Urheberrecht sein mag. Manchmal finde ich es auch nervig. Gerade für die Uni-Projekte seh ich nicht unbedingt ein, für ein Lied, welches im Hintergrund dudeln soll, mal eben 30 Euro zu berappen – und das bei bereits Gema-freier Musik! Andererseits ist es auch unschön, solch lange und mit viel Mühe bearbeitete Projekte nicht öffentlich als Referenzen verwenden zu können – weil keine Lizenzen zur Weiterverwendung der Musik bezahlt wurden und damit nur privat genutzt werden darf.

Gerade für das aktuelle MMP2-Projekt (Multimediaprojekt) suchen wir ein schönes, langsames Violinenstück. Doch selbst unter dem Suchbegriff “freie Musik” finden sich nicht wirklich kostenfreie Stücke…

Eiszeit-Eichhörnchen

Er war der heimliche Star im ersten Film. In Ice Age. In diesem Sommer ging es mit Ice Age 2 – Jetzt taut’s endlich in die zweite Runde. Und auch dieses Mal durfte das eichel-süchtige, quirlige Säbelzahn-Eichhörnchen nicht fehlen – wenn er da vielleicht auch etwas zu oft auftauchte…

Doch mit dem Erscheinen der neuen DVD darf natürlich auch kein neues Abenteuer von Scrat fehlen. Ob das nun urheberrechtlich gern gesehen ist, sei einmal dahin gestellt. Dennoch hat jemand den Filmchen in der neuen Video-Community Clipfish online gestellt: guckst du hier.

On Ice

Trotz meiner anhaltenden Erkältung, die mit Kratzen im Hals anfing und nun einen fließenden Übergang zu einer laufenden Nase gefunden hat, wage ich es heute, mich auf Glatteis zu wagen – inklusive Kufen unter meinen Füßen. Das Eisstadion am Hohenzollerndamm ist das Ziel. Als Student kommen zwei Stunden Laufen gerade einmal 1,60 € (sonst 3,30 €).

Aus Mangel an eigenen Eislaufschuhen muss ich mir welche leihen. Mein letztes Erlebnis dieser Art ist jetzt sicher fast 10 Jahren her. Damals gab es diese tollen weißen Eiskunstlaufschuhe mit Absatz und Zacken an der Spitze der Kufe. Heute: Hartschalen-Schlittschuhe. Das ist eine Plastik-Schuhform, die sich ganz wunderbar an den eigenen Fuß anpassen. Ich durfte gleich einmal tauschen, weil das erste Paar erst fest genug saß, als der Schuh anfing, zu drücken…

Da fragte ich lieber gleich nach den weißen Schuhen – und erhoffte mir solche wie vor einigen Jahren. Ich bekam auch weiße – aber auch solche mit Plastikschuh, nur dass sie den klassischen Kunstlaufschuhen mehr in Form und Kufe nachgeahmt sind.

Bei einem Ausleihpreis von 7,50 € für zwei Stunden empfinde ich solche unbequemen, drückenden Schuhe schon fast als Frechheit! Da wundert es kaum noch, dass viele der Kids dort mit viel zu lose gebundenen Schuhen herumgefahren sind. (Auch wenn das sicher nicht nur an den nicht passenden Eislaufschuhen hängen mag.) Da kann man sich bald eigene Schuhe kaufen. Die bekommt man ja aktuell schon für knapp 50 €!

Ich bin jedoch begeistert, dass ich keinen Sturz zu verzeichnen habe – trotz dieser merkwürdigen Schuhe. Und ich fühlte mich erstaunlich sicherer als auf den bekannten Inlinern. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich mit dieser Sportart im Sommer schon mehrmals gequält wurde…

Mein heutiger Ausflug dankt mir mein Körper jedenfalls mit blauen Flecken, schmerzenden Stellen, wo der Schaft vom Eislaufschuh zu Ende war – und einer klasse Erkältung, die nun wieder einen rauhen Hals beinhaltet und einen wunderschönen Husten hervorruft…

Starke Wirkung

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr man das Erscheinungsbild einer Person mittels teils einfacher und kleiner “Ausbesserungsarbeiten” ver�ndern kann. Genau das ist derzeit auch das Ziel in PDF (Photoshop und digitale Fotografie).

Ein bisschen Farbe korrigieren, ein bisschen den Hintergrund ab�ndern, ein wenig Unreinheiten entfernen und Falten verblassen lassen – und schon k�nnte er glatt frisch aus dem Hawaii-Urlaub kommen!

Hingucker Motion Graphics

Beim heutigen Stöbern, bin ich über ein paar sehr tolle Motion Graphics gestoßen. Motion Graphics sind dabei kurze Filme, die – wie der Name schon sagt – überwiegend aus Fotos und Standbildern entstanden sind. Hier meine heutigen drei Favoriten:

Das kurze Stöbern zeigte mir allerdings einmal mehr, dass jeder optische Effekt seine Zeit hat. Wie der Bullet Time-Effekt, von dem ich hier bereits berichtete, sind Motion Graphics mittlerweile auch schon so weit verbreitet, dass deren Einsatz der Mehrheit schon gar nicht mehr auffällt. Eigentlich schade, machen die von ihrer Gestaltung her doch meist viel mehr her und tragen auf jeden Fall weit mehr symbolischen Gehalt. Womöglich ist das der Mehrheit der Zuschauer aber auch einfach zu anstrengend…

Noch immer in Kinderschuhen

Ziel im Freitagskurs MMP2 (Multimediaprojekt) ist es ja weiterhin, einen Vorspann für einen selbst erdachten Film zu erstellen. Dabei sollen wir auch unseren eigenen Stil entwickeln und darstellen. Für unseren Vorspann wollen wir da mit einem ganz bestimmten Effekt – dem High Key – arbeiten.

Vor knapp zwei Wochen haben wir dann also die ersten Testaufnahmen erstellt. Dabei stellte sich heraus, dass ein handelsüblicher Camcorder dabei zu gut (oder halt zu schlecht) ist – weil er jedes zuviel an Licht, das wir ihm präsentierten, einfach ausgleicht. Und dabei haben wir schon mit zwei Mal 1000 Watt und zwei Mal 800 Watt an Lampen draufgehalten. Dem Camcorder fehlt einfach die Möglichkeit, die Blende manuell zu beeinflussen, wie es bei einer Spiegel-Reflex-Kamera möglich ist.

Nun beschäftigen wir uns also schon über eine Woche damit, diese Aufnahmen nachträglich so zu bearbeiten, dass sie den gewünschten Look erhalten. Keine so einfache Aufgabe.

Die Professorin fordert mehr Kreativität (und nicht nur das Klagen nach mangelhafter Hardware). Also habe ich heute versucht, die zuvor mit Camcorder gemachten Aufnahmen via Foto-Apparat, einem anschließendem Zwischenrechnen oder auch Morphing (zum Auffüllen von fehlenden Zwischenbildern) und dem finalen Zusammenfügen in Adobe After Effects nachzustellen. Alles noch nicht so das Wahre, aber mal schauen. Die entstandene Bewegung sieht schon mal ganz lustig aus…

*Argh*

In CFA (Crashkurs Filmauflösung) habe ich heute meinen Trailer für Dany Phantom endlich fertig gestellt – sogar inklusive Sprechertext! Damit die 23 Sekunden eine ansehbare Qualität behalten, umfasste der Film schließlich geschlagene 650 MB! Na gut, so viel Platz ist gerade noch auf einer meiner Speicherkarten – kopieren dauert nur geschlagene 15 Minuten.

Daheim angekommen, will ich den Film auf Festplatte ziehen. “Die Datei ist womöglich beschädigt.” Argh. Ebenso alle anderen und jeder Ordner ist leer…

So ein Theater

Für heute abend haben wir Karten für das Renaissance Theater geschenkt bekommen – für das Stück “Alte Freunde“. Da bin ich mal neugierig.

Nachtrag 22:18:

Jetzt weiß ich wieder, was ich am Theater so wenig leiden mag. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich recht klein geraten bin. Und dennoch stoßen meine Knie schon an die Stuhlreihe vor mir, wenn ich mich aufrecht auf meinen Platz setze. Und das halte dann mal zwei Stunden aus!

Aber abgesehen davon und dem Typen zwei Plätze weiter, der jede Aktion meinerseits mit einem harschen Räuspern und bösen Blicken kommentierte, war das Stück doch ziemlich gut. Viel Charme und gut gezeichnete Charaktere erzählen die Geschichte in der ersten Hälfte. Danach dominieren leider Tragik und schließlich ein unschönes Ende. Da fühlt man sich wahrlich wieder in die Realität versetzt…

Wie der Bullet Time auf den Hund gekommen ist

Heute gabs im Kurs MMP1 (Multimediaprojekt) einmal mehr einen Gastsprecher. Der hat in seinem Berufsleben schon einiges gemacht: von Großwand- und Raumprojektionen bis Special-Effekts wie den aus Matrix bekannten Bullet Time-Effekten.

Da wir letzteres in der Uni versuchen wollten, selbst nachzustellen, sollte Bullet Time der in diesem Moment interessanteste Teil werden. Leider scheinen wir nur fünf hochwertige Kameras heranbekommen, womit das Vorhaben ein wenig komplizierter werden dürfte.

Und so ermutigte uns die Bekanntschaft mit einem gewissen Herrn Tim Macmillan. Einige seiner Arbeiten können auf seiner Webseite Timeslicefilms nachgelesen werden. Am interessantesten ist jedoch, dass er wohl einer der ersten war, der diesen Bullet Time-Effekt erzeugte – und das mit einfachsten Mitteln! Man siehe sich hierfür einfach mal den Clip auf dieser Seite an.

Allein mit einem Filmband, der in einen Ring gespannt ist und schließlich durch einfaches Licht ein- und ausschalten kurzzeitig belichtet wird, kann man eine 360-Grad-Fahrt um ein “eingefrorenes” Objekt bekommen. Auf Ideen kommen manche… Respekt!

Etwas unentschlossen …

… scheint mir der Herr, der zu diesem Schild gehört:

Oder wie?

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