An dieser Stelle will ich dann auch mal von dem so lange angekündigten Kurzurlaub (wie beispielsweise hier und hier) erzählen.

Die Fahrt in den – wahrlich – sonnigen Süden von Deutschland munterte uns mit fetten Schneestürmen auf der Hälfte der Reise auf … und machte alles mit Sonnenschein und bald acht Grad mehr als in Berlin sowie grünen Wiesen einiges wieder kaputt. Am selben Abend müssen wir noch feststellen, dass der Berg im Ort von Bad Tölz weiterhin für Ski- und Snowboardfahrer gesperrt ist.

Als Notlösung soll es dann also zur knapp 56km entfernten Zugspitze gehen. Doch auch die Fahrt dorthin wartet nicht mit sonderlich viel Schnee auf. Um so begeisterter sind wir, als wir schließlich auf der Alpspitze sind und Schnee die Pisten füllten – während sich alles drumherum eher braun oder grün zeigt.

Lediglich die Tatsache, dass vom Schwierigkeitsgrad her nur eine der schwierigsten Pisten als Talabfahrt (also zur Rückkehr zum Auto) offen war, zeigte, dass auch hier der Schnee nicht wirklich vor Anwesenheit strotzt.

Am Samstag geht es dann zum lange geplanten Airboarding-Kurs. Der führt uns in den benachbarten Ort Lenggries. Und nach kurzer Anmeldung sowie Einkleidung mit Knieschonern, Helm und dem sagenumwobenen Airboard geht es auch schon gleich an die Trockenübungen. Das sieht für Zuschauer schon ziemlich lustig aus.

Ist für das Heil-den-Berg-wieder-herunterkommen aber doch ziemlich wichtig. Zum Lenken gilt es wie bei vielen anderen Sportarten: Gewichtsverlagerungen. Nur dass in diesem Fall alles im Liegen stattfindet. Zum Bremsen gilt: Sich vom Board abstoßen (aber NICHT loslassen) und dann das Board querstellen. Das besitzt nämlich auf der Unterseite so eine Art Kufen. Das führt im Laufe des Tages zu den amüsantesten Purzelbäumen.

Auch das Liftfahren (besonders Schlepplift) gestaltet sich als ziemlich ungewohnt…

Nach knapp drei Stunden war dann dieser Kurs auch vorbei – endlich. Wer das noch nicht probiert hat, mag womöglich gar nicht glauben, wie ANSTRENGEND das sein kann! Bei der letzten Abfahrt reichte meine Kraft nicht mal mehr, mein Board quer zu stellen, um zu bremsen. Stattdessen wurde alles in den Schnee gebohrt, was irgendwie bremsen könnte…

Lustig wie das ganze ist, wenn man sich einmal überwunden hat, so bleibe ich doch lieber bei meinem Brett unter den Füßen und trete dem Berg oder der Abfahrt lieber “erhobenen Hauptes” entgegen. Aber gemacht haben, sollte man das schon mal! Das ist “ne rechte Gaudi”!

So. Und nachdem ich am Abend nach dem Airboarden noch mal eine Nachtfahrt (19-22 Uhr) auf meinem geliebten Snowboard absolvierte, kann ich nun nach meinen Kurzurlaub locker noch mal einen Urlaub gebrauchen und die vielen blauen Flecken und den “leichten” Muskelkater auskurieren…