Archiv für Mai, 2007

HAL und der Mond

Da mein Freund vor gut einer Stunde anrief und meinte, er sei noch auf Arbeit und es könne auch noch eine Weile dauern, dachte ich mir “Guckst du dir jetzt doch endlich mal 2001 an. Dann hast du es hinter dir und musst es ihm nicht antun.” Das habe ich ja schließlich schon seit beinahe zwei Wochen vor.

Jetzt ist der Film so furchtbar langweilig. Daran habe ich mich gar nicht mehr erinnert bzw. so schlimm hatte ich ihn nicht in Erinnerung. Ich lauf schon die ganze Zeit durch die Wohnung und lasse mich von den wildesten Dingen ablenken. Jetzt habe ich sogar schon den Mond fotografiert.

Und musste dabei feststellen, dass ich mir doch langsam mal ein Stativ zulegen sollte. Solche Handaufnahmen sind für die Nacht nix.

Ah – jetzt sind wir endlich bei HAL angekommen. Vielleicht wird es ja jetzt doch noch etwas interessanter…

Piraten in der Karibik

Nach dem Kinostart am letzten Donnerstag, war dann gestern auch mein Tag. “Fluch der Karibik 3“. Nach einem spektakulären und phantastischen ersten Teil und einem zwar unterhaltsamen, aber doch schon teils langgezogenen zweiten Teil, war ich dem neuen Teil recht skeptisch gegenüber.

Die Teile 2 und 3 wurden simultan gedreht, da ihre Geschichten zusammengehören. Bei einem bereits langen zweiten Teil und dann noch mal einem fast dreistündigen dritten Teil kann man ob des Inhaltes der Geschichte schon ein wenig zweifelnd sein. Was will man wirklich interessantes in so viel Zeit erzählen? Schon in Teil zwei war so viel Klamauk und die fast 15-minütige Duell-Szene hätte auch nicht sein müssen – auch wenn sich die Macher damit brüsten, dass sie damit die längste Duell-Szene der Geschichte gedreht hätten.

Ich muss allerdings zugeben, dass auch der dritte Teil sehr unterhaltsam ist. Die Geschichte entwickelt sich die erste Stunde kaum merkbar, dass bereits 90 Minuten rum sind. Dann ist Pause angesagt – irgendwie mitten in einem Satz. Sowas können echt nur Kinos…

Danach wird es schon etwas schwieriger. Ob es an der Uhrzeit liegt oder dann doch an dem Film? Nun, dass muss ich in einer späteren DVD-Version erneut ausprobieren. Die Auflösung des Schlusses ist eigentlich das einzige, dass mich an dem Film wirklich stört. Er ist so offen, wie man eine Geschichte nur gestalten kann und gleichzeitig derart kitschig und mit dem leicht verstörenden Floh im Ohr, Teilaspekte davon doch schon zu kennen …

Denen im Kino, die sich wundern, warum beim Abspann das Licht nicht angeht, sei gesagt, “Bleibt mal ruhig sitzen!” Einer dieser kitschigen Schlussszenen ist mitten in den Abspann gepackt – den ich natürlich komplett verpasst habe und man mir nachträglich erzählen musste. Verpasst, habe ich aber nicht wirklich etwas…

Sumasumarum: Ein wirklich gelungener Teil für eine Trilogie, wenn auch mit schwachen oder zumindest schwächelndem Ende.

Lieber ein leckerer Eisbecher

Nach zwei langen und anstrengenden Wochen des Filmeschneidens, sollte am Freitag der große Tag sein, an dem die Diplombetreuerin ihre Kritik zu unserem Schaffen abgeben sollte. Ich bin soweit ganz zufrieden, was bisher entstanden ist. Nur an einem Stückchen fehlt noch etwas der Pepp und sie sollte mir ein paar Tipps geben.

Nach einer halben Stunde vergeblichen Wartens und misslungener Anrufversuche geht sie doch noch an hier Handy. Sie hat den Termin schlicht vergessen.

Nun gut. Bei einem solch warmen Wetter ist es sowieso viel schöner, bei einem leckeren Eisbecher irgendwo in der Stadt gemütlich zu entspannen.

Reise, Reise, Seemannsreise

Eigentlich war für dieses Jahr kein Urlaub geplant – andere Dinge stehen an, die ebenfalls teuer sind. Aber ersten kommt alles anders und zweitens als man denkt. Das trifft dann wohl auch dieses Mal zu. Wie gut, dass sich manche Dinge auch einfach verschieben lassen – wie beispielsweise der Motorradführerschein, zu dem ich mir extra zum Geburtstag so viel Geld gewünscht hab. Aber Banken murren bekanntlich selten, wenn man ihnen mehr zu futtern gibt … und bis zum Frühling bringt es dann wenigstens auch noch ein paar Prozente.

Aber was für ein grandioser Urlaub lässt mich nun also den Führerschein verschieben? Nun ja, Portugal und Spanien rufen. Portugal UND Spanien?! Joa. Das ganze wird (oder soll werden) eine Bootsüberführung. Das Boot – mit Segeln wohlgemerkt – soll dann Mitte August in Porto (Portugal) liegen und nach Gibraltar (Spanien) geschippert werden.

Bis das Abenteuer beginnen kann, müssen allerdings noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Das Boot sollte beispielsweise vor etwa zwei Wochen hier in Berlin starten – lag gestern aber noch immer an Land und beginnt seine Reise wohl frühestens am Dienstag.

Mir ist noch etwas mulmig bei dem Gedanken, mehrere Tage auf einem Boot zuzubringen, dass auf dem Ozean schippert und kein Land weit und breit zu sehen sein mag. Ich mag Wasser – aber zum Duschen und Trinken reicht es mir im Normalfall…

Bleiben wir realistisch

Letztens habe ich berichtet, wie ein von mir sehnlichst erwarteter Film kurzerhand das Kino übersprungen und hier in Deutschland direkt auf DVD herausgebracht worden ist. Eben habe ich mir das gute Stück einmal angeschaut: “A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm“.

Die Geschichte des Films ist ausgefallen, wenn auch nicht ganz neu. Sie macht Spaß, sie sich anzuschauen, was nicht wenig an den Schauspielern liegt. Mit ihrem unter Drogen stehenden Gebaren erinnern sie auf amüsante Weise an Johnny Depps Rolle in “Fear and Loathing in Las Vegas“. Auch insgesamt hat der erste Teil des Films viel davon. Wer beide gesehen hat, wird verstehen, was ich genau meine.

Der zweite Teil des Films löst sich erst sehr spät auf – ist aber ein sehr interessantes Ende – wenn auch möglicherweise etwas abrupt. Da geht einem schon ein “Der ist doch jetzt nicht etwa zu Ende, oder?!” durch den Kopf.

Und nun zu dem eigentlich “Highlight” des Films. Der – ich nenne es mal – Zeichentrick- Effekt des Filmes erstaunt einen zu Anfang unglaublich. Aber sehr schnell wird es auch unerträglich. Da keine Farbverläufe in einem Zeichentrick existieren (oder hier bewusst vermieden wurden), wechseln gerade bei Haaren sehr schnell die einzelnen Farbflächen. Das bewirkt ein gewisses “Flirren” und die Haare wirken mehr wie eine Flüssigkeit denn wie Haare. Bei Kamerafahrten scheinen die Personen nicht auf dem Boden “zu stehen”, sondern “ruckeln” so ein bisschen mit und der “Jederman-Anzug” (Film gucken) gibt einem echt den Rest!

Diese “Kleinigkeiten” machen den Film auf die Dauer unerträglich und lassen den Gedanken entstehen, der Film wäre in “real” sehr viel cooler gewesen. Die Geschichte selbst gäbe dafür definitiv genug her.

Sumasumarum: Personen, die sich für Rotoscopie und diesem Zeichentrick-Effekt interessieren, sollten sich den Film unbedingt angucken. Alle anderen sei er zwar ebenfalls empfohlen, sollten aber für den genüsslichen Unterhaltungsabend nicht zu viel erwarten … vielleicht einfach ein paar Asperin bereit stellen…

Feiern – bis die Polizei kommt!

Dieses Wochenende habe ich einfach mal abgeschaltet, mich stattdessen ein wenig herausgeputzt und mit meiner Cousine und ganz vielen Bekannten und Verwandten ihre Jugendweihe gefeiert. Ein paar der Bilder kann man dazu hier bewundern – für jene, die es interessiert.

Sie, meine Cousine, wollte zwischendrin eigentlich noch für ein oder zwei Stündchen mit ihren Mädels um die Häuser ziehen, die ebenfalls ihre Jugendweihe feiern. Gut, dass sie sich im heimischen Garten die Kante gegeben hat – einige aus dem Grüppchen wurden von der Polizei eingesammelt und durften womöglich ihren Rausch in einer Zelle ausnüchtern.

Nun bin ich wieder zu Hause. Gleich mit Kopfschmerzen. Der Deskop-Timer verrät mir, dass noch 42 Tage für das Diplom sind. Noch etwas mehr als ein Monat. Ohje ohje ohje…

Heimlichst auf den Markt gebracht

Vor gut eineinhalb Jahren wurde in der Uni wärend eines Referates zu Rotoscoping von einem Film erzählt, der genau passend zum Thema war. Eigentlich ja zu erwarten, würde man vermuten.

Bei der Rotoscopie werden Bilder eines Filmes auf eine Arbeitsfläche projiziert, auf der der Rotoscopist je nach Aufgabe beispielsweise die Person nachzeichnet, damit deren Bewegungen auf eine Comicfigur übertragen werden können. Die Figur wirkt dadurch viel realistischer. Im digitalen Zeitalter ist das natürlich nicht mehr Handarbeit, aber diese Art Technik wurde in einem großen – und selbst für den Zuschauer sichtbaren Weise – noch nicht angewendet.

Und dann kommt “A Scanner Darkly” daher. Ein Film mit Keanu Reeves, Robert Downy Jr, Woody Harrelson und Winona Rider. Ein Film komplett mit “normalem” Filmmaterial aufgenommen und gedreht und anschließend am Rechner derart überarbeitet, dass es wie ein Zeichentrickfilm daher kommt. Ein Zeichentrick für Erwachsene! Das war das Ziel.

Der Trailer versprach, dass er ungefähr ein halbes Jahr nach dem Referat im Kino laufen sollte. Und ich wartete gespannt. Und ich habe sogar bis jetzt gewartet – so genau behalte ich die Kinoprogramme dann ja doch nicht im Auge.

Und nun besuche ich vor gut zwei Tagen das erste Mal die Webseite zum Film und muss entdecken, dass er in Deutschland gar nicht erst in den Kinos lief, sondern sofort auf DVD herausgebracht worden ist. Ohne großen Wirbel oder Tamtam. Sogar Amazon hat sie in ihrem Programm.

Wenn sich dann ein Film finanziell nicht rechnet, sollen sich die Leute nicht wundern…

Zwerge sind Elben?

In meiner heutigen Neuerwerbung “Lexikon der Zauberwelten” lese ich soeben ganz erstaunt folgende Zeilen:

Elfen – eigentlich Elben; [...] Die nordische Mythologie unterscheidet die schönen, menschenfreundlichen Lichtelben und die garstigen, bösen Dunkelelben, zu denen auch die Zwerge gehören. [....]
Seite 70

Ganz ehrlich: da bin ich jetzt mal baff! Zwerge sollen in irgendeiner Art und Weise mit den Elben verwandt sein? Das ist mir jetzt mal komplett neu. Wenn man jetzt mal bei Wikipedia nachschlägt, muss man erstaunt feststellen, dass es dafür (zumindest einen) Fürsprecher gibt.

Mit manchen Mythen sollte man sich als Leser und Zuschauer von Fantasy-Geschichten vielleicht doch etwas genauer auseinandersetzen – könnte ganz interessante Erkenntnisse in diesen phantastischen Welten geben…

Diplomarbeit wird Buch

Wo ich es gerade noch mal in den Händen halte, möchte ich es euch nicht vorenthalten: Ein Buch, welches ein Freund von mir als Diplomarbeit geschrieben hat und für das sich nun ein Verlag gefunden hat, es auch zu veröffentlichen.

Das lustige dabei ist aber eigentlich, wie ich an dieses Exemplar gekommen bin: Am Wochenende haben wir endlich den Geburtstag von eben jenem Autor nachgefeiert. Und ungewöhnlicherweise bekam nicht nur das Geburtstagskind Geschenke, nein, auch zwei der Gäste wurden beschenkt. Einer davon war ich, der nun stolzer Besitzer eines seiner Exemplare ist.

Denjenigen, die dieses Buch wirklich interessiert, sei gesagt, dass es natürlich auch käuflich zu erwerben gibt. Ist ja logisch. Beispielsweise gibt es das Buch bei Amazon auf dieser Seite zu finden.

Ich will auch meine Diplomarbeit als Buch im Laden wiederfinden und dann gaaaaanz groß damit rauskommen! Oder öfters auf Geburtstagsfeiern gehen, bei denen ich auch beschenkt werde …

Wenn es doch möglich wär…

Vielleicht bin ich ein wenig altmodisch, aber ich mag Bücher, die man noch in die Hand nehmen kann und vielleicht sogar noch nach Druckerei riechen. Schön Chemikalien. Aber sie haben leider einen gewaltigen Nachteil – und übrigens den selben wie Filme und die liegen mittlerweile ja doch digital vor: man kann einfach nicht in ihnen suchen!

In Stanley Kubricks Film “2001 – Odysee im Weltraum” gibt es eine ganz bestimmte Szene, die auf ganz bestimmte Weise geschnitten wurde. Einem sogenannten “geschnittener Zoom”, wobei mehrere Einstellungen mit verschiedenen Brennweiten gefilmt werden und schließlich als eine Art Zoom wieder zusammengesetzt werden.

Diese Stelle suche ich nun im Film, weil ich sie mir als Beispiel anschauen möchte. Ich weiß sogar, was an dieser Stelle im Film passiert. Aber es ist so lange her, dass ich ihn gesehen habe, dass ich jetzt beim besten Willen nicht mehr herausbekomme, wo und wann sie war. Bleibt wohl nix anderes, als dass heute abend “2001″ auf dem Plan steht…

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