Letztens habe ich berichtet, wie ein von mir sehnlichst erwarteter Film kurzerhand das Kino übersprungen und hier in Deutschland direkt auf DVD herausgebracht worden ist. Eben habe ich mir das gute Stück einmal angeschaut: “A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm“.

Die Geschichte des Films ist ausgefallen, wenn auch nicht ganz neu. Sie macht Spaß, sie sich anzuschauen, was nicht wenig an den Schauspielern liegt. Mit ihrem unter Drogen stehenden Gebaren erinnern sie auf amüsante Weise an Johnny Depps Rolle in “Fear and Loathing in Las Vegas“. Auch insgesamt hat der erste Teil des Films viel davon. Wer beide gesehen hat, wird verstehen, was ich genau meine.

Der zweite Teil des Films löst sich erst sehr spät auf – ist aber ein sehr interessantes Ende – wenn auch möglicherweise etwas abrupt. Da geht einem schon ein “Der ist doch jetzt nicht etwa zu Ende, oder?!” durch den Kopf.

Und nun zu dem eigentlich “Highlight” des Films. Der – ich nenne es mal – Zeichentrick- Effekt des Filmes erstaunt einen zu Anfang unglaublich. Aber sehr schnell wird es auch unerträglich. Da keine Farbverläufe in einem Zeichentrick existieren (oder hier bewusst vermieden wurden), wechseln gerade bei Haaren sehr schnell die einzelnen Farbflächen. Das bewirkt ein gewisses “Flirren” und die Haare wirken mehr wie eine Flüssigkeit denn wie Haare. Bei Kamerafahrten scheinen die Personen nicht auf dem Boden “zu stehen”, sondern “ruckeln” so ein bisschen mit und der “Jederman-Anzug” (Film gucken) gibt einem echt den Rest!

Diese “Kleinigkeiten” machen den Film auf die Dauer unerträglich und lassen den Gedanken entstehen, der Film wäre in “real” sehr viel cooler gewesen. Die Geschichte selbst gäbe dafür definitiv genug her.

Sumasumarum: Personen, die sich für Rotoscopie und diesem Zeichentrick-Effekt interessieren, sollten sich den Film unbedingt angucken. Alle anderen sei er zwar ebenfalls empfohlen, sollten aber für den genüsslichen Unterhaltungsabend nicht zu viel erwarten … vielleicht einfach ein paar Asperin bereit stellen…