Archiv für Juni, 2007

Auswandern

Nach über vier Monaten der Anspannung und Anstrengungen bezüglich des Diploms ist jetzt einmal genug. Für das Wochenende kehre ich Berlin den Rücken und nehme eine Auszeit … mit Laptop natürlich. ;-)

Das Buch zur Diplomarbeit umfasst bisher über geschlagene 200 Seiten und es fehlen noch die Beschreibungen an den Arbeiten des praktischen Teils, unserem Film. Hier sind noch Vorgehen und Umsetzung des Schnitts sowie der grafischen Effekte und (natürlich) das Fazit offen. Dafür bleibt jetzt noch die kommende Woche. Am Montag darauf soll (und muss) bereits alles in den Druck – ein Paradoxon über Dinge zu schreiben, die bis dahin womöglich noch gar nicht fertig sind und sich eventuell noch ändern. Immerhin bleibt für den Film fast eineinhalb Wochen mehr Zeit…

Ich glaube, bei einem solchen Stand der Dinge, kann ich mir ruhig eine Pause gönnen. Schwerstarbeit muss “nur” meine Mitdiplomandin leisten, die noch an den grafischen Effekten arbeitet – aber im Geiste bin ich bei ihr. :-D

Erst danach muss ich noch mal Hand anlegen und den Schnitt nun auch auf die Effekte anpassen und (hoffentlich) den Film auch in dieser Hinsicht zu einem Hingucker machen. Aber bis dahin: Adieu Berlin! Wenigstens für zwei Tage…

Indiana Jones 4

Seit etlichen Jahren angekündigt, scheint das Versprechen – oder die Drohung? – wahr zu werden, dass auf die Indiana Jones-Triologie nun der vierte Teil folgt. Nach fast 20 Jahren haben jetzt die Dreharbeiten begonnen und der erste Clip dazu ist auch schon verfügbar.

Ich bin noch nicht so sicher, ob ich mich auf diese Fortsetzung freuen sollte. Harrison Ford ist für einen Abenteurer à la Indiana Jones einfach langsam zu alt, aber jemanden anders in der Rolle? Relativ sicher scheint aber, dass Sean Connery auf jeden Fall nicht dabei sein wird, um die Rolle von Jones Senior zu übernehmen, und lieber weiter seinen Ruhestand genießt – das verkünden zumindest die Pro7-News. Worum es aber gehen und wer alles mit von der Partie sein wird, habe ich bei meinem kurzen Blick in die News des WWW allerdings noch nicht ergründen können.

Shrek der Dritte

Mit dem Kinostart von “Shrek der Dritte” vergangenen Donnerstag ließ ich es mir gestern auch nicht nehmen, mir den einmal selbst anzuschauen. Die vorangegangenen beiden Filme sind schließlich ziemlich lustig und gut gelungen. Und auch der dritte Teil hält zu großen Teilen, was er verspricht. Die Gags kommen zwar nicht immer so unerwartet wie in den beiden anderen Geschichten, unterhalten aber doch ganz gut.

Lediglich die Geschichte des Vater-werdens, zu dem sich Shrek nicht bereit fühlt, ist ein wenig nervig und der Schluss des Films (auch in Bezug auf diese Teilgeschichte) mir ein wenig kitschig. Da hält Artie eine Ansprache an all die Bösewichte, ob man nicht lieber alle Freunde sein möchte – das kommt bei dem Verlierer-Typen in The ChubbChubbs are Coming! mit seinem Liedchen viel sympathischer und auch amüsanter (das Video gibt es übrigens hier).

Die letzten Szenen des Filmes sind dann natürlich den Kinderfreuden der Ogerfamilie gewidmet, was ich nur bedingt amüsant fand. Aber das mag jeder anders sehen…

Sumasumarum: Ein vergnüglicher Kurzzeitspaß mit kleineren Schwächen in der Geschichte, die aber der guten Laune kaum abträglich sind.

Wer braucht schon Paral? … oder Raid? … oder … nun ja

Mit einer Katze wie meiner Mia im Hause braucht sich nicht nur Paral in der nächsten Grube versenken. Und schon gar nicht als Raid wieder neu auferstehen. Eigentlich bedarf es gar keinem Insektenvernichtungsspray, sind doch diese Viecher gerade die liebste Tages(und Nacht)beschäftigung eben jenes Hausgeistes. Und wenigstens räumt sie anschließend noch auf, indem sie diese seltsamen, teilweise doch furchteinflößenden Tierchen säuberlich auffrisst. Erst gestern wieder flog ein seltsames Vieh mit bedrohlich klingendem Brummen und ordentlicher Größe durch die Stube. Keine zehn Minuten später verputzt die Dame die letzten Krümel davon.

Nur schade, dass sie die Mücken nicht interessiert…

Auf in die Verlängerung

Meinem Krankwerden zufolge – oder auch sei Dank? – bekomme ich mit meiner Mitdiplomandin eine Verlängerung für unser Diplom. Jetzt ist nicht mir Anfang sonder Mitte Juli der entsprechende Termin. Vielleicht ganz gut, wenn der praktische Teil der Arbeit auch jetzt noch keine ganzen Formen annimmt, aber in gut eineinhalb Wochen hätte abgegeben werden müssen.

So, dann kann ich ja jetzt beruhigt wieder in meine Ecke verschwinden und weiter husten… oder brüten? ;-)

Pan’s Labyrinth

Zwar auf dem Wege der Besserung konnte ich mir Pan’s Labyrinth einfach nicht nehmen lassen. Leider im Kino verpasst, dann halt als DVD von der heimischen Couch aus. Nach den letzten enttäuschenden Filmen, endlich mal wieder ein absolutes Highlight! Voller Kraft und eindrucksvoller Bilder trägt die Geschichte – oder besser die zwei Geschichten – durch die fast zwei Stunden, ohne dass einem die Zeit bemerkbar wird.

Ein grausamer Stiefvater, der unbedarften Bauern auch mal mit einer Flasche das Gesicht einschlägt, Rebellen gnadenlos ausschaltet und sich auch sonst nur für den ungeborenen Sohn interessiert, und eine Mutter, die eigentlich keinen Haltepunkt mehr bietet, lässt das Mädchen in eine Traumwelt von Feen und Abenteuern flüchten. Doch, ob diese Welt tatsächlich nur ihrer Fantasie entspringt, wird an der einen oder anderen Stelle des Filmes durchaus in Frage gestellt.

Zu meinem absoluten Favorit gilt auch das Lied, die sich im Film als ein Einschlaflied herausstellt. Es hat irgendwas ganz eigenes melancholisches und verträumtes und fand bereits im Trailer seinen Einsatz. In den Soundtrack reinhören kann man auf der offiziellen Seite des Films. Ingesamt finde ich ihn alleinstehend nicht so überzeugend – aber dieses eine Lied … nun ja

Sumasumarum: Ein ganz fantastischer Film von Märchen, Fantasie, Träumen – und der grausamen Realität im Spanien um 1944. Und am Ende hofft man irgendwie doch, dass nicht alles Phantastische der Fantasie des Mädchens entsprungen ist …

Casino Royal

Aktuell als krankes Huhn ans Bett gefesselt, bleibt bei mangelnder Konzentrationsfähigkeit nicht viel zu tun – außer hin und wieder einen Film zu gucken. Heute abend mal Casino Royal.

Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan der Bond-Filme. Sie sind so fürchterlich übertrieben und ein Spielkasten des Feuerwerks für kleine Jungs vor dem Fernseher. Nichtsdestotrotz habe ich alle der letzten Filme (für wirklich alle bin ich dann doch noch zu jung) gesehen. Man muss ja wissen, worüber man spricht. Und trotz ihres gewissen Bonbon-Effekts (laut und bunt) haben alle Filme bisher einen ganz gewissen Stil gehabt, der die Filme auch zusammenhält. Und der Bond war auch soweit ganz sympathisch.

Den neuen Bond mag ich nicht. Er sieht viel zu grimmig aus und könnte eher einen neuen Rocky spielen. Auch dieser Film folgt den neuen Trend als “Mammutfilm”. Gut, drei Stunden geht er nun nicht, aber weit über zwei. Und das ist an der Geschichte auch stark bemerkbar. Gerade die letzten 20-30 Minuten ziehen sich wie Kaugummi, wenn der Zuschauer schon längst weiß, was passieren wird oder muss und unser Bond noch ganz unwissend ist.

Sumasumarum: Ein Film nur für wahre Bond-Fans. Gute Nacht.

Schnitt

Auf meiner Suche nach näheren Erläuterungen zu verschiedenen Schnitttechniken bin ich auf eine Seite gelandet, die beschäftigt sich ausschließlich mit Schnitt. Die ist voll interessant und vertreibt sogar eigene Bücher und Zeitschriften: www.schnitt.de

Nur leider hat sie natürlich – wie es halt immer so ist – nicht das, was ich eigentlich suche. Lesenswert ist sie dennoch, wenn man sich für Schnitt im Film – nicht den in den Finger – begeistern kann.

Die gemeine Hauskatze

Gestern abend habe ich in einem Anflug von Höhenflug das Buch “Die gemeine Hauskatze” von Terry Pratchett zu Ende gelesen. Der Herr H. lies es mir zu meinem Geburtstag zukommen und die Neugier und der Wunsch nach endlich einmal wieder diplom-fremden Themen, lies mich einen oder doch vielleicht zwei Blicke hinein werfen.

Das Buch ist ein wirklich amüsantes Werk, welches keine Zweifel daran lässt, an welcher Art Katze, “Echt” oder “unEcht”, das Herzt des Autors hängt. Und so mancher Katzenbesitzer wird sich an die eine oder andere Anekdote erinnert fühlen. Ob es die Vergabe von Tabletten ist, die die Echte Katze sogar dann noch in ihrem Futter erschnüffelt, wenn eigentlich schon gar nichts mehr von ihr vorhanden sein kann, oder die Tatsache, dass sich Katzen immer dort befinden, wo man sie am wenigsten vermutet.

Ein ganz amüsantes Buch mit lustigen Comics, welches anderen Katzenbesitzern durchaus empfohlen werden kann.

Das Parfum

Gestern habe ich mir dann endlich mal “Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders” angesehen. Bei so viel Tara drumherum und wenn sogar Galilei die tatsächliche Umsetzung des Einfangen des Duftes eines Menschen ausprobiert, kann der doch gar nicht so schlecht sein.

Ich muss mich korrigieren: Er ist es. Bis zu seinem letzten Opfer ist die Geschichte leidlich spannend und der Protagonist, Jean-Baptiste, unerträglich seltsam. Danach wird alles nur noch … unbeschreiblicher und für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar (siehe Sexorgie bei seiner “Hinrichtung”). Der Schluss selbst passt sich da dann wieder rein, ist er doch genauso unbefriedigend wie die 30 Minuten davor.

Sumasumarum: Ich persönlich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Buch besser ist, auch wenn ich es bisher nicht gelesen habe und das Ende dort wohl auch nicht besser gelöst sein dürfte. Immerhin: Die Stellen, die im Film sich wie Kaugummi ziehen, dürften im Buch nicht so dramatisch auffallen und besonders die ewigen Nahaufnahmen vom Protagonisten, in dessen Gesicht eh nie sonderlich viel zu lesen ist, fallen da ja glücklicherweise weg…

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