Gestern habe ich mir dann endlich mal “Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders” angesehen. Bei so viel Tara drumherum und wenn sogar Galilei die tatsächliche Umsetzung des Einfangen des Duftes eines Menschen ausprobiert, kann der doch gar nicht so schlecht sein.

Ich muss mich korrigieren: Er ist es. Bis zu seinem letzten Opfer ist die Geschichte leidlich spannend und der Protagonist, Jean-Baptiste, unerträglich seltsam. Danach wird alles nur noch … unbeschreiblicher und für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar (siehe Sexorgie bei seiner “Hinrichtung”). Der Schluss selbst passt sich da dann wieder rein, ist er doch genauso unbefriedigend wie die 30 Minuten davor.

Sumasumarum: Ich persönlich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Buch besser ist, auch wenn ich es bisher nicht gelesen habe und das Ende dort wohl auch nicht besser gelöst sein dürfte. Immerhin: Die Stellen, die im Film sich wie Kaugummi ziehen, dürften im Buch nicht so dramatisch auffallen und besonders die ewigen Nahaufnahmen vom Protagonisten, in dessen Gesicht eh nie sonderlich viel zu lesen ist, fallen da ja glücklicherweise weg…