Aktuell als krankes Huhn ans Bett gefesselt, bleibt bei mangelnder Konzentrationsfähigkeit nicht viel zu tun – außer hin und wieder einen Film zu gucken. Heute abend mal Casino Royal.

Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan der Bond-Filme. Sie sind so fürchterlich übertrieben und ein Spielkasten des Feuerwerks für kleine Jungs vor dem Fernseher. Nichtsdestotrotz habe ich alle der letzten Filme (für wirklich alle bin ich dann doch noch zu jung) gesehen. Man muss ja wissen, worüber man spricht. Und trotz ihres gewissen Bonbon-Effekts (laut und bunt) haben alle Filme bisher einen ganz gewissen Stil gehabt, der die Filme auch zusammenhält. Und der Bond war auch soweit ganz sympathisch.

Den neuen Bond mag ich nicht. Er sieht viel zu grimmig aus und könnte eher einen neuen Rocky spielen. Auch dieser Film folgt den neuen Trend als “Mammutfilm”. Gut, drei Stunden geht er nun nicht, aber weit über zwei. Und das ist an der Geschichte auch stark bemerkbar. Gerade die letzten 20-30 Minuten ziehen sich wie Kaugummi, wenn der Zuschauer schon längst weiß, was passieren wird oder muss und unser Bond noch ganz unwissend ist.

Sumasumarum: Ein Film nur für wahre Bond-Fans. Gute Nacht.