Zwar auf dem Wege der Besserung konnte ich mir Pan’s Labyrinth einfach nicht nehmen lassen. Leider im Kino verpasst, dann halt als DVD von der heimischen Couch aus. Nach den letzten enttäuschenden Filmen, endlich mal wieder ein absolutes Highlight! Voller Kraft und eindrucksvoller Bilder trägt die Geschichte – oder besser die zwei Geschichten – durch die fast zwei Stunden, ohne dass einem die Zeit bemerkbar wird.

Ein grausamer Stiefvater, der unbedarften Bauern auch mal mit einer Flasche das Gesicht einschlägt, Rebellen gnadenlos ausschaltet und sich auch sonst nur für den ungeborenen Sohn interessiert, und eine Mutter, die eigentlich keinen Haltepunkt mehr bietet, lässt das Mädchen in eine Traumwelt von Feen und Abenteuern flüchten. Doch, ob diese Welt tatsächlich nur ihrer Fantasie entspringt, wird an der einen oder anderen Stelle des Filmes durchaus in Frage gestellt.

Zu meinem absoluten Favorit gilt auch das Lied, die sich im Film als ein Einschlaflied herausstellt. Es hat irgendwas ganz eigenes melancholisches und verträumtes und fand bereits im Trailer seinen Einsatz. In den Soundtrack reinhören kann man auf der offiziellen Seite des Films. Ingesamt finde ich ihn alleinstehend nicht so überzeugend – aber dieses eine Lied … nun ja

Sumasumarum: Ein ganz fantastischer Film von Märchen, Fantasie, Träumen – und der grausamen Realität im Spanien um 1944. Und am Ende hofft man irgendwie doch, dass nicht alles Phantastische der Fantasie des Mädchens entsprungen ist …