Archiv für Juli, 2007

Im Druck

Gestern. Schließlich der Termin, die Schreibearbeiten an der Diplomarbeit zu beenden und das ganze Buch in den Druck zu geben. Kaum wieder zu Hause, findet sich der erste Fehler. Ein Buchstabe fehlt – und das im Buchtitel! Die Druckerei informiert. Die konnte den Fehler sogar korrigieren.

Heute zu Mittag wieder in der Druckerei. Vorabexemplar begutachten. Unglaublich! Schon ein komisches Gefühl. Das Buch sieht aus, als wäre es frisch aus dem Bücherregal eines Buchladens! Doch, oh weh, innen sieht es schon etwas anders aus. Die auf Grau angelegte Farbe des Textes sieht ganz komisch aus. Sie ist zwar grau, aber die Buchstaben nicht gestochen scharf, sondern pixelig und stufig.

Nun gut. Wieder etwas gelernt. Ein Digitaldruck-System kann nur Schwarz drucken. Graustufen werden über Punkte und Linien simuliert. Sieht aber für einen Fließtext grausig aus. Also, Schriftfarbe doch auf Schwarz geändert. Auch das kann die Druckerei mit zwei, drei Klicks an unserer PDF ändern. Bin ja echt mal begeistert. Schade, dass dieses Tool für den Adobe Acrobat mal eben knapp 800 Euro kostet…

Am Freitag können die fertigen Bücher abgeholt werden.

Das Papier ist leicht gestrichen und knapp 90 Gramm schwer. Es ist beidseitig bedruckt und auf ein quadratisches Format von 20 Zentimetern gestutzt. Drumherum ist ein Paperback mit einem schönen roten Bild. Lediglich das Paperback könnte etwas dicker sein, doch ist das im Digitaldruck wohl nicht möglich. Aber auch so macht das Buch eine ganze Menge her. Kann man schon etwas stolz drauf sein…

Dann muss bis nächste Woche Mittwoch nur noch der Film fertig werden. Dann ist nämlich endgültig Abgabe. Aber auch da läuft alles derzeit optimal. Eigentlich stehen nur noch die Feinarbeiten an. Sind doch ganz gute Aussichten…

Bis demnächst!

In den Endspurt

Heute ist die vermutlich letzte Absprache mit der Diplom-Betreuerin gewesen. Der Film gefällt ihr gut und sie ist erstaunt und entsetzt zu gleichen Teilen – so zumindest ihr Gesichtsausdruck – wieviel Arbeit wir uns damit gemacht haben. Gut so. Sie hat nur noch Kleinigkeiten anzumerken, die sie nach eigenen Aussagen, erstmal nach hinten stellen und erst dann machen würde, wenn noch Zeit bleibt. Auch gut.

Am Montag geht dann das Buch in Druck. 225 Seiten wird es dann wohl umfassen und vermutlich 1,2cm dick sein. Ich bin schon richtig gespannt. Denn woll’n wir ma’….

Wie unappetitlich

Heute auf dem S-Bahnhof Gesundbrunnen in Richtung Ringbahn über Ostkreuz. Auf dem Bahnsteig steht ein kleiner Snack-Shop von Tchibo mit allerlei Backwaren und heißem Kaffee. So weit, so gut. Da sehe ich, wie der Dame hinter der Auslage bei dem Greifen nach dem Objekt der Begierde des Kunden ein Muffin auf den Boden fällt und auch einen halben Meter weit rollt. Mit flinken Finger ist das gute Stück wieder aufgehoben und ersteinmal beiseite gelegt. Nachdem der Kunde glückselig mit seinem Erworbenen von dannen zieht, landet eben jener weltreisende Muffin wieder in der Auslage! Als sei nix gewesen.

Das ist fast genauso absurd wie die Bäcker/innen, die zwar zum Einpacken der Brötchen und Co sich brav Handschuhe anziehen oder zumindest eine Art Serviette verwenden, aber bei dem Einordnen der Backwaren in die Körbe und die Auslage wieder nur ihre bloßen Hände verwenden…

32. America’s Cup

Nach dem spannendsten Finale seit 25 Jahren kann die schweizerische Alinghi zum zweiten Mal in Folge den America’s Cup gewinnen und damit diese älteste und traditionsreichste Regatta in Europa halten. Mit nur einer Nasenspitze Vorsprung vor dem Team New Zealand konnte die Alinghi die Ziellinie überqueren.

Schade, dass dieses wirkliche spannende Rennen kaum mediale Aufmerksamkeit findet und lediglich auf dem Sender SF2 live übertragen wird. Den hab ich aber nicht. Wenigstens die Nachrichten berichten darüber. Und da der Cup ja nun in Europa bleibt, will auch das deutsche Team 1und1 nächstes Jahr wieder antreten. Vielleicht gelingt es dem Team ja dann, nicht nur den vorletzten Platz zu belegen….

Murphy lässt grüßen

Eigentlich kann ich nicht klagen, dass das Wetter für einen Juli so fürchterlich schlecht ist. Unglaublich, dass ich überlege, tatsächlich einen Pullover anzuziehen.

Aber alles Gute ist ja bekanntlich nie zusammen. So musste der jüngste Pelzträger des Hauses gestern ein frisch zubereitetes Glas Eiskaffee umkippen. 250ml Milch in nächster Nähe zum – natürlich – PC. Der Teppich ist eingesaut und auf meinem PC-Relax-Stuhl kann man auch nicht mehr sitzen. Der ist völlig durchnäßt. Als wenn das nicht ausreicht, muss ich feststellen, dass sowohl Küchenrolle als auch Toilettenpapier sich stark dem Ende neigen und nicht mehr reichen, um all die Milch aufzusaugen. Und mein Allheilmittel gegen Katzenunarten auf Teppichen ist auch leer. Und dann ist natürlich auch kein Nachschub an Eiskaffee da. Den kann ich aber jetzt rund um die Uhr schnuppern, wenn ich am PC sitze…

Wenn was schief läuft, dann wirklich gleich alles…

Aus und vorbei!

Das ist mein Wochenendabstecher. Einfach zu ende. Und wie immer viel zu schnell. Aber nicht, dass ich nur auf der faulen Haut gelegen hätte. Nach einem kompletten Korrekturlesen der fast 200 Seiten der Diplomarbeit, stand auch ein wenig historische und architektonische Fortbildung an.

Am Sonntag gab es eine Führung im Bunker bei Falkenhagen. Ein riesiger unterirdischer Komplex mit zusäztlich einigen Bauten und Wohnhäusern oberirdisch. Ursprünglich im zweiten Weltkrieg zur Herstellung irgendwelcher Chemikalien genutzt und dann von der russischen Besatzungsmacht als eine Art Verteidungsposten umfunktioniert. Bebaut wurde das gesamte Gebiet, ohne dass jemand jemals davon Wind bekommen hätte und auch als die Russen sich dort verbarrikadierten, hielt man es eher für ein Sanatorium denn einen Bunker. Und bis heute hat die Telekom (angeblich) keinerlei Unterlagen darüber, dass der Bunker über fast 30 Leitungen mit dem Telefonnetz verbunden ist. Die hat man aber dort tatsächlich gefunden…

In der heutigen Zeit ist ein solches Vorhaben meiner Meinung nicht mehr derartig unmerkbar zu halten. Die Satelliten-Überwachung ist doch ziemlich ausgereift. Denke ich. Doch wenn man hört, wie ein solches riesige Komplex wie der Bunker, der sich über vier Etagen und sicherlich mehreren hundert Metern Länge und Breite zieht, so heimlich gebaut werden konnte, fragt man sich doch, was heute noch so heimlich vor sich hin betrieben wird…

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