Archiv für April, 2008

Gas geben

Das darf ich morgen im wörtlichen Sinne – und damit mögen mir dienjenigen verzeihen, die das Thema Motorrad und Fahrschule nicht mehr hören können. Bei mir ist es jedoch ganz aktuell und ich bin mit begeisterung dabei.

Aber nicht nur morgen darf ich Gas geben. Auch in den letzten zwei Fahrstunden habe ich ordentlich Gas gegeben – im Sinne von: endlich nicht mehr wie ein Anfänger unsicher und wie ein nasser Sack durch die Stadt dümpeln, sondern mit ordentlich Schwung. Noch vor gut zwei Tagen war mein Fahrlehrer noch arg am Zweifeln, ob morgen tatsächlich stattfindet, was wir nun durchziehen: die Überlandfahrt.

Darauf freue ich mich schon. Heute gabs schon mal eine kurze Kostprobe, indem wir die Stadt verließen und mal eben ein Stück Landstraße fuhren. Und auf dem Weg zur Fahrschule zurück ging es auch gleich mal ein bisschen über die Stadtautobahn – zwar nur die Strecke von einer Ausfahrt bis zur nächsten, aber immerhin!

Manchmal bin ich ein wenig erschrocken, wieviel man als Autofahrer mit der Zeit so vernachlässigt oder gar vergisst. Meinen Führerschein habe ich ja nun schon das eine oder andere Jahr und bin dennoch überrascht, wieviel ich doch wieder neu lernen muss. Und so bin ich wie alle anderen Fahrschüler nicht davor gefeit, während den Fahrstunden den einen oder anderen großen Patzer hinzulegen. Wäre heute Prüfung gewesen, wäre ich sicherlich zweimal durchgefallen…

Das sollte einem echt zu denken geben….

Der Tag danach

An manchen Tagen wünsche ich mir so sehr einen Geschirrspüler. Meistens an solchen Tagen wie gestern, an denen die ganze Familie – in diesem Fall bis zu 14 Personen plus Gastgeber – mit Speis’ und Trank versorgt werden wollen. Und das nicht nur zum Kaffee sondern auch zum Abendbrot. In einem Haushalt mit durchschnittlich sechsteiligem Geschirr eine besondere Herausforderung – auch an die Reinigungsarbeiten zwischendrin und danach.

Zumeist findet sich nach dem Kaffee noch eine helfende Hand. Immerhin möchte keiner das Abendbrot mit den Fingern essen. Doch wenn die Gäste gegangen sind, sieht die heimische Küche einmal mehr nach dem Opfer eines Anschlages aus. Gestern abend keine Muße mehr für Aufräumen, werde ich mich jetzt so langsam hinüber begeben müssen – bevor Tassen, Teller, Töpfe und Besteck sich selbständig machen…

Street Kings

Gestern abend mal wieder Kino. Eine Freundin entschied sich für “Street Kings“, ich mich dafür, sie und ihren Freund mal wieder zu sehen. Die aktuelle Cinema lobt den Hauptdarsteller mit “Keanu Reeves in seiner härtesten Rolle”.

Hart war es wirklich – durchzuhalten. Eine sehr vorhersehbare Geschichte, die kaum Spannung trägt und gleichmäßig an einem vorbeifließt. Höhepunkte sind spärlich gesät und auch Darsteller wie Forest Whitaker oder Hugh Laurie können den Spannungsverlauf wenig heben. Selbst der finale Showdown plätschert dahin.

Sumasumarum: Von meiner Warte aus kann ich den Film leider nicht empfehlen und auch jene, in deren Begleitung ich mich befand, waren nicht überzeugt. Ein Film also für solche Abenden, an denen keine Aufregung zu vertragen wäre.

Quer durch die Stadt

Heute morgen trudel ich ein Mal mehr in der Fahrschule ein, weil eine neuerliche Fahrstunde auf dem Platz ansteht. Zu meiner Überraschung jedoch: Es geht auf die Straße. Damit ich nicht so viel Zeit habe, mir darüber womöglich einen Kopf zu machen, verheimlichte mir mein Fahrlehrer das bis zum heutigen Morgen. Überraschung gelungen! Und “Abenteuer” gut überstanden.

Gut, dass wir drüber gesprochen haben…

Auch meinereiner wird stetig älter. Das ist nicht immer schön, aber nunmal Tatsache – vermutlich auch ein Hinweis, warum ich gestern nach nur einmaligen Abfahren meiner üblichen Skate-Strecke schon mehr als kaputt war, obwohl ich sie letzten Sommer noch zwei oder gar drei Mal in Angriff genommen habe. Man wird halt einfach nicht jünger – oder das Nichtstun im Winter macht nicht fitter?

Jedenfalls vollendet sich diese Woche einmal mehr jener (ab dem 18ten Lebensjahr doch eher) unliebsame Zyklus für mich. Da ich jedoch Freitag und auch Samstag arbeiten werden muss, lade ich meine Familie für den Sonntag ein. Ein eher ungewöhnlicher Tag für solche Familienfeiern in unserem Hause. Daher rufe ich heute meine Großeltern an. Mein Opa: “Oh, gut, dass wir drüber gesprochen haben. Da ja sonst immer am Samstag gefeiert wird, wären wir jetzt einfach am Sonnabend vorbeigekommen und hätten geschaut, ob wir rausgeworfen werden.” Rausgeworfen sicher nicht. Aber ob “vor verschlossenen Türen stehen” nach 1,5-stündiger Fahr so viel besser ist, mag ich bezweifeln wollen. Gut, dass wir drüber gesprochen haben…

Zug der Erinnerung

Letzte Woche ist der “Zug der Erinnerung” in Berlin gewesen – ein Zug der Art, in dem zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges die Juden in die Konzentrationslager deportiert worden sind. Es soll zwar kein Original sein, die gewünschte Wirkung wird dennoch sicherlich nicht ausbleiben.

Leider habe ich es letzte Woche weder am Ostbahnhof noch in Schöneweide geschafft, selbst einmal diese sonderbare Form der Wanderausstellung zu besuchen. Ende nächste Woche wird er noch einmal in Potsdam sein. Hoffentlich klappt es dann. Es muss ein sehr beeindruckendes Erlebnis sein, dass, ob der Geschehnisse im Dritten Reich, gleichermaßen bedrückend und erschütternd sein dürfte.

Die fünfte Fahrstunde: Motorrad

So manch einer mag jetzt Entsetzen in sich aufkeimen spüren oder aber Verwunderung: Auch meine fünfte Fahrstunde hat sich ausschließlich auf dem Platz abgespielt. Allerdings habe ich dieses Mal auch das Gefühl gehabt, endlich ein paar Schritte voran gekommen zu sein. Der lange Slalom sowie der “kurze” Slalom, der in Schrittgeschwindigkeit bewältigt werden muss, waren heute die Übungsziele des Tages. (Ich will an dieser Stelle nur kurz anmerken, dass entgegen der Aussage meines bisherigen Fahrlehreres eine Fahrstunde offensichtlich doch Tagesziele haben kann.)

Den langen Slalom bekomme ich schon recht gut hin. Der andere hat leider nur in einem einzigen Anlauf wirklich gut funktioniert – aber daran kann ich ja noch arbeiten. Diese Woche werde ich den Platz sicher nicht verlassen trotz Fahrstunden an vier Tagen dieser Woche. Und ebenfalls entgegen der Aussage meines bisherigen Fahrlehrers empfindet mein jetziger mich nicht als unsicher – im besonderen bezogen auf den langen Slalom.

Es geht also doch voran. Juchhu.

Superbad, super-enttäuschend

Letztens habe ich mir mal die Komödie “Superbad” angesehen. Der Trailer versprach einen unterhaltsamen Geschichte auf Level eines Teenager-Films. Weit gefehlt. Fast alle im Film vorkommenden Lacher sind im Trailer bereits gesammelt und der Rest der Geschichte ist dermaßen vorhersehbar und banal wie nervend. Da ist es sogar unterhaltsamer, mit den heimischen Wildkatzen zu rangeln.

Fahrschule: Motorrad

Eigentlich waren alle Stunden für den Führerschein – anhand von Erfahrungswerten der Fahrschule – durchgeplant und terminiert. Wie sollte es anders sein: Jemand, der in der Theorie wenig Probleme hat, stellt sich in der Praxis dafür umso umständlicher an. Will sagen: Die Terminplanung ist nicht mehr zu halten. Ich lerne zu langsam. Oder anders: Ich brauche zu lange, meinen inneren Schweinehund zu überlisten, und Motorrad-angemessen zu fahren und dabei halbwegs überzeugend und sicher auszusehen.

Weil ich jetzt mehr Fahrstunden nehmen muss, aber theoretisch wegen meines ab Mai beginnenden Jobs nur den April effektiv dafür Zeit habe, stand jetzt auch noch ein Fahrlehrer-Wechsel an. Nur so kann ich so kurzfristig noch so reichlich Stunden nehmen. Heute war meine erste Stunde beim neuen Lehrer – und ich habe mich natürlich selten dämlich angestellt. Schließlich musste ich ja nur einen Eindruck meines bisherigen Könnens demonstrieren und bin jetzt sicherlich eingestuft als hätte ich erst meine erste Stunde (statt der vierten) gehabt.

Eigentlich hätten nächste Woche tatsächlich schon die ersten Sonderfahrten sein sollen. Die sind natürlich gestrichen. Aktuell habe ich auch nicht das Gefühl, dass sie so bald wieder auf dem Plan stehen werden – und das, obwohl der April so viele Wochen nicht mehr hat. Das deprimiert.

Aber was soll’s. Morgen ist die nächste Stunde.

Achtung: Mimese!

Schon in den Biologie-Stunden während der Schulzeit von der Tarnfähigkeit von Tieren fasziniert, stolper ich heute zufällig über eine Ausstellung im Gesundbrunnen Center Berlin: Exotische Schönheiten. Hier werden die verschiedensten teils bekannte, teils völlig fremde Insekten mit unglaublichen Tarntechniken vorgestellt. Von den Gottesanbeterinnen über Stabheuschrecken bis hin zum “wandelnden Blatt” und vielen anderen.


Wandelndes Blatt


Actias luna

So faszinierend ich diese Wesen finde, bin ich doch froh, zwischen mir und Ihnen eine Glasscheibe zu haben…

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