Archiv für Mai, 2008

Neue Wartezeiten bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben

Heute werde ich von meinem Freund ein Stück mitgenommen. So sparte ich ganze drei Stationen und hatte nette Gesellschaft. Sowas darf man sich ja nicht entgehen lassen. Auf dem Bahnsteig angekommen, ein Blick auf den Zugzielanzeiger (wie ich einst als Begriff für diese Tafeln lernte, die anzeigen, wann die nächste Bahn kommt und welches ihre Endstation ist). Mir wird etwas schlecht…

Wenn das die neuen Wartezeiten und das Ergebnisse wochenlanger Streiks sind … Leicht verstört lasse ich den Blick fallen und erblicke…

Na, Mensch. Wenn Zeit immer so schnell vergeht. Das wär schon echt cool – manchmal zumindest…

Apple – das “neue” Microsoft?

Eigentlich war ich lange Zeit starker Verfechter von Mac-Rechnern. Sie sind zuverlässig und lange Zeit einsetzbar, d.h. haben bei weitem kein so kurzes Verfallsdatum wie die meisten Intel-Rechner. Seitdem Apple nun aber mit Intel kooperiert, scheint sich da einiges getan zu haben. Und sicher trägt nicht nur die steigende Nachfrage dazu bei, dass die Politik sich die des Microsoft-Riesen angleicht.

Konnte man lange Zeit behaupten, dass ein MacIntosh kaum absturzgefährdet ist und zuverlässig seinen Dienst quittiert, hat sich das jetzt offensichtlich geändert. Sicherlich nicht nur die hohe Nachfrage und die damit verbundene Kundenerwartung, schnell neue Features und Programme zu erhalten, führt – wie bei der Konkurrenz schon seit einigen Jahren derart gehandhabt – dazu, dass nicht mehr ausreichend getestet wird und diese Arbeit schließlich beim Endbenutzer – euch und mir – hängen bleibt.

Folge ist beispielsweise, dass nach meinem heutigen Update des Airports, quasi der WLAN-Karte, keine Verbindung mehr zu meinem Netzwerk hergestellt werden kann. Klasse. Ein Downgrade funktioniert ebensowenig wie verschiedene im Netz angebotene Lösungsvorschläge. Jetzt versuche ich über die mitgelieferten System-CDs und der “Installieren und Reparieren”-Funktionen einen Zustand zu schaffen, in dem wieder alles läuft. Ein Umstand und ein Aufwand, der nicht zu dem passen will, was man sich von Apple-Produkten so lange als Bild gemacht hat.

Geschweigedenn habe ich mir den Abend definitiv anders vorgestellt.

Unaufgeforderte Verwaltungsarbeit bezahlen

Ich glaube, meine Handy-Provider möchte mich ärgern. Ich gehöre womöglich zu den letzten Resten jener, die ihre Rechnungen weiterhin in Papierform zugeschickt haben möchten. Würde ich sie digital in mein Postfach zugesendet bekommen wollen, wäre das schnell und einfach (und vermutlich sogar kostenfrei) über das Portal meines Anbieters möglich. Möchte ich aber gar nicht.

Das scheint jedoch meinem Provider gar nicht zu gefallen. Der hat mir heute postalisch mitgeteilt, dass ich vorsorgehalber einfach mal auf die sog. Online-Rechnung umgestellt werde. Wenn ich das nicht wolle, solle ich innerhalb eines Monats widersprechen … und für die Rück-Umstellung mal eben – “gemäß geltener [...] Preisliste” – 5 Euro berappen.

Frank Schätzing “Der Schwarm”

Nachdem ich nun mit einigem Mühen – aber auch einem gewissen Trotz – mein letztes Hörbuch zu Ende geschafft habe, widme ich mich nun einem neuen und hoffe auf Besserung. Mit Frank Schätzing könnte es ein ganz guter Fang werden und “Der Schwarm” zeigt sich bisher als sehr unterhaltsam und spannend.

Sehr cool an diesem Buch finde ich, dass eine ganz bekannte Stimme sich der Geschichte gewidmet hat, die mehr in der Art eines Hörspieles denn eines Hörbuches umgesetzt ist. Ich habe mich schon vor einiger Zeit mal gefragt, was eigentlich Synchronsprecher machen, wenn deren Schauspieler, denen sie ihre Stimme geliehen habe, derart bekannt sind, dass sie eigentlich keinen anderen mehr synchronisieren können. Nun, der Sprecher von Anthony Hopkins zumindest hat sich einfach auf ein anderes Medium konzentriert und arbeitet zweispurig. In “Der Schwarm” spricht er einen der Wissenschaftler.

Wer Gefallen an “Der Schwarm” gefunden hat, dem würde ich auch das Buch “Die elfte Plage” nahe legen. Auch wenn es mehr um einen Wahnsinnigen geht, der mittels moderner Biotechnologie und Viren die biblischen Plagen nachstellt, ist es ähnlich spannend und fesseln ob der faszinierenden Unbändigkeit der mikrobiologischen Natur.

Theorieprüfung

Offensichtlich habe ich in den letzten sechs Monaten der vergeblichen Job-Suche und des obligatorischen “Nichtstun” nicht eine meine besteren Stärken verlernt: das Lernen.

Mit meinen knapp 60 Prüfbögen zum Allgemeinwissen bzw. Grundwissen und 30 Prüfbögen zu Klasse A (Motorrad) hatte ich nie das Gefühl, wirklich alle Fragen aus dem Stand heraus beantworten zu können. Aber so langsam wird es einfach auch Zeit, endlich mal einen Schritt weiter zu kommen. Selbst mein Fahrlehrer ist der Ansicht, dass ich langsam mal mein Glück wagen sollte. Gut letztens hatte ich die Vorprüfung in der Fahrschule bestanden, dennoch blieb das Gefühl, würde eine unglückliche Zusammenstellung von Fragen in der Prüfung die Herausforderung sein, wäre ein Durchfallen garantiert.

Aber ebenso wie in der Fahrschule waren auch die Fragen bei der DEKRA durchaus beantwortbar und barg keine jener Fragen, die ich mit jener Zielstrebigkeit falsch beantworte, wie Bienen sich den Kopf an einer Glühlampe einschlagen (Sorry, hab gestern den “Bee Movie” gesehen….). Fragen nach Längen von Fahrzeugen mit Anhänger oder Anbauten, die die Betriebserlaubnis erlöschen lassen. Für mich eine reine Willkür, was hier erlaubt oder nicht erlaubt ist und damit einfach nicht beantwortbar. Und bei der Masse an Fragen (und gerade solche Fragen tauchen dann in ihrer Wiederholung auf den Bögen nur einige wenige Male auf) einfach nicht lernbar. Für mich.

Aber: Bestanden! Ohne Fehler! Dafür gabs erstmal ein leckeres Eis! Hmmm…. lecker.

Arbeit und ihr Verhältnis zur Zeit

Es ist schon unglaublich, aber ein Bekannter hat mich ja vorgewarnt. “Ja ja”, dachte ich damals, “lass ihn mal reden. Aber ich kenn das ja schon. Ich war ja schon mal arbeiten”. Aber mein Bekannter hatte doch Recht gehabt. Zumindest derzeit ist meine Arbeit derart vereinnahmend, dass ich (a) mich fast ausschließlich thematisch mit ihr befasse, worüber ich erzählen könnte, und (b) zeitlich nichts anderes schaffe, worüber ich erzählen könnte.

Eigentlich wollte ich heute noch Shoppen gehen. Nix mit Bummeln und lange Schlendern. Nein, ganz gezielt. Aber wie es vielleicht unschwerlich zu erraten ist, habe ich das nicht geschafft. Stattdessen habe ich die ganze Zeit auf Arbeit gehangen, weil das Projekte heute in einem funktionsfähigen (wenn auch nicht finalen) Zustand in die Hände des Kunden gelangen sollte. Und da müssen natürlich alle groben Schnitzer korrigiert sein – dass ich dabei meine Arbeiten aus verschiedenen Gründen (nicht die des von mir versehentlichen Löschens wie man vermuten könnte) mehrmals machen musste, ist hoffentlich kein Normalzustand…

Also, so gern ich auf Arbeit sein mag, hoffe ich doch, dass sich das alles von den Arbeitszeiten etwas normalisiert und weggeht von einem “jeden Tag länger bleiben, weil ist ja alles ganz dringend und wichtig und muss ganz schnell fertig sein”…

WoW – Das Brettspiel

Dieses Wochenende gab es fernen und daher seltenen Besuch: Mein Bruder und seine Freundin verirrten sich aus dem fernen Bayern in das nordische Berlin. Mit im Gepäck: Word of Warcraft – das Brettspiel. Ein vermutlich hoffnungsvoller Versuch der WoW-PC-Spiele-Hersteller, ihre mittlerweile abhängigen Käufer und Spieler zumindest etwas zu resozialisieren.

Ist man auch in der virtuellen Welt begeistert von den vielen Möglichkeiten, einen Charakter auszubilden und auszustatten, dann ist auch dieses Brettspiel eine gute Wahl. In nur wenigen solchen Gesellschaftsspielen hat man die Chance (und eigentlich sogar auch die Pflicht) miteinander denn gegeneinander zu spielen. Die Regeln sind wohl überlegt und die Karten, Figuren und alle anderen Bestandteile des Spiels weitestgehend liebevoll und fantasiereich gestaltet. Die Aufgaben sind anspruchsvoll und das Teamplay macht deutlich Spaß.

Gegen dieses Spiel stehen allerdings die vielen Regeln und die unglaubliche Komplexität, die einen vollkommen Unbedarften bei eine Auswahl oder Entscheidung komplett überfordert. Aber hat man sich da erst durchgebissen, wird deutlich, dass alles weniger schwierig ist als die Menge an Regeln und Beziehungen zu Anfang vermuten ließen. Doch muss man vorab wissen, welche neuen Spieler in dieses Spiel eingeführt werden soll: Einem ruhelosen Geist ist das ganze nichts!

Aber dann kommt der zweite negative Punkt dieses Spieles: Bereits vom Spielehersteller selbst ist eine Spieldauer von rund SECHS Stunden angesetzt! Und in unserem gestrigen Bemühen haben wir tatsächlich sechs Stunden mit diesem Spiel zugebracht – und es noch längst nicht ans Ende geschafft. Die vielen Wahlmöglichkeiten und das im Team taktieren sorgen für lange Wartezeiten für das nächste Team. Doch sollte man hier nicht vorgreifen und abwarten, bis das gegnerische wirklich alle Entscheidungen getroffen hat (Verteilung von Gold, Erfahrungswerten und Gegenständen) – denn andernfalls ist die Verwirrung und das Durcheinander vorprogrammiert.

Das Spiel an sich macht wirklich Spaß und ist unterhaltsam. Lediglich die scheinbar endlosen Regeln und die unendlichen Absprachen, die zu langen Wartezeiten für das aktuell wartende Team führen, drüben die Spielfreude. Aber letzteres ist sicher abhängig vom Spieler – und erhöht sich proportional um dessen Aufenthalt im Online-Spiel und damit des Wissens um die Möglichkeiten, die es eigentlich gibt.

Sumasumarum: Ein wirklich unterhaltsames und spannendes Spiel für vier bis sechs Spieler, aber mit großen Hürden für Neueinsteiger und nichts für ein “kurzes Spiel mal eben”.

Wochenende

So. Wochenende. Und wo ist jetzt bitte schön die Sonne?

Bestanden

Irgendwie muss ja alles mal vorankommen – und das trotz einer Arbeit, die (hoffentlich nur) momentan so unheimlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Daher nahm ich einen kurzen Anruf mit meinem Mann des Hauses und der Frage, ob ich denn heute zur Fahrschule gehen und meinen Vortest für die Theorieprüfung machen würde, zum Anlass, genau dies tatsächlich in Angriff zu nehmen.

Also mit viel Engagement alle Aufgaben rechtzeitig fertiggestellt (für morgen warten noch genügend weitere auf mich….) und auf zur Fahrschule. Ein bisschen mulmig wird da schon. Es ist kaum möglich 60 PKW-Prüfbögen (auch Allgemeinwissen genannt) und dazu noch mal knapp 30 Motorrad-Prüfbögen auswendig zu lernen. Und es gibt durchaus vereinzelte Fragen, die ich hartnäckig falsch beantworte.

In der Fahrschule meine Bögen bekommen, muss ich auch noch feststellen, dass es neben den Fragen in meinen Bögen auch noch andere geben kann. Wie fies! Wenn ich jetzt noch gewusst hätte, was alles unter “Kleinkrafträder” fällt, hätte ich diesen Test sogar fehlerfrei bestanden. Wobei ich gestehen muss, dass ich einen einfachen Fragebogen mit den “üblichen” Verdächtigen hatte.

Mal schauen, wie das (hoffentlich) nächste Woche bei der DEKRA wird…

Chillout

Auf Arbeit ist heute meines Erachtens alles gut gelaufen. Ich habe viel geschafft – und jene, die auf meine Arbeiten aufbauen, waren noch nicht mal so weit. Ist doch gut. Habe ich etwas Vorlauf. Muss auch mal sein.

Auf jeden Fall gönnte ich mir nach Arbeit einen Chillout im Park. Einfach alles fallen lassen und die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages gönnen. Dabei sollte man natürlich schon achten, auf was man selbst fällt – die Tasche im Rücken ist dann sicher nicht ganz so bequem.

Nachher muss ich leider mal das Chillen unterbrechen. Ab 21 Uhr ist mein Fahrlehrer der Meinung, dass wir heute noch eine Nachtfahrt machen. Eigentlich sollte sie schon eine halbe Stunde früher sein – aber wie es so ist, bleibt es jetzt noch zu lange hell. Schönes Ei – und morgen wieder früh raus! Wie habe ich das damals nur gemacht, als ich “nebenbei” noch in die Schule gegangen bin?

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