Wolfgang Hohlbein “Anubis”
- Mai 9th Mai 2008
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Nach meinem großen Schritt in die Berufswelt haben sich nun auch Zeiten für Wege geändert, die ich auf mich nehmen muss. Sie sind wesentlich länger geworden. Habe ich zur Uni gerade einmal 30 Minuten gebraucht, muss jetzt gut eine Stunde einkalkuliert werden. Viel Zeit, die ich mir gern mit Hörbücher verschöner denn mit Musik – die nervt mich nämlich irgendwann, wenn ich das selbe Album zum x-ten Mal höre und zu Hause schon gar nicht mehr weiß, welches von den schon tausend-mal gehörten Alben ich als nächstes auf den Player packen soll. Hörbücher sind da anders und können es durchaus schaffen, einen bereits früh morgens aufmerksam den Worten eines anderen zu lauschen.
Zur Zeit bin ich bei Wolfgang Hohlbeins “Anubis“. Bisher habe ich von diesem Autor noch nicht viel gelesen oder gehört, doch bin ich aktuell schon ein wenig enttäuscht. Weder scheint das Buch bisher etwas mit einem ägyptischen Gott noch mit Ägyptologie an sich zu tun zu haben und diese Themen eher am Rande zu streifen – entgegen der ersten Vermutung bezüglich des Titels. Aber ich will auch nicht zu viel zur Geschichte verraten. Und obwohl ich bereits bei der dritten von sechs CDs bin, will ich abwarten, ob sich nicht doch noch alles aufklärt.
Was ich aber immer nicht verstehen kann, ist, wenn die treuherzigen, vierbeinigen Gesellen für eine Geschichte ihr Leben lassen müssen. Bereits Dan Browns “Meteor” opferte bereits in Prolog einen ganzen Hundeschlitten samt Huskies und hat sich dabei derart unbeliebt gemacht (wie in diesem Artikel erzählt), dass ich das Buch, ehrlich gesagt, nicht mehr weiter gelesen habe. Auch in “Anubis” muss ein Vierbeiner sein Leben lassen – was die Geschichte meines Erachtens nicht einmal weiter bringt (entgegen zum Zusammenhang in “Meteor”).
Ich mag da etwas komisch sein, aber solche Aspekte einer Geschichte sollten immer weise überlegt sein – einen menschlichen Charakter lässt man ja auch nicht einfach mal so eben sterben.
Schön, dass wir da nicht weit auseinander liegen. An sich les ich gern auch mal Fantasy, seinerzeit angefixt durch MZB. Vom Hohlbein hab ich mir aber nur ein einziges Buch angetan, und das nicht einmal zu Ende gelesen. Unbegreiflich, dass der Mann offenbar so einen riesigen Markt bedient…
Ansonsten willkommen im Pendlerclub ;)
@ju523m
MZB?
Ich bin mir gar nicht sicher, nicht schon mal ein Buch von Hohlbein gelesen zu haben. Wenn, dann gehörte es in eine Buch-Serie und war gar nicht so schlecht.
Aber gerade “Anubis” ist echt erschreckend. Durch das schöne Wetter gestern mit viel Sonne im Park ;-) bin ich mit dem Buch jetzt fast durch und schon auf der letzten CD. Aber thematisch hat das ganze noch immer nichts mit dem Buchtitel zu tun und ist abgesehen davon weiterhin weit davon entfernt, spannend zu sein. Ganz schön wirr und irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Hauptcharakter vielmehr irgendwo zu den Herren mit der Hab-mich-lieb-Jacke gehört…
Wenn alle Bücher von Hohlbein derart sind, ist es wirklich interessant, wie er einen solch großen Namen bekommen konnte – oder interessiert es den allgemeinen Hohlbein-Leser nicht, dass sich Inhalt und Buchtitel nur unwesentlich berühren? :-?
Ich freue mich, nach meinem Domain-Umzug wieder von dir zu hören! :-D