Nach meinem großen Schritt in die Berufswelt haben sich nun auch Zeiten für Wege geändert, die ich auf mich nehmen muss. Sie sind wesentlich länger geworden. Habe ich zur Uni gerade einmal 30 Minuten gebraucht, muss jetzt gut eine Stunde einkalkuliert werden. Viel Zeit, die ich mir gern mit Hörbücher verschöner denn mit Musik – die nervt mich nämlich irgendwann, wenn ich das selbe Album zum x-ten Mal höre und zu Hause schon gar nicht mehr weiß, welches von den schon tausend-mal gehörten Alben ich als nächstes auf den Player packen soll. Hörbücher sind da anders und können es durchaus schaffen, einen bereits früh morgens aufmerksam den Worten eines anderen zu lauschen.

Zur Zeit bin ich bei Wolfgang HohlbeinsAnubis“. Bisher habe ich von diesem Autor noch nicht viel gelesen oder gehört, doch bin ich aktuell schon ein wenig enttäuscht. Weder scheint das Buch bisher etwas mit einem ägyptischen Gott noch mit Ägyptologie an sich zu tun zu haben und diese Themen eher am Rande zu streifen – entgegen der ersten Vermutung bezüglich des Titels. Aber ich will auch nicht zu viel zur Geschichte verraten. Und obwohl ich bereits bei der dritten von sechs CDs bin, will ich abwarten, ob sich nicht doch noch alles aufklärt.

Was ich aber immer nicht verstehen kann, ist, wenn die treuherzigen, vierbeinigen Gesellen für eine Geschichte ihr Leben lassen müssen. Bereits Dan BrownsMeteor” opferte bereits in Prolog einen ganzen Hundeschlitten samt Huskies und hat sich dabei derart unbeliebt gemacht (wie in diesem Artikel erzählt), dass ich das Buch, ehrlich gesagt, nicht mehr weiter gelesen habe. Auch in “Anubis” muss ein Vierbeiner sein Leben lassen – was die Geschichte meines Erachtens nicht einmal weiter bringt (entgegen zum Zusammenhang in “Meteor”).

Ich mag da etwas komisch sein, aber solche Aspekte einer Geschichte sollten immer weise überlegt sein – einen menschlichen Charakter lässt man ja auch nicht einfach mal so eben sterben.