Archiv für Juni, 2008

Fairteilen

Nachdem sich vergangene Woche der Virus bei einem Mitarbeiter auf Arbeit kräftig entwickelte, war ich eine der “Glücklichen”, die die Erfolge hautnah erleben durfte. Mit anderen Worten: Über Wochenende war ich gesundheitlich ganz gut angeknackst. Mittlerweile geht es wieder. Mein Mann dagegen…

Er: Du hast mich angesteckt…

Ich: Ich wollte nur mit dir teilen…

So sollte es doch auch in einer Partnerschaft sein, oder?

Ein Hauch von Grün

Seit dem Umzug in unser neues Heim vor gut drei Jahren, könnte man der Meinung verfallen, dass ich keinen Grünen Daumen hätte. Blüte und wuchs alles bis dato ganz prächtig, so verging eine Pflanze nach der anderen seither. Dabei ist es ganz unabhängig davon, ob es sich um Zierpflanzen oder gar Unkraut handelt – ich bezeichne Mohn jetzt mal als Unkraut, wächst und gedeiht es doch wie solches auch wenn sie nicht lange blüht…

So halten sich hier wacker vereinzelte Kakteen und eine Yucca. Die hat es sogar von der letzten Wohnung bis hierher geschafft und lässt sich nicht beirren. Sehr gut. Nur wurde sie auf ihren arg dünnen Stamm mittlerweile derart wackelig, dass sie bisweilen sogar mal umknickte – sich aber mit der Zeit auch wieder aufrichtete. Nur in letzter Zeit wollte sie so gar nicht mehr in die Senkrechte, sondern verblieb trotz aller Pflege in einer Art 75-Grad-Position.

Bei all der Last entschied ich mich – trotz Bauchgrummeln – sie einfach zu kürzen. Das Blätterdach in feuchtes Seramis in einen Topf, der Stamm verblieb, wo er war. Ein kleines Mittelstück ohne alles (also ohne Blätter und ohne Wurzeln) kam in eine Vase mit Wasser.

Der Stamm ist noch jetzt kahl. Der Zweig mit den Blättern befindet sich derweil in einer 45-Grad-Haltung. Sieht beides nicht besonders vielversprechend aus. Doch da:

Da zeigt die Vasen-Yucca erste Erfolge. Ein bisschen Grün scheint mein Daumen also doch noch zu sein…

Einmal rund um die Welt

Na gut, ganz so weit war es dann doch nicht. Aber mit meinem am letzten Donnerstag bestandenen Führerschein ging es natürlich am Wochenende groß auf Fahrt. Jetzt habe ich auch ein paar Fotos bekommen – ich gebe zu, die eindrucksvollsten sind es sicherlich nicht – aber nun möchte ich keinem mehr mein Abenteuer vorenthalten.

Am Samstag ging es dann auf die letztendlich knapp mehr als 300km lange Tour – zu meinen Großeltern auf Sichtweite des Oder-Dammes und anschließend meinem Vater in Frankfurt, ebenfalls unweit der Oder. Wobei ich glaube, dass an diesem speziellen Tag mir mein Freund am liebsten die Scheidung hätte eingereicht. Unglücklicherweise stellte sich am Morgen die Batterie meines Motorrades als leer heraus. So musste er gleich frühs einmal anschieben.

Dann ein Zwischenstop bei seinen Eltern. Anschließend wieder meine Maschine anschieben. Gemütlich tuckernd stellt er sie mir hin und ich steige auf. Leider bin ich ein bisschen nervös – lege den Gang ein und vergesse, vorher den Seitenständer einzuklappen. Maschine aus. Nochmal anschieben. Jetzt geht es endlich los. An der Ampel um die Ecke, 200m weiter. Das Motorrad fängt an, komisch ungleichmäßig zu “ruckeln”. Via WalkieTalkie nehme ich Kontakt auf und komme bis: “Die Maschine ist komisch. Ich glaube, der….”. Und ja, der Sprit schien wirklich leer gewesen zu sein. Nochmal anschieben. Und das mit dicker Montur und über 24Grad…

Ich gebe zu, ich bin sehr froh, dass er nicht aufgegeben hat. Der Rest des Wochenendes und der Tour verlief reibungslos – nachdem einmal ausgiebig der Tank nachgefüllt wurde.


Hier starten wir gerade von Frankfurt wieder in Richtung Berlin.


Mein gewissenhafter Versuch, die Maschine umzudrehen…

In Frankfurt schließlich ließ es sich mein Vater nicht nehmen, seine Chopper direkt zu unseren Maschinen zu stellen. Man könnte fast meinen, ein Bikertreffen fände statt – viel fehlt da ja nicht mehr…

Ein gefürchteter Tag

Als ich im Mai meinen Job angefangen hatte, war mir damals schon klar, dass es sich nicht um meinen Traumjob handelt. Aber man ist ja flexibel und sollte auch für neue Dinge aufgeschlossen sein.

Doch gestern war tatsächlich jener Tag gewesen, vor dem ich mich am meisten gefürchtet habe. So gab es den ganzen Tag nichts anderes zu als genau das, was ich nie machen wollte und was mir auch überhaupt keinen Spaß macht. Gut, es wird schon einen Grund haben, dass der Rat, es gäbe immer etwas, dass einem keinen Spaß mache und das auch in seinem Traumjob, so oft gegeben wird. Dennoch war ich gestern nach acht Stunden erfolglosen und ungeliebter Arbeit mit Brummschädel und einer langen Liste von Aufgaben für den nächsten Tag kurz davor, einfach alles hinzuschmeißen.

Heute hat sich wieder alles eingependelt – auch wenn ich hoffe, eine solche Aufgabe nicht so bald erneut zu bekommen. Aber dennoch sind das manchmal die Momente, in denen ich eine Freundin beneide. Sie verdient zwar einiges weniger, ist an ihrem Traumjob aber wesentlich näher dran…

Nur ganz nebenbei am Rande

Ich weiß, ich hab ein wenig damit hinter dem Berg gehalten – aber eigentlich auch nur aus Scheu, es könne nicht alles so klappen, wie geplant. Nun, am Ende hat auch nicht alles so funktioniert, wie ich es mir ausgemalt hatte, aber: Ich habe heute den Motorrad-Führerschein bestanden!

Nachmieter gefunden

Für die Wohnung unter uns (deren vorherige Besitzer mal eben an die Ostsee gezogen sind) ist ein neuer Mieter gefunden worden. Eigentlich eine nette Sache und der einzuplanende Umzugsstress für alle anderen Parteien des Hauses einplanbar. Umso weniger verwunderlich ist, als heute punkt 8:00 Uhr in der Frühe die ersten Bohrarbeiten beginnen – natürlich an meinem ausnahmsweise freien Tag mitten in der Woche. Aber gut. Zu langes Schlafen soll eh ja nicht so gut sein.

Aber statt einem wenigstens ausgewachsenen Bohrkonzert sind über die folgenden zwei Stunden immer wieder vereinzelte klägliche Versuche zu hören. Die erinnern einen vielmehr an den Bohrer eines Zahnarztes, der sich noch nicht so wirklich an das Übel wagt. Ich bin mir nicht sicher, welche der beiden Varianten besser ist – die beiden Katzen des Hauses haben sich zumindest entschieden (und verschwinden oder starren verwirrt durch die Gegend bei jedem neuen zaghaften Anlauf des Bohrers). Ich frage mich vielmehr, welche Löcher man so bohren kann….

I am Legend

Oh, ich weiß sehr gut, dass ich längst “raus” bin, weil der Film nun sicher nicht gerade erst gestern in die Kinos kam. Vielmehr gibt es ihn jetzt bereits auf DVD. Die Kritiken zu “I Am Legend” hatten mich nicht derart überzeugt, mir den Film auf der großen Leinwand anzuschauen. Aber in den heimischen Gefilden kann man schon eher mal eine Ausnahme machen.

Und ich muss gestehen, dass ich den Film gar nicht schlecht fand. Er war zwar nicht immer wirklich logisch, aber durchaus spannend. Mir kam häufig zu Ohren, dass er gerade im Mittelteil sehr langatmig und langweilig sein solle. Aber auch dem kann zumindest meinereiner sich nicht wirklich anschließen (der Mann des Hauses schon eher). Ich würde mir den Film vermutlich zwar kein zweites Mal anschauen, weil er sich einfach durch die Handlung trägt – und bei einem zweiten Mal kennt man sie bereits und die Spannung und der Unterhaltungsfaktor ist bei einem solchen Film wohl eher zunichte.

Der Film ist kein Actionkracher, aber auch kein Drama. Wer sich irgendwo dazwischen mit ein bisschen Zombi-Horror und kühlen, wissenschaftlichen Kalkül wohl fühlt, sollte sich den Film definitiv einmal anschauen!

Sagen Sie einfach “Ja”

Diesen Satz kennt man ja gern mal in der persönlicheren Form von “Sag einfach ja”, wenn man mit jemanden oder mit dritten über jemanden spricht und von diesem eine Zusage möchte, ohne dass er dem Gespräch womöglich gefolgt ist. Umso verdatterter war ich, als jener Satz ein Kunde heute zu mir am Telefon sagt und ich keinen Plan habe, wovon dieser eigentlich spricht.

Das war so: Mein Job beinhaltet unter anderem auch die Kundenpflege in Bezug auf Fragen zu unseren Produkten. Also so ein bisschen auch Support. So ist es nicht verwunderlich, dass ich auch an das Telefon ging. In einem Schwall überhäuft mich jener Kunde mit Worten, kaum dass ich mich mit Namen gemeldet habe, von denen nur Auszüge wie “sie haben recht” und “das macht tatsächlich keinen Sinn” hängen bleiben. Schließlich obiger Satz, nachdem ich scheinbar zwei Sekunden zu lang gewartet habe, aus diesen Regenguss von Worten auf den korrekten Zusammenhang zu schließen und eine entsprechend sinnvolle Antwort zu finden.

Das Gute daran: Der Kunde war bei mir tatsächlich richtig und er bezog sich wahrhaftig auf etwas, dass von mir kam – nur hatte ich ihm das nie persönlich mitgeteilt, sondern nur wenige Minuten zuvor als Notiz in unserem System hinterlegt (zu dem genau jener Kunde Zugang hat…).

Ein ganz kleines bisschen stolz sein

Neben meinem Job arbeite ich noch für einen Verlag als Layouterin – natürlich von meinem Arbeitgeber abgesegnet. (Worüber ich im übrigen total begeistert bin!) Und nun sehe ich sogar in einem der Boulevard-Magazine im Fernsehen, wie in einer Einstellung der Gefilmte genau jenen Teil der Ausgabe betrachtet, den ich für den Verlag gemacht hab. Das ist cool! Da bin ich tatsächlich ein wenig Stolz drauf…

Zeit

Bekanntlich haben die Tage oftmals viel zu wenige Stunden, um das zu schaffen, was man sich so vorgenommen hat. Manchmal glaubt man aber auch, dass sich alle gegen einen verschworen haben. Beispielsweise kommendes Wochenende. Da wollen wir erst zu meiner Oma, in jenen idyllischen stadtfernen Ort, und dann zu meinem Vater wenige Kilometer von dort entfernt. Soweit alles schick.

Jetzt kommts: Eben an jenem Wochenende will eine Freundin umziehen, ein Freund Geburtstag feiern und zwei weitere Verwandte tun es letzterem mit Feierlichkeiten gleich nach. Und am Besten sollte man überall gleichzeitig sein.

Wie gut, dass heute und morgen so schön angenehm sind. Mein Mann für das Wochenende außer Haus gegeben (der plantscht von Kaffee bis zum kommenden Morgen auf und zwischen Wannsee und Pichelssee) und keine Termine auf dem Kalender.

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