Als ich im Mai meinen Job angefangen hatte, war mir damals schon klar, dass es sich nicht um meinen Traumjob handelt. Aber man ist ja flexibel und sollte auch für neue Dinge aufgeschlossen sein.

Doch gestern war tatsächlich jener Tag gewesen, vor dem ich mich am meisten gefürchtet habe. So gab es den ganzen Tag nichts anderes zu als genau das, was ich nie machen wollte und was mir auch überhaupt keinen Spaß macht. Gut, es wird schon einen Grund haben, dass der Rat, es gäbe immer etwas, dass einem keinen Spaß mache und das auch in seinem Traumjob, so oft gegeben wird. Dennoch war ich gestern nach acht Stunden erfolglosen und ungeliebter Arbeit mit Brummschädel und einer langen Liste von Aufgaben für den nächsten Tag kurz davor, einfach alles hinzuschmeißen.

Heute hat sich wieder alles eingependelt – auch wenn ich hoffe, eine solche Aufgabe nicht so bald erneut zu bekommen. Aber dennoch sind das manchmal die Momente, in denen ich eine Freundin beneide. Sie verdient zwar einiges weniger, ist an ihrem Traumjob aber wesentlich näher dran…