Seit dem Umzug in unser neues Heim vor gut drei Jahren, könnte man der Meinung verfallen, dass ich keinen Grünen Daumen hätte. Blüte und wuchs alles bis dato ganz prächtig, so verging eine Pflanze nach der anderen seither. Dabei ist es ganz unabhängig davon, ob es sich um Zierpflanzen oder gar Unkraut handelt – ich bezeichne Mohn jetzt mal als Unkraut, wächst und gedeiht es doch wie solches auch wenn sie nicht lange blüht…

So halten sich hier wacker vereinzelte Kakteen und eine Yucca. Die hat es sogar von der letzten Wohnung bis hierher geschafft und lässt sich nicht beirren. Sehr gut. Nur wurde sie auf ihren arg dünnen Stamm mittlerweile derart wackelig, dass sie bisweilen sogar mal umknickte – sich aber mit der Zeit auch wieder aufrichtete. Nur in letzter Zeit wollte sie so gar nicht mehr in die Senkrechte, sondern verblieb trotz aller Pflege in einer Art 75-Grad-Position.

Bei all der Last entschied ich mich – trotz Bauchgrummeln – sie einfach zu kürzen. Das Blätterdach in feuchtes Seramis in einen Topf, der Stamm verblieb, wo er war. Ein kleines Mittelstück ohne alles (also ohne Blätter und ohne Wurzeln) kam in eine Vase mit Wasser.

Der Stamm ist noch jetzt kahl. Der Zweig mit den Blättern befindet sich derweil in einer 45-Grad-Haltung. Sieht beides nicht besonders vielversprechend aus. Doch da:

Da zeigt die Vasen-Yucca erste Erfolge. Ein bisschen Grün scheint mein Daumen also doch noch zu sein…