Archiv für Juli, 2008

Abgezogen

Bei solch schönem – vielleicht ja “zu schönem” Wetter, wenn man die Temperaturen mal genau betrachtet – sollte ein wenig Sport die durch Eis und auf Arbeit mangelnde Bewegung angesammelten Speck-Reserven wieder ein wenig was entgegen gesetzt werden. Auserkoren dafür: das Fahrrad.

Mit dem Fahrrad wollten wir also von einem Bezirk in den nächsten, um dort Familie zu besuchen. Hab ich mich ehrlich drauf gefreut. Dann im Fahrrad-Keller unseres Hauses (in dem sicher schon seit sechs Monaten von mir unberührt mein Fahrrad steht) die große Enttäuschung. Nein, kein Platter und nirgendwo eine Luftpumpe zu finden. Stattdessen hat sich jemand meinen Fahrrad-Sattel geliehen – und leider nicht wieder zurückgebracht…

Auf dem Bauernhof

Oder eigentlich besser: auf dem Gut einer Schäferei.

Nun, ich muss gestehen, das Wochenende ist schon eine gute Weile her und das nächste steht bereits vor der Tür, doch fand ich bisher einfach keinen rechten Augenblick.

Am Wochenende stand einmal mehr einfach nur entspannen und ausruhen auf dem Plan. Dafür besuchten wir meine Großeltern und meinen Onkel, die zusammen eine Schäferei betreiben. Und dort ist gerade Lammsaison:

Lämmer sind ja so furchtbar knuddelig. In einer Schäferei sind sie sicherlich nicht die zutrauligsten und auch nicht die saubersten. Aber wenn sie so ganz jung sind wie dieses (kaum zwei Tage), sind sie sogar noch richtig faltig:

Sobald das Lamm drei Tage alt ist, darf es mit Mama in einen anderen Stall und Koppel – zusammen mit all den anderen mindestens drei Tage alten Lämmern. Es ist schon erstaunlich, wie schnell da Lämmer “verloren” gehen und dann das Geschrei (“Geblöke”) groß ist, nur damit wenige Minuten später Klein-Lamm wie angestochen über die Koppel zu Mama rennt – dabei laut blökend! Da ist Wiedersehensfreude (und Hunger!) groß…

Aber wie es sich für einen “echten” Bauernhof gehört, gibt es hier nicht nur Schafe. Nein, auch Hunde, Katzen und auch Hasen.

Dass dieser Kollege (für einen Stadtmenschen womöglich unendbar) eines Tages auf dem Teller landet, muss ich nicht explizit aufführen, oder? Lecker wird das sicher dennoch…

Und neben all diesen aufregenden Dingen kam auch Entspannung und Erholung nicht zu kurz. Lange ausschlafen, ausgezeichnet speisen (Einen lieben Dank an meine Oma!) und dann noch ein Pool vor der Tür. Was kann man mehr verlangen? Außer etwas besseres Wetter?

Bombenfund

Da wird einem schon etwas mulmig, wenn man kaum mehr nach Hause kommt. Die Hauptstraße gleich an der Kreuzung gesperrt, die nächste Querstraße erst an der nächsten Ecken blockiert. Nur Rückwärtsgang möglich. In die wiederum nächste Querstraße hinein und auch hier blockiert die Polizei am Ende der Straße die Kreuzung – jedoch nur die Zufahrt nach links. Als rechts herum. Kaum an der nächsten Kreuzung versperren erneut Polizeiwagen den Weg. Zwei Polizeiautos und zwei Mannschaftswagen der Polizei. Einer der Busse setzt sich kurz nach unserer Ankunft in Bewegung und wir können nach links abbieben. An der nächsten Ecke wieder Polizei und wieder ist nur nach rechts ein Weiterfahren möglich. Gut, dass wir damit aber auch am Ziel sind.

Ursache: Es wurde (wie ich am heute in den Nachrichten erfahre) eine 500kg Bombe gefunden und das Areal weitläufig abgesperrt. Die Anwohner im Sperrgebiet evakuiert.

Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, selbst in seine traute Umgebung zurückzukehren und zu wissen, dass keine 50 Meter weiter Menschen evakuiert werden…

Wohnung mit Balkon

Eine auf diese Weise angepriesene Wohnung gibt man ja gern mal eine Chance und schaut sich das Angebot etwas genauer an. Mir scheint, das sollte man – wie in diesem Fall – besser auch tun…

Manche architektonische Eigenarten sind irgendwie …. eigenartig.

Hancock

Gestern im Kino. Seit langem endlich mal wieder. Dieses Mal viel die Wahl auf “Hancock“. An der Kasse hieß es noch, die Plätze seien etwa mittig – aber auch nur, wenn die Nummerierung der Sitzplätze bei 1 und nicht bei 6 begonnen hätte.

Der Film selbst weder besonders gut, noch besonders schlecht. Irgendwie ganz nett, aber so wenig im Gedächtnis bleibend, dass ich kaum weiß, was ich dazu schreiben soll. Eigentlich geht es um die Selbstfindung Hancocks, um ein bisschen Fantasy mit Göttgleichen und einem Happy End, dass irgendwie auch wieder keines ist. Irgendwie fehlt der Geschichte eine Komplexität der Charaktere oder ein Mitreiß-Faktor, wenn auch die Musik zumindest streckenweise dieses Manko wieder wett macht.

Sumasumarum kann ich eigentlich nicht viel zu diesem Film sagen und eigentlich auch keine Empfehlung dazu abgeben. Eigentlich schade.

10.000 BC

Gestern abend mal wieder was neues zu gucken. Dieses Mal “10.000 BC“, der mich aus keinem bestimmten Grunde reizte, sich aber als recht unterhaltsames Werk entpuppte. Die Geschichte von ihrem Kern scheint dem Film “Apocalypto” von Mel Gibson jedoch sehr angelegt. Lediglich Ort (Afrika anstatt Amerika) und die Zeit (Menschen als vorgeschichtliche Jäger und Indianer zur Zeit der Entdeckung durch Columbus) trennen die beiden Geschichten. Doch in ihren Kernelementen ähneln sie sich stark, werden doch in beiden Fällen die Stämme bzw. Ortschaften überfallen und Anverwandte und Freunde von unbekannten Fremden entführt und nur wenige überleben oder entkommen. Und genau diese machen sich auf den Weg, jene Gefangenen wieder zu befreien und werden in ganz andere Welten geführt, die zeitgleich neben ihrem “einfachen” Leben existieren. 10.000 BC ist jedoch mysthischer und spielt mehr mit dem Gedanken von Prophezeihungen und alter Magie.

Sumasumarum: Eine ganz nette Unterhaltung für einen nicht allzu anspruchsvollen Abend.

Fahrstuhl in die Tiefe

Horrorfilme wie “Fahrstuhl des Grauens” mag sich der eine oder andere Leidgeplagte womöglich schon einmal angeschaut haben, Fahrstuhl ist aber jeder sicherlich weiterhin gefahren.

Gestern nun im Verlag. Großraumbüro befindet sich im 16ten Stock, die Fotoabteilung in dem darüber. Fast alles wird hier über Fahrstuhl oder Paternoster erledigt, die über den einen Ausgang des Büros zu erreichen sind. Auf der anderen Seite befindet sich noch ein weiterer Aufzug. Und ich würde schwören wollen, dort auch schon mal den einen oder anderen hab stehen und warten gesehen.

Jedenfalls drängte gestern die Zeit und ich wagte den Versuch. Vielleicht wäre es mit dem einzelnen Fahrstuhl, da hier die Wege kürzer sind, nicht sogar schneller. Wäre ja zu vermuten. Der Aufzug kommt, ich steige ein, drücke die 17. Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung. Nach UNTEN! “Gut”, denke ich mir, “dann kam er wohl von oben. Blöd. Egal.” 16, 15, 14, …., 3, 2, 1, E, -1!

Und da blieb der Fahrstuhl stehen, die Türen weiterhin geschlossen. Ich drücke nochmals die 17. Nichts geschieht. Ich drücke wie wild alle Knöpfe. Nichts geschieht. Ich öffne die Türen und stehe im Keller. Eine Tür geradezu, eine nach rechts. Beides Feuerschutztüren, abgesperrt. Nach links um die Ecke noch eine Tür, hindurch und ich stehe vor einer Tür nach draußen. Gesichert. Löst Alarm beim Öffnen aus. Verdammt.

Zurück zum Fahrstuhl, nochmals alle Knöpfe drücken. (Ich weiß, langsam wirds albern…)

Ich entdecke den Klingelknopf.

Mr T – Der Nachtelfirokese

Ich muss gestehen: In jenen Zeiten, wo ich mehr Raum für mich hatte als ich für Arbeiten brauchte – sprich während ich Student war – habe ich gern mal das eine oder andere Spiel am Computer gezockt. Bevorzugt dabei Rollen- und Aufbauspiele. Ganz großer Favorit: Warcraft 3. Ich habe zwar nie geschafft, die letzte Mission auf “legalem” Wege zu bestehen, aber egal.

Blizzard kam ja wenig später für sich auf die wohl einträglichste Idee seit langem: Warcraft als Online-Spiel zur Verfügung stellen und monatlich Beiträge der Spieler einkassieren. Ich muss gestehen, bisher war ich nicht der Ansicht, dass sich für mein Spielekonsum diese Beiträge lohnen würden – auch wenn ich manchmal schon doch mit mir hadere. Dieser Umstand und sicherlich auch die Tatsache, dass Mr T mit dem A-Team irgendwie mit zu meinen jüngeren Jahren gehören, machen mir die Nachtelfirokesen-Kampagne zum Spiel derart sympathisch.

Vielleicht sollte ich mir das doch noch einmal überlegen. Wenn ein solches Urgestein des Fernsehens mit dabei ist… ;-)

Berliner Kriminalitätsatlas

Bereits vor einiger Zeit fiel auf, dass viele Vorurteile und Erwartungen in Bezug auf Berliner Bezirke nicht zwingend der Realität entsprechen. Das damalige Beispiel ist mir leider gerade entfallen, doch der Berliner Kriminalitätsatlas bringt einige neue erschreckende zu Tage. Die Berliner Morgenpost präsentierte auf ihrer Webseite den Katalog als Flash-Grafik.

In der Grafik werden die Bezirke je nach Kriminalitätsdelikt und Häufigkeit der Fälle eingefärbt. Erstaunlicherweise stehen gerade die Westbezirke wie Charlottenburg und Wilmersdorf, welche landläufig ja als “bessere Gegenden” gehandelt werden, nicht gerade am Ende der Liste.

Ein wenig erschreckend. Grund genug, mal wieder umzuziehen? ;-)

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