Derzeit ein wenig Autolos, nehme ich liebend gern das Angebot meines Mannes an, mich ein Stück auf den Weg zu meiner Arbeit mitzunehmen – denn derzeit konnten wir uns ein Auto leihen. Ein bisschen Egoismus kann ja nicht schaden.

Witzleben entlässt er mich dann doch zur Ringbahn. Von hier aus sind es noch knapp 25-30 Minuten bis zur Arbeit. Auf den Gleis steht bereits eine Bahn. Die fährt aber nur noch zwei Stationen. Zu wenig. Also warten. Alles noch im Grünen Bereich. Ein Blick auf den Zugzielanzeiger. Der erste Schreck. 15 Minuten bis die nächste Ringbahn kommt. Nun gut, was solls.

Die Anzeige im Zugzielanzeiger springt auf 45 Minuten. Das kann ja nicht mehr wahr sein. Ich laufe schon langsam zur U-Bahn, die glücklicherweise auch gleich hier ist und mich ebenfalls bis zur Arbeit bringen könnte. Auf den Weg dorthin, springt die Anzeige wieder auf 13 Minuten zurück. Verdammt! Was tun? Während ich überlege, kommt folgende Durchsage: “[....] verspätet sich die Ringbahn um voraussichtlich 45 Minuten [...]”

Verdammt! Ich wechsel doch zur U-Bahn. Überlege noch, auf der Strecke umzusteigen und damit fünf Haltestellen zu sparen. Entscheide mich aber dagegen. Warten müsste ich ja eh. Kurz vor dem Ziel, Spittelmarkt: Schienenersatzverkehr bis Alexanderplatz mit Bussen. Seit heute.  Ja, schon klar.

Mit gut einer Stunde Verspätung bin ich dann doch endlich auch auf Arbeit…