Nachdem mein gestriger Feierabend sich in erschreckender Weise weit nach hinten schob und damit das Einkaufsschlendern auf Null reduziert wurde – die Läden haben ja auch mal Geschäftsschluss – ging es zum Ausgleich ins Kino. Und da mein Freund so lange und geduldig gewartet hat, durfte er den Film auswählen. Eigentlich sollte es “96 hours” werden. Ein vermutlich spannender Film trotz vorhersehbarer Geschichte. Leider war der schon ausverkauft und aufgrund der etwas vorangeschrittenen Stunde (wenn auch noch nicht vorangeschritten genug für die 22 Uhr-Vorstellung) blieben noch die “Watchmen” – ein Film, der seinem Trailer nach ein ganz interessanter und unterhaltsamer Fantasy-Action sein könnte.

Dem ist leider nicht so. Auch kenne ich nicht die zugrunde liegenden Comics, als dass ich eventuell darüber geahnt hätte, dass meine Einschätzung falsch sein könnte. Der Vorspann ist toll, die Effekte klasse und die verschiedenen Charaktere werden auf wirklich interessante Weise vorgestellt und auch mit viele Tiefe versehen. Hat mir – trotz anderer Erwartungen – gut gefallen. Aber nach über einer Stunde und einer 15-Minütigen Pause bekommt weder die Bedrohung durch einen Atom-Krieg wirklich Präsenz oder Bedeutung noch wird die Lage oder Showdown wirklich spannend. Eigentlich kann man sogar sagen, dass nach der Pause der Film an Spannungsfaktor oder zumindest Interessant-sein nur noch verlor.

Eigentlich sehr schade.