Archiv für Mai, 2009

Museum für Kommunikation

Am Sonntag endlich mal ein Auslfug ins Museum für Kommunikation. Ein tatsächlich spannender Ausflug in die doch komplexe Welt der Kommunikation und der Grundlagen für all die Dinge, die für uns heute so selbstverständlich sind.

Auf welchen Grundlagen funktioniert die Enigma? Wie funktionierte die Vermittlung von Telefonaten zu Beginn der Telekommunikation und warum gab es fast ausschließlich das “Fräulein” vom Amt. Wie entstand der Morsecode, die Technik der Reliefschreiber und Taster und wer wirkte an der Entwicklung der Technik statt?

Wer bis eben noch glaubte, dass Samuel Morse der alleinige Tüfftler gewesen ist und das Fräulein vom Amt allein wegen ihrer angenehmen Stimme ihrer Arbeit nachging, sollte ebenfalls das Museum für Kommunikation besuchen. Es gibt eine ganze Reihe von interessanten und verblüffenden Informationen und Beispielen, die teilweise nicht ohne einen gewissen kritischen Unterton präsentiert werden.

Freiheit überfordert!

Ganz ehrlich! Die meisten sind mit ihrer Freiheit doch ernsthaft überfordert. Man nehme die super leckere Pizzeria bei mir um die Ecke. Seit Eröffnung hat man hier die freie Wahl, mit welchen Zutaten die Pizza belegt sein soll. Man wählt also nicht zwischen fertigen Kompositionen sondern stellt sich seine eigene Variation zusammen. Das ist super. Da kann man echt alles mal ausprobieren und es ist auf jeden Fall genau das drauf, was ich will.

Als ich nun letztens wieder in besagter Pizzeria war, musste ich feststellen, dass die Karte verändert wurde. Jetzt gibt es auch hier Pizza Magarita und Co. Warum? Nun. Die Mehrheit der Gäste waren schlichtweg überfordert, sich eine eigene Pizza zusammenzustellen.

Auch ein Freund von mir ist zumeist schon überfordert, wenn ich ihm als Gastgeber die Wahl zwischen zwei (ich reduziere das bereits bewusst!) lasse. Wehe eine dritte Auswahlmöglichkeit kommt dazu, dann ist gänzlich vorbei.

Soviel zur hochgepriesenen Freiheit.
Damit scheinen wir aber doch irgendwie nicht so richtig klar zu kommen. :-D

Neuer Apple-Werbeclip

Es ist ja nicht ganz unbekannt, dass Apple und Microsoft Konkurrenten sind. Und wie man einmal mehr an den derzeitigen Wahlplakaten sieht, ist offensichtlich Gegenwerbung, indem der Konkurrent schlechter dargestellt wird, erlaubt. Apple-Begeisterte wissen sicher auch, dass das hier nicht der erste seiner Art ist – um so neugieriger ist man auf den neuen Clip. Lustig sind sie allemal. Und teilweise auch einfach so wahr…

Star Trek

Gestern im Kino “Star Trek” angesehen. Zwar bin ich kein Trekki, dennoch kenne ich die Serien und auch die Klassiker rund um Kirk, Spock und McCoy und Co. Warum ich den Film geschaut habe? Einen wirklichen Grund gab es nicht. Ich war einfach nur neugierig.

Im Endeffekt muss ich sagen, war der Film sehr kurzweilig, spannend und amüsant. Das liegt jedoch eher weniger an der eigentlichen Geschichte. Die ist für meinen Geschmack relativ einfallsfrei und ohne besondere Spannungselemente. Wovon der Film hauptsächlich lebt, sind die Charaktere. Und auch das im wesentlichen aus nostalgischen Gründen. Na klar, wen freut es nicht, wenn McCoy Spock auf so sympathische Weise beschimpft wie man es nur aus den Folgen der Klassik-Serie kennt? Und wie amüsant ist es zu sehen, wie sie sich alle kennenlernen und man auch dort bereits die altbekannten Marotten der einzelnen Charaktere wiederfindet. Die erhobene Augenbraue von Spock, das endlose Baggern und die Selbstverliebtheit von Kirk.

Ich muss zugeben, dass ich auch einige der Bücher aus der Star Trek-Reihe gelesen habe. Damals. Auch hier gab es natürlich unzählige Geschichten, die von den Zeiten vor der Serie erzählen. Umso schöner finde ich, dass mit dem Film kein Bruch zu diesen Geschichten hergestellt wurde. Zumindest soweit ich das beurteilen kann. Und einige Aspekte aus diesen Büchern sind auch im Film aufgegriffen worden. Auch das ist natürlich ein Pluspunkt für den Film.

Insgesamt also eine kurzweilige Geschichte, die sich jene anschauen sollten, die sich mehr für (bekannte) Charaktere interessieren und sich weniger analytisch in eine Geschichte vertiefen.

20 Jahre Mauerfall

Zum zwanziges Jubiläum des Mauerfalls wird eine großangelegte Kampagne gestartet. Und das schon vor einiger Zeit. Jetzt ist in diesem Zuge auf dem Alexander Platz eine Ausstellung eingerichtet worden, die einen Blick wert ist. Die gesamte Kampagne läuft noch bis zum 9. November. Wie lange die Ausstellung auf dem Alex ist, ist eine andere Frage.

Auch der Fernsehturm hat ein neues Kleid bekommen. Auch das scheint mir im Zuge dieser Kampagne zu gehören und sollte man nicht vergessen, einmal in Augenschein zu nehmen.

Als großes Finale steht dann am 9. November die Dominoaktion an. Hierfür kann man sich bewerben und Teil dieser geschichtsträchtigen Aktion werden. Alles weitere hier.

Ein nicht ganz so erfolgreicher Urlaub

Nach einem sehr anstrengenden und nervenaufreibenden ersten Quartal dachte ich mir, tut mir ein wenig Urlaub gut und nahm ein verlängertes Wochenende. In dieser Zeit wollte ich meine Oma auf dem Land besuchen und auch meinen Vater dabei nicht auslassen. Gesagt, getan. Am Donnerstag ging es mit zwei Motorrädern an die Oder und am Freitag dann zu meinem Vater. Als bekennender Chopper-Fahrer und ich als Motorrad-Frischling und meinem Freund als Motorrad-Begeisterten wollten wir einen kleinen Motorrad-Ausflug machen. Gesagt, getan.

Das Wetter war herrlich und die Landschaft toll. Auf Landstraße nach Bad Sarow und (fast) Storkow. Selbst ich fühlte mich langsam ganz heimisch auf den zwei Rädern. Und dann… der große Crash. Ein Moment der Unaufmerksamkeit und mein Freund fährt in mein Motorrad. Wir beide stürzen. Mein Motorrad fahruntauglich, da Kupplungshebel abgebrochen und eine Fußraste stark verzogen. Das Motorrad meines Freundes überwiegend mit Lackschäden versehen – nur leider eine geliehene Maschine. Mir geht es bis auf eine Blessur am Knie gut, bin ich doch glücklicherweise nicht unter die Maschine geraten. Anders mein Freund. Vermutlich der Arm verzerrt, die Hüfte geprellt und der Fuß überansprucht. Doch auch hier glücklicherweise nichts wirklich ernsthaftes.

Dann eine Stunde in der Sonne gesessen bis mein Onkel uns abholte. Mit einem Viehanhänger zum Transportieren von Schafen. Macht sich übrigens mit vielen Gurten perfekt zum Tranksportieren eines Motorrades. Die Maschine bewegte sich auf dem Weg nicht einen Zentimeter! In der Zeit des Wartens hab ich mir natürlich erstmal ordentlich einen Sonnenbrand weggeholt. Und kein Café in der Nähe offen, um sich wenigstens einen Eiskaffee zu genehmigen. Aber wenns nichts weiter ist….

Meine Maschine ist dank neuem Hebel, viel Gewalt und dem unermüdlichen Einsatzes meines Vaters jetzt wieder fahrtauglich – mein Freund leider nicht. Der linke Arm lässt sich kaum heben. Damit war das Aus für die Rückfahrt auf jeweils zwei Rädern gegeben. Ganz böse war ich darüber, ehrlich gesagt, nicht. Also mit Bahn zurück und dann ins Krankenhaus. Hier wurde er geröngt. Nichts gebrochen, so die Diagnose. Alles noch mal glimpflich ausgegangen.

Mal sehen, was morgen der Vermieter des Motorrades meines Freundes sagt….

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