Nach einem sehr anstrengenden und nervenaufreibenden ersten Quartal dachte ich mir, tut mir ein wenig Urlaub gut und nahm ein verlängertes Wochenende. In dieser Zeit wollte ich meine Oma auf dem Land besuchen und auch meinen Vater dabei nicht auslassen. Gesagt, getan. Am Donnerstag ging es mit zwei Motorrädern an die Oder und am Freitag dann zu meinem Vater. Als bekennender Chopper-Fahrer und ich als Motorrad-Frischling und meinem Freund als Motorrad-Begeisterten wollten wir einen kleinen Motorrad-Ausflug machen. Gesagt, getan.
Das Wetter war herrlich und die Landschaft toll. Auf Landstraße nach Bad Sarow und (fast) Storkow. Selbst ich fühlte mich langsam ganz heimisch auf den zwei Rädern. Und dann… der große Crash. Ein Moment der Unaufmerksamkeit und mein Freund fährt in mein Motorrad. Wir beide stürzen. Mein Motorrad fahruntauglich, da Kupplungshebel abgebrochen und eine Fußraste stark verzogen. Das Motorrad meines Freundes überwiegend mit Lackschäden versehen – nur leider eine geliehene Maschine. Mir geht es bis auf eine Blessur am Knie gut, bin ich doch glücklicherweise nicht unter die Maschine geraten. Anders mein Freund. Vermutlich der Arm verzerrt, die Hüfte geprellt und der Fuß überansprucht. Doch auch hier glücklicherweise nichts wirklich ernsthaftes.
Dann eine Stunde in der Sonne gesessen bis mein Onkel uns abholte. Mit einem Viehanhänger zum Transportieren von Schafen. Macht sich übrigens mit vielen Gurten perfekt zum Tranksportieren eines Motorrades. Die Maschine bewegte sich auf dem Weg nicht einen Zentimeter! In der Zeit des Wartens hab ich mir natürlich erstmal ordentlich einen Sonnenbrand weggeholt. Und kein Café in der Nähe offen, um sich wenigstens einen Eiskaffee zu genehmigen. Aber wenns nichts weiter ist….
Meine Maschine ist dank neuem Hebel, viel Gewalt und dem unermüdlichen Einsatzes meines Vaters jetzt wieder fahrtauglich – mein Freund leider nicht. Der linke Arm lässt sich kaum heben. Damit war das Aus für die Rückfahrt auf jeweils zwei Rädern gegeben. Ganz böse war ich darüber, ehrlich gesagt, nicht. Also mit Bahn zurück und dann ins Krankenhaus. Hier wurde er geröngt. Nichts gebrochen, so die Diagnose. Alles noch mal glimpflich ausgegangen.
Mal sehen, was morgen der Vermieter des Motorrades meines Freundes sagt….