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Urlaub bei bis zu -35°

Das klingt nach einer selten dämlichen Idee. Aber Weihnachten und Neujahr stand für mich in diesem Jahr im Zeichen von Lappland. Für sonnenverwöhnte Südreisende ist dies nicht zum Nachmachen empfohlen! ;-)

Als nördlichstes Flugziel von Finnair ging es vom Flughafen in Kittilä ins knapp 50km entfernte Äkäslompolo. Hier wartete ein gemütliches Blockhäuschen mit Bodenheizung, Kamin, Sauna und vollausgestatteter Küche inkl. Geschirrspüler. Gut, an der Gemütlichkeit der Betten sollten die Finnen noch arbeiten. Die sind so weich, dass man echt “abhängen” – oder besser “durchhängen” – kann.

Wesentlichster Kern des Ausfluges war mein alljährliches Training auf einem Brett. Demzufolge besuchte ich häufiger den örtlichen Hügel mit seinen knapp 790m Höhe: Yllas. Aufgeteilt in zwei Ressorts gibt es hier zwar kurze, dafür aber wunderschöne Pisten. Einziges Manko: bis auf einen Gondellift, der in der gesamten Zeit nicht einmal geöffnet war, und einen Sessellift, den ich nur ein oder zwei Mal nutzen konnte, gab es ausschließlich Schlepplifte. Sich knapp 700m mit einem Schlepplift ziehen zu lassen … nun, dieses Abenteuer sollte jeder einmal selbst gemacht haben.

Weihnachten und Silvester wurde in gemütlich kleiner Reisegruppe gefeiert. Die Temperaturen hielten sich die ersten eineinhalb Wochen ungewöhnlich mild. Mit Werten zwischen 0° und -10° war es kaum kälter als in Berlin. An einem Tag unserer Ausflüge, die nicht zum Berg führten, trafen wir dann auch eines der Rentiere des Ortes, welches einfach aus dem Wald mitten auf den Fußweg wechselte, diesen (in unserer Richtung) weiter benutzte, um dann am nächsten Übergang die Straße zu wechseln – natürlich nicht, ohne das anbrausende Auto noch vorbeizulassen – um anschließend gemächlich auf der anderen Seite wieder im Wald zu verschwinden. Nicht erwähnenswert, dass ich dabei der “Bestie” in Angesicht gegenüberstand, als es mich in knapp einem Meter Abstand passierte…

Auf der Hälfte der zweiten Woche nun viel die Temperatur jedoch um 25° innerhalb einer Nacht. An dem folgenden Tag dann meine erste Auseinandersetzung mit den Elementen: Ich wollte noch mal Snowboarden. Immerhin fiel “ja nur etwas Schnee”. Das Wetter meinte jedoch noch einen Schuss Wind hinzuzufügen und schon hat man die Hand vor Augen nicht mehr gesehen, hatten man den Berg zur Hälfte erklommen. Ein “Fahren” gestaltete sich als unmöglich – nicht nur, dass man nicht sah, wohin die Reise ging, als auch, dass der Wind dermaßen stark war, dass er einen zurück schob oder umwarf. Blieb also nichts, als die Sachen zu packen und zurück zu laufen. Oder es zumindest zu versuchen.

Zwei Tage später die Randerfahrung meines bisherigen Lebens. In der ersten Woche buchten wir eine Safari: Ski-doo und Husky-Schlitten. An diesem Tag viel die Temperatur jedoch auf -35°. Kinder durften wegen Erfrierungsgefahr nicht mehr an der ersten Hälfte der Safari, den Ski-doos, teilnehmen und wurden mit dem Bus hingebracht. Der Veranstalter versorgte die restlichen Teilnehmer mit einem Overall, damit trug jeder das doppelte der sonst üblichen Klamottendicke. Dazu gab es Stiefel, die vermutlich wärmer als Snowboard-Boots oder meine Wanderstiefel waren. Allerdings waren sie nur auf Temperaturen bis -30° ausgelegt. Auf dem Weg zur Husky-Farm sind mir folglich die Zehen leicht eingefroren, was mir ein anschließendes Verlassen des Lagerfeuers auf der Farm für knapp 15 Minuten nicht ermöglichte…

Die Huskies sind total süß – besonders wenn sie an einer Stelle anders abbiegen als die Schlitten vor ihnen. Ich reiste in der Reihe im ersten Schlitten und irgendwann waren wir allein… Der Safari-Leiter ermöglichte mir das Schmusen mit den Leithunden (damit sie ihm nicht weiter hinterher laufen und damit einmal umkehren würden) und sammelte die verlorene Schar neu ein. Zum Husky-Schlitten sei gesagt, ist eine gute Polsterung des Allerwertesten Gold wert: jede Unebenheit kann genau erfühlt werden.

Nach der Rückreise auf den Ski-doos von der Husky-Farm freute ich mich ungemein über die heimische Bodenheizung und war auch nur noch zu wenig zu gebrauchen. Leider war das dann auch schon der letzte Tag, die Klamotten mussten gepackt und den Tag darauf der Flug zurück nach Deutschland genommen werden.

Letzte Worte

… für dieses Jahr. Denn mit dem heutigen Abend beginne ich meinen Urlaub, der mich morgen bereits aus Berlin heraus Richtung Bayern bringt und mich am Samstag Morgen in die Kälte Finnlands führt. Dort nämlich gibt es zwei Wochen Snowboard-Urlaub für mich: bei aktuell einem halben Meter Schnee und knapp -10 Grad Temperatur. Ich freue mich. Mal schauen, was mir so alles abfrieren wird….

Da ich damit aber auch keine Gelegenheit habe, meinen sowieso schändlichst vernachlässigten Blog mit neuen Inhalten zu füllen, begehe ich die üblichen Phrasen und Glückwünsche bereits schon jetzt:

Ich wünsche allen frohe Feiertage
und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr: Meinen Blog wieder mehr mit Leben füllen. Ich hoffe, es findet sich dann auch wieder den einen oder anderen Leser. Ich glaube, aktuell ist der Blog nicht nur von mir ein wenig vernachlässigt worden….

So viel Nachwuchs

Nach meiner doch recht anstrengenden Woche – jene, die mich Donnerstag und Freitag gesehen habe, haben sicherlich gesehen, wie nötig eine Pause für mich war – flüchtete ich einmal mehr zu Oma, Opa und Onkel … und natürlich zu den Schafen. Die sind mittlerweile recht groß geworden und müssen den Hof leider bald verlassen…

Aber wie sagt mein Onkel so tröstend: “Dort muss es so schön sein. Es kommt ja nie einer von ihnen wieder zurück…” Netter Gedanke. Aber leider weiß man ja, warum… Auf dem Hof gibt es dafür noch andersweitig Nachwuchs. Und wenn der sich gerade nicht gegenseitig belagert und dem Spieltrieb frönt…

… macht er sich mit den heimischen Schaf-Böcken vertraut.

Die Kommunikation muss zwar noch etwas geübt werden, aber wer in einem Kuh-Stall geboren ist, hat vor ein paar Schafen vermutlich wenig Angst… ;-)

Neben so viel High-Tech und IT in der Woche kann ich mir kein schöneres und entspannenderes Wochenende vorstellen. Ganz besonders wenn Oma kocht! Es gibt keinen, der besser kocht!

“Crash-Kids”

Heute war wieder einmal ein ereignisreicher Tag.
Alles fängt an wie immer…8 Uhr Beginn des Seminars. Nach 2,5h Belehrung, wie man am besten eine Bewerbung per Mail schreibt und was man beachten muss, werden wir in den PC-Raum geschickt. Da wir uns das letzte Mal beschwert haben, dass wir hier am PC nicht viel machen können, da wir nicht die nötigen Programme etc. haben, bekommen wir diesmal einen Wissenstest.

Ich nehme an, dass dieser Test sich mehr auf Internetrecherche als auf Allgemeinwissen bezieht. Oder muss man heutzutage etwa wissen, was die Bandabkürzung “BAP” bedeutet? Zumal ich diese Band nicht einmal kenne. Oder das Sternbild der Jungfrau, welches nicht einmal mit Hilfe von Google genau dem entspricht, was auf der Abbildung zu sehen ist und man nur spekulieren kann, ob es diesem an ähnlichsten sieht. Nun denn, endlich ist es soweit. Die Mittagspause steht an. Unsere Mission in dieser Pause: Zu Viert zu Mediamarkt in der Pankstraße im Wedding zu fahren, um noch 4 kostenlose Karten für das morgige Bushidokonzert zu bekommen. Keine Angst. Ich wäre nicht wegen dem Konzert hingegangen, aber mich interessiert schon, wie die O2-Arena so von innen aussieht. Danach kann man sich ja wieder dezent verabschieden. Kost’ ja nix.

Wir vier setzen uns also in das Auto und fahren Richtung Pankstraße. An der Kreuzung am Leopoldplatz setzen wir dann zum Abbiegen an, tasten uns auf die Straße vor und wollen anfahren zum Linksabbiegen. Plötzlich sehen wir alle nur ein Auto in einer hohen Geschwindigkeit auf uns zurasen. KNALL-BOOM-BÄÄNG. Unser Auto dreht sich um 45 Grad und Richtung Mittelinsel des Bürgersteiges. Wir kommen zum stehen und in unseren Vorderbereich ist ein Auto gequetscht. Erstmal SCHOCK und kurz rumfragen, ob Irgendjemanden etwas passiert ist…Nein, zum Glück ist keiner von uns verletzt. Während wir aussteigen, haben sich jedoch die anderenHerren aus dem anderen Auto schon fleißig Zeugen gesucht und Adressen von denen notiert, anstatt mal als erstes die Polizei zu rufen. Aber das ist wieder typiscvh für Leute, die sehr dem Bild eines Weddingers entsprechen. Ich möchte hier keine Nation nennen. Ich denke ihr wisst, was/wen ich meine. Während wir uns der Unschuld bewusst sind, da wir einen grünen “Ampel”-Pfeil hatten und somit das Recht hatten abzubiegen, brüllt uns der andere Typ gleich an, was wir für einen scheiß machen und einfach so über die Straße fahren. er behauptet natürlich, dass er ebenfalls grün hatte. Diese sehr wortgewandten Personen kamen uns dann auch noch näher und drohten uns mit “einem Schlag in die Fresse”, wenn wir weiter so einen Scheiß erzählen. Sehr komisch war auch die eine Augenzeugin unseres Gegners, die ja erst ca. 5 min später am Unfallort war, jedoch gesehen haben will, dass der Fahrer ja bei Orange die Straße überquert hat. Der Fahrer selbst behauptet jedoch, dass Grün war. Sehr wiedersprüchlich. Nun ja. Die Polizei glaubt innerlich doch schon uns kann jedoch nichts mache, da wir keine weiteren Zeugen haben, außer uns im Auto. So ein Mist. Nun wird unser Fahrer als Schuldiger im Protokoll aufgenommen und es steht Aussage gegen Aussage. Was lernen wir daraus? Sofort nach einem Unfall oder sogar erst 5 min danach erstmal kräftig Zeugen bzw. Familienmitglieder sammeln, welche grad soooo zufällig in der Gegend sind, um einfach nur Zeugen zu bekommen und nicht als schuldig dazustehen.

Die GFA (wo das Arbeitsamtseminar stattfindet) haben wir natürlich schon am Anfang des Unfalls informiert. Wir fahren dann bereits zum “Schulschluss” mit der U-Bahn zur GFA zurück und melden uns dort erstmal, wo wir mit dem Spitznamen: Die “Crash-Kids” sind zurück, begrüßt werden.

Floridanisches Schäfchen

Vor wenigen Tagen kommt eine Freundin aus ihrem Urlaub in Florida zurück. Als kleines Danke-Schön für das Hüten ihres Haus-Hoppel-Tierchen bringt sie mir ein kleines Souvenir mit.

Ich entpuppe mich ja offensichtlich als kleiner Schaf-Freak. Umso begeisterter bin ich natürlich über dieses Mitbringsel. Aber mal ehrlich: Wer reist schon nach Florida, um ein original in IRLAND erzeugtes Produkt mitzubringen? ;-)

Einmal rund um die Welt

Na gut, ganz so weit war es dann doch nicht. Aber mit meinem am letzten Donnerstag bestandenen Führerschein ging es natürlich am Wochenende groß auf Fahrt. Jetzt habe ich auch ein paar Fotos bekommen – ich gebe zu, die eindrucksvollsten sind es sicherlich nicht – aber nun möchte ich keinem mehr mein Abenteuer vorenthalten.

Am Samstag ging es dann auf die letztendlich knapp mehr als 300km lange Tour – zu meinen Großeltern auf Sichtweite des Oder-Dammes und anschließend meinem Vater in Frankfurt, ebenfalls unweit der Oder. Wobei ich glaube, dass an diesem speziellen Tag mir mein Freund am liebsten die Scheidung hätte eingereicht. Unglücklicherweise stellte sich am Morgen die Batterie meines Motorrades als leer heraus. So musste er gleich frühs einmal anschieben.

Dann ein Zwischenstop bei seinen Eltern. Anschließend wieder meine Maschine anschieben. Gemütlich tuckernd stellt er sie mir hin und ich steige auf. Leider bin ich ein bisschen nervös – lege den Gang ein und vergesse, vorher den Seitenständer einzuklappen. Maschine aus. Nochmal anschieben. Jetzt geht es endlich los. An der Ampel um die Ecke, 200m weiter. Das Motorrad fängt an, komisch ungleichmäßig zu “ruckeln”. Via WalkieTalkie nehme ich Kontakt auf und komme bis: “Die Maschine ist komisch. Ich glaube, der….”. Und ja, der Sprit schien wirklich leer gewesen zu sein. Nochmal anschieben. Und das mit dicker Montur und über 24Grad…

Ich gebe zu, ich bin sehr froh, dass er nicht aufgegeben hat. Der Rest des Wochenendes und der Tour verlief reibungslos – nachdem einmal ausgiebig der Tank nachgefüllt wurde.


Hier starten wir gerade von Frankfurt wieder in Richtung Berlin.


Mein gewissenhafter Versuch, die Maschine umzudrehen…

In Frankfurt schließlich ließ es sich mein Vater nicht nehmen, seine Chopper direkt zu unseren Maschinen zu stellen. Man könnte fast meinen, ein Bikertreffen fände statt – viel fehlt da ja nicht mehr…

Eine kleine Reise nach Dänemark

Da der letzte Beitrag mit dem Wetter endet, beginne ich diesen einfach mit dem selben Thema. Aus diversen Gründen endete der Urlaub mit einem befreundeten Pärchen schon einige Tage früher, so dass wir statt 14 Tagen nur knapp eineinhalb Wochen unterwegs waren. Das Wetter war dabei vermutlich genauso wechselhaft wie hier in Berlin, wobei wir aber eigentlich immer Glück hatten. Geregnet hat es schließlich nur nachts, wenn wir eh in den Zelten saßen oder während wir in einem Gebäude zwecks Sightseeing waren. Wäre nicht so fürchterlich viel Wind gewesen, der sich aber wunderbar zum Drachensteigen eignete, wären lange Klamotten auch nicht notwendig gewesen. Ja, wenn halt.

Wie eben erwähnt, sind wir nicht so lange wie eingeplant geblieben. Und aus wiederum verschiedenen Ursachen haben wir auch leider nicht so viel gesehen von Dänemark, wie ich es gedacht hätte. Aber ein bisschen war schon dabei, und davon berichte ich euch gern mal “kurz”.

Tag 1: Die Anreise

Bereits vor der Abreise entschieden wir uns, den ersten Halt in Dänemark in einem Campingplatz bei Køge einzulegen. Vor Ort blieb die Wahl zwischen einem, der direkt neben einer Alteisen-Verwertungs-Anlage stand, und einem “im Wald” direkt neben einer stark befahrenen Straße. Letzteres sollte es werden.

In dieser recht feucht-nassen Gegend (ob wegen häufiger Regengüsse oder warum auch immer) durften wir dann auch schon die ersten Erfahrungen mit den hiesigen Mücken machen. Reichlich aggressiv sollte man sich am besten schon vor dem Frühstück mit Autan und Co. einsprühen…


Ausblick vom Strand in Køge

Der Strand war gut 200 Meter entfernt und lag natürlich auf der anderen Seite der Straße, was an sich aber nicht nötigerweise das Problem darstellte. Viel mehr stelle ich mir unter “Strand” dann doch etwas anderes vor als einen von Algen überspülten Sandstreifen, einer in nicht allzu großer Ferne erkennbare Fabrik und einem Gestank, der einem durchaus die Tränen in die Augen treiben könnte. Gut. Wir befanden uns in einer Bucht, aber selbst nach weiteren 100 Metern war das Wasser gerade mal knietief und es gab quasi keinerlei Strömung…

Tag 2: Bakken

Obwohl ich kein großer Fan von Freizeitparks oder Achterbahnen bin, war der erste Abstecher auf mehrheitlichem Wunsch Bakken. Das liegt im Norden von Kopenhagen und ist der älteste Freizeitpark der Welt. Er verfügt sogar über die älteste Achterbahn der Welt: sie ist komplett aus Holz konstruiert und benötigt pro Wagen noch einen Bremser!

Einen Urlaub mit Freunden zu unternehmen, heißt aber immer, Kompromisse zu schließen. Und auch wenn ich nicht halb so viele Fahrgeschäfte probierte wie die anderen, weil mir allein von den sich drehenden Tassen knapp eineinhalb Stunden schlecht war, ist es doch ganz lustig gewesen.

Tag 3+4: Kopenhagen

Kopenhagen, oder dänisch København, hat dermaßen viel zu bieten, dass wir das gar nicht an einem Tag schaffen konnten. Neben dem Kastellet und der kleinen Mehrjungfrau standen natürlich auch das Schloss Amalienborg, das Schloss Rosenborg, der Nyhavn und natürlich ein bisschen Stadtbesichtigung an. Doch schon nach ganz kurzer Zeit haben wir uns vom großen Touri-Strom verabschiedet und uns die etwas ruhigeren Viertel angesehen. Sehr viel interessanter!


Schloss Amalienborg

Nyhavn

Tag 4: Umzug

Nach einem zweiten kurzen Abstecher nach Kopenhagen, ging es am selben Abend noch weiter in den Norden der Insel. Dort ließen wir uns auf einem Campingplatz nieder, der in der Nähe von Hundested lag. Hier waren die Leute total chillig, haben uns ein paar Plätze auf der Karte gezeigt, auf denen wir uns breit machen könnten und durften uns dann erstmal den gesamten Platz anschauen, ob er uns denn wirklich gefiele und wo wir denn dann genau hin wollten.


Strandausblick bei Hundested

Auch hier war Strand nicht unbedingt Strand. Das bisschen Sandstreifen war auch hier mit Algen übersäht und der weit ins Wasser hineinragende Steg zeigte zwar, dass das Wasser sehr sauber wenn auch flach war. Sehr unangenehm waren jedoch die ganzen Algen die AUF dem Wasser schwammen. Das lud nicht wirklich ein.

Tag 6: Helsingør

Nach einem zum Chillen geplanten Tag ging es tags darauf schließlich nach Helsingør. Ziel dieses Tages war das Schloss Kronborg. Nach bestimmt fast vier Stunden haben wir uns die königlichen Gemächer, die Gallerie, den Ballsaal, den Tower, die Kirche und die Kasematten mit Holger Dansk angesehen. Obwohl das Schloss als Weltkulturerbe eingetragen ist, besuchen es viele angeblich nur, weil die Geschichte von ShakespearesHamlet” auf der Kronborg spielt.


Schloss Kronborg


Ballsaal im Schloss Kronborg

Wenn auch kein wirklich günstiges Schnäppchen, hat sich dieser Ausflug definitiv gelohnt. Bis auf große Teile der Unterkellerungen (die es ganz bestimmt geben wird) und die Dachgeschoss-Ebenen konnte man wirklich ALLES vom Schloss ansehen. Es wird mit sehr viel liebe restauriert und erhalten und es ranken sich ganz charmante Legenden und Sagen darum. Zu fast allen Räumen der königlichen Gemächer gibt es Schilderungen, wofür sie genutzt wurden und sind teilweise noch beispielhaft möbliert.


Königliche Gemächer in Schloss Kronborg

Nach einem recht langen Ausflug in die Geschichte, war dann die Stadt selbst einmal an der Reihe. Der Hunger quälte langsam ob dieses doch sehr umfangreichen Ausflugs und so stand mein erster (und letzter) dänische Hotdog auf der Speisekarte. Das Zentrum der Stadt ist vollgepackt mit vielen kleineren Geschäften und vor allem nur recht niedrigen Gebäuden…

Tag 7: Hundested

Auch dieser Tag sollte recht chillig werden und so stand nicht allzuviel an. Ein kleiner Ausflug in die Havenstadt Hundested und der Besuch des Knud Rasmussen-Hauses waren die einzigen Anlässe des Tages. Das Haus diente dem Polar- und Eskimoforschers Rasmussen als Zwischenstopp zwischen seinen Expeditionen. Hier wertete er seine Ergebnisse aus und plante die nächsten Reisen. Die Nachkommen und Freunde erhalten das Haus in Andenken an ihn.


Knud Rasmussen Haus

Das zweigeschossige Haus mit Rebdach liegt nur 100 Meter vom Meer entfernt und mit einer etwas anderen Innenausstattung als beispielsweise Eisbärenfell und Walross-Schädel könnte ich mich da selbst auch ganz wohl fühlen…

Tag 8: Liseleje

Tags zuvor hatten wir zufällig ein Plakat für ein Drachenfest entdeckt, welches an diesem Tage auf dem Strand von Liseleje stattfinden sollte. Unsere Mitreisenden hatten wir von der Begeisterung von Lenkdrachen bereits angesteckt, so dass wir uns einen Besuch dieses Festes nicht entgehen ließen. Danach verfügte dann aber auch jeder über (mindestens) einen Drachen…


Flugdrachen-Fest

Das Fest war zwar eigentlich mehr für Kinder ausgelegt, so dass es einen Workshop gab, um eigene einfache Drachen zu bauen. Danach haben aber schließlich die Eltern mit noch so viel Energie versucht, sie in die Luft zu bekommen, während die Kinder dann doch schon wieder mit anderen Dingen beschäftigt waren…


Flugdrachen-Fest

Highlight waren aber sich diese riesigen Drachen, die von eines deutschen(!) Vereins für das Fest in die Lüfte erhoben wurden. Tweety, Sylvester, Duffy Duck, Pandabären und einiges mehr. Dass sich bei dieser Gelegenheit fast gar keine Drachen ineinander verhedderten ist echt bemerkenswert!

Tag 9: Umzug

Und schließlich stand der letzte Umzug an. In Anbetracht des nahenden Endes des Urlaubs wählten wir einen Campingplatz auf Møn. Aufgrund der Nähe zur Fähre fanden sich hier doch wieder einige Deutsche und trotz Nachsaison war der Campingplatz gut gefüllt. Dafür gab es hier auch den ersten richtig schönen Strand! Zwischen Campingplatz und Strand gab es noch recht breite Dünen, die sich perfekt für das Steigenlassen der kürzlich erworbenen Drachen eigneten…


Strand auf Ulvshale (Møn)

Auf dem Weg nach Møn machten wir noch einen Abstecher nach Roskilde und den Wikingerschiffshallen. Hier werden aktiv die Boote der Wikinger rekonstruiert und gebaut. Sie können anschließend sogar gekauft werden. Und wer die Boote erstmal auf Seetauglichkeit und Gemütlichkeit testen will, kann auch zuvor eine kleine Tour chartern.


Wikingerschiffsmuseum Roskilde

Tag 11: Møns Klint

Die größte Attraktion der Insel ist sicherlich Møns Klint: die Kreidefelsen. Und gerade an dem Tag, wo wir die besuchen wollen, erwischen wir das schlechteste Wetter. Wobei “schlecht” sich hierbei aus anfänglichem Nieselregen und anhaltenden stürmischen Böen zusammensetzt.


Das Ende der Treppe auf Møns Klint

Das stürmische Wetter hatte mittlerweile auch dafür gesorgt, dass der Strand an den Klippen vollkommen überspült und nicht mehr existent war. Vereinzelt waren die Treppen sogar gesperrt. Eine führte jedoch noch an den Fuß der Kreidefelsen – doch die letzten Stufen (wie viele weiß ich ehrlich nicht) waren bereits komplett unter Wasser gesetzt. Ziemlich eindrucksvoll.

Tag 12+13: Rückfahrt

Am Tag zuvor erfahren wir zufällig, dass bei der Fährlinie Scandlines für die Überfahrt Gedser-Rostock eine Fähre ausgefallen ist. Drei Tage vor Abfahrt waren wir extra noch nach Gedser gefahren und hatten einen Platz reserviert. Die nette Dame an der Rezeption des Campingplatzes rief freundlicherweise für uns bei Scandlines an. Schlechte Nachrichten: Alle Reservierungen wurden gecancelt und nur noch jede zweite Fähre laut ursprünglichen Fahrplan fuhr. Wer zuerst kommt, malt zuerst.

Statt wie reserviert um 11 Uhr die Fähre zu nehmen, entschieden wir uns, die 5 Uhr- Nachts- Fähre zu wagen und hofften hier, am ehesten einen Platz zu ergattern. Um vier Uhr bereits vor Ort kann uns die Dame am Terminal nicht garantieren, dass wir mit an Board könnten. Es seien so viele LKWs bereits eingeplant. Wir wagen es dennoch, sind doch erst vier andere PKWs vor uns. Später erfahren wir, dass der erste in der Reihe bereits seit 1:30 Uhr des Nachts wartet und da ebenfalls schon diesen Hinweis bekam.

Mit einer guten Stunde Verspätung fährt dann die Fähre doch noch ein und alle wartenden PKWs können an Board. Doch noch gut gegangen – we’re back again!

Urlaub

Kurz und b�ndig: Ab morgen gehts in den Urlaub. Zwar nur nach “nebenan”, aber immerhin doch schon D�nemark. Dort werden wir uns relaxed und spontan von Ort zu Ort begeben und mal schauen, was so auf uns zu kommt. Dr�ckt uns die Daumen f�r gutes Wetter! (Was nicht zwangsl�ufig 35� im Schatten hei�t….)

Bis bald!

Geisterschiff

F�r August war eine Segelreise geplant. Vor ein paar Tagen habe ich das kurz mal in die Runde geworfen. Leider liegt das Boot wegen verschiedenen technischen Problemen immer noch hier im Hafen und so w�rde das Boot bis zu unserer Reise nicht in Porto sein. Die Strecke, die wahrscheinlich statt dessen zu bew�ltigen sein w�rde, ist jedoch nichts f�r Anf�nger – und das w�ren dann nun mal drei von uns f�nf.

Sehr schade. Aber dann gehts n�chstes Jahr halt gleich ins Mittelmeer…

Reise, Reise, Seemannsreise

Eigentlich war für dieses Jahr kein Urlaub geplant – andere Dinge stehen an, die ebenfalls teuer sind. Aber ersten kommt alles anders und zweitens als man denkt. Das trifft dann wohl auch dieses Mal zu. Wie gut, dass sich manche Dinge auch einfach verschieben lassen – wie beispielsweise der Motorradführerschein, zu dem ich mir extra zum Geburtstag so viel Geld gewünscht hab. Aber Banken murren bekanntlich selten, wenn man ihnen mehr zu futtern gibt … und bis zum Frühling bringt es dann wenigstens auch noch ein paar Prozente.

Aber was für ein grandioser Urlaub lässt mich nun also den Führerschein verschieben? Nun ja, Portugal und Spanien rufen. Portugal UND Spanien?! Joa. Das ganze wird (oder soll werden) eine Bootsüberführung. Das Boot – mit Segeln wohlgemerkt – soll dann Mitte August in Porto (Portugal) liegen und nach Gibraltar (Spanien) geschippert werden.

Bis das Abenteuer beginnen kann, müssen allerdings noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Das Boot sollte beispielsweise vor etwa zwei Wochen hier in Berlin starten – lag gestern aber noch immer an Land und beginnt seine Reise wohl frühestens am Dienstag.

Mir ist noch etwas mulmig bei dem Gedanken, mehrere Tage auf einem Boot zuzubringen, dass auf dem Ozean schippert und kein Land weit und breit zu sehen sein mag. Ich mag Wasser – aber zum Duschen und Trinken reicht es mir im Normalfall…

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