Archiv für Kategorie ‘Cineastisch’

10.000 BC

Gestern abend mal wieder was neues zu gucken. Dieses Mal “10.000 BC“, der mich aus keinem bestimmten Grunde reizte, sich aber als recht unterhaltsames Werk entpuppte. Die Geschichte von ihrem Kern scheint dem Film “Apocalypto” von Mel Gibson jedoch sehr angelegt. Lediglich Ort (Afrika anstatt Amerika) und die Zeit (Menschen als vorgeschichtliche Jäger und Indianer zur Zeit der Entdeckung durch Columbus) trennen die beiden Geschichten. Doch in ihren Kernelementen ähneln sie sich stark, werden doch in beiden Fällen die Stämme bzw. Ortschaften überfallen und Anverwandte und Freunde von unbekannten Fremden entführt und nur wenige überleben oder entkommen. Und genau diese machen sich auf den Weg, jene Gefangenen wieder zu befreien und werden in ganz andere Welten geführt, die zeitgleich neben ihrem “einfachen” Leben existieren. 10.000 BC ist jedoch mysthischer und spielt mehr mit dem Gedanken von Prophezeihungen und alter Magie.

Sumasumarum: Eine ganz nette Unterhaltung für einen nicht allzu anspruchsvollen Abend.

I am Legend

Oh, ich weiß sehr gut, dass ich längst “raus” bin, weil der Film nun sicher nicht gerade erst gestern in die Kinos kam. Vielmehr gibt es ihn jetzt bereits auf DVD. Die Kritiken zu “I Am Legend” hatten mich nicht derart überzeugt, mir den Film auf der großen Leinwand anzuschauen. Aber in den heimischen Gefilden kann man schon eher mal eine Ausnahme machen.

Und ich muss gestehen, dass ich den Film gar nicht schlecht fand. Er war zwar nicht immer wirklich logisch, aber durchaus spannend. Mir kam häufig zu Ohren, dass er gerade im Mittelteil sehr langatmig und langweilig sein solle. Aber auch dem kann zumindest meinereiner sich nicht wirklich anschließen (der Mann des Hauses schon eher). Ich würde mir den Film vermutlich zwar kein zweites Mal anschauen, weil er sich einfach durch die Handlung trägt – und bei einem zweiten Mal kennt man sie bereits und die Spannung und der Unterhaltungsfaktor ist bei einem solchen Film wohl eher zunichte.

Der Film ist kein Actionkracher, aber auch kein Drama. Wer sich irgendwo dazwischen mit ein bisschen Zombi-Horror und kühlen, wissenschaftlichen Kalkül wohl fühlt, sollte sich den Film definitiv einmal anschauen!

Iron Man

Marvel scheint momentan, total im Kommen zu sein – und hat ja durchaus schon zu einigen ziemlich gelungenen Filmen beigetragen. Da sei 300 genannt, aber auch Sin City oder die Klassiker der Fantasy-Filme wie Batman. Aber es gab auch schon welche, die weniger gelungen waren wie DareDevil oder Ghost Rider.

Die Tage ging nun ein weiterer Marvel-Comic an den Kinostart: Iron Man. Dem Trailer nach zu urteilen, könnte dies ein sehr unterhaltsamer aber auch ein sehr enttäuschender Film werden. Entsprechend vorsichtig und mit herunter gefahrenen Erwartungen besuchte ich den Film.

Ich muss jedoch sagen, dass es ein sehr gelungener Film geworden ist. Sehr unterhaltsam und durchaus sogar amüsant. Das Konzept einer klassischen Comic-Geschichte, in dem der Held ein einsamer Streiter mit einem Geheimnis ist, bleibt auch Iron Man treu – was dem Ganzen aber keinerlei Abbruch tut. Nicht alle Personen sind so deutlich ausgeprägt und gezeichnet, wie es möglich gewesen wäre – aber die Basis ist ein Comic und der Film dafür wirklich gelungen!

Wer sich also gut unterhalten möchte, ohne eine zu tiefgründige Geschichte zu erwarten, dem empfehle ich Iron Man. Viel Spaß beim Gucken!

Street Kings

Gestern abend mal wieder Kino. Eine Freundin entschied sich für “Street Kings“, ich mich dafür, sie und ihren Freund mal wieder zu sehen. Die aktuelle Cinema lobt den Hauptdarsteller mit “Keanu Reeves in seiner härtesten Rolle”.

Hart war es wirklich – durchzuhalten. Eine sehr vorhersehbare Geschichte, die kaum Spannung trägt und gleichmäßig an einem vorbeifließt. Höhepunkte sind spärlich gesät und auch Darsteller wie Forest Whitaker oder Hugh Laurie können den Spannungsverlauf wenig heben. Selbst der finale Showdown plätschert dahin.

Sumasumarum: Von meiner Warte aus kann ich den Film leider nicht empfehlen und auch jene, in deren Begleitung ich mich befand, waren nicht überzeugt. Ein Film also für solche Abenden, an denen keine Aufregung zu vertragen wäre.

Superbad, super-enttäuschend

Letztens habe ich mir mal die Komödie “Superbad” angesehen. Der Trailer versprach einen unterhaltsamen Geschichte auf Level eines Teenager-Films. Weit gefehlt. Fast alle im Film vorkommenden Lacher sind im Trailer bereits gesammelt und der Rest der Geschichte ist dermaßen vorhersehbar und banal wie nervend. Da ist es sogar unterhaltsamer, mit den heimischen Wildkatzen zu rangeln.

The Next Uri Geller

Heute Abend läuft das Finale zur Uri Geller-Show. Bereits bei den ersten Sendungen, wo sich eine Freundin noch die Freude gemacht, mit mir zusammen zu schauen, war ich ob des Übernatürlichen der Show sehr skeptisch. Grund dafür, dass sie dieses Vorhaben recht schnell aufgab. Trotz meiner Skepsis bin ich neugierig, wer heute die Entscheidung für sich gewinnen kann.

Und so skeptisch ich auch so manches Mal war und auch so überraschend ich manchen “Trick” fand – andere waren noch zweifelnder. Wer auf YouTube schaut und die passenden Suchbegriffe eingibt, finde eine Unzahl an Videoclips, in denen die Tricks aufgelöst werden. Manche scheinen dabei so unglaublich simple.

Schauen wir doch mal, wer heute “The Next Uri Geller” wird und mit welcher Darbietung er das erreicht. Skeptisch wie ich bin, neugierig bin ich auch.

Das Alphabet

Nun bin ich schon einige Zeit hier und schlage mich recht wacker durch mein Praktikum würde ich sagen. Nach den weniger spannenden und fordernden Aufgaben der bisherigen Zeit jetzt doch ein Highlight: Der Weg ans Schnittsystem. Zur Übung durfte wahlfrei ein kurzer Film erstellt werden. Einzige Vorgabe: Schneide die Buchstaben des Alphabetes rhythmisch auf Musik.

Da gingen zwei Arbeitstage tatsächlich mal richtig fix zu Ende…

Das Bourne Ultimatum

Gestern ging es in trauter Zweisamkeit mal wieder ins Kino. Ich bin ganz froh, dass es statt “28 weeks later“, wo ich den ersten Teil schon nicht sonderlich überzeugend fand, dann doch “Das Bourne Ultimatum” geworden ist.

Ich muss gestehen, dass ich “Die Bourne Identität” ganz gut, den zweiten Teil aber auch nicht so umwerfend gut fand. Und dann jetzt auch noch einen dritten Teil davon? Ich muss aber gestehen, dass er einen von der Spannung her entweder von Anfang an fesselt – oder gar nicht. Vom Spannungsfaktor finde ich den Film ziemlich gut!

Aber die Geschichte ist für mich recht schwach, besonders der Schluss bietet eine für den Charakter Bourne und dessen Suche so banale und simple Lösung, dass ich doch etwas enttäuscht bin. Und wer vom Schluss lieber nix wissen will, liest lieber diesen Satz nicht zu Ende, dass auch hier wieder ein offenes Ende vorliegt und genug Platz für einen vierten Teil gelassen wird. Auch wird ein Charakter in die Geschichte eingebracht, den man aus dem ersten Teil kennt, dessen Auftauchen die Story aber gar nicht weiter voranbringt und man besser auch hätte rauslassen oder wenigstens mehr ausbauen sollen…

Sumasumarum: Der Film ist superspannend, die Geschichte teilweise aber etwas verkorkst mit einem (für meinen Geschmack) nicht wirklich befriedigenden Ende – dem absoluten Schwachpunkt des ganzen Films.

Transformers

Von den Kritikern nicht sonderlich gut beurteilt, hat der Film “Transformers” dennoch schon in den ersten Tagen die Produktionskosten wieder eingespielt. Anziehungspunkt sind sicherlich die Effekte (die Transformers), die wirklich wahnsinnig gut umgesetzt sind und der Humor, der sich doch über große Teile durch die Geschichte zieht.

Trotz seiner 143 Minuten ist der Film recht kurzweilig (auch wenn ich gegen Ende langsam doch mein Sitzorgan spürte). Die Geschichte gibt erstaunlicherweise sogar etwas mehr her, als ich das zuvor erwartet hätte.

Was mir nicht so gut gefällt, ist das so unheimlich viele Personen vorgestellt werden, aber dann gar keinen tieferen Charakter bekommen. Ein paar weniger und dafür mehr Tiefe wäre vielleicht nicht schlecht gewesen. So hat man (ich) beispielsweise nur mit Bumblebee mitgefiebert, dem Transformer, der von Anfang an dabei ist und der dadurch mit am meisten Charakter bekommen hat.

Sumasumarum: Der Film ist unterhaltsamer als ursprünglich gedacht. Besitzt zwar (erwartungsgemäß) recht wenig Tiefe, ist aber ein kurzweiliger, bunter Action-Bonbon mit ganz tollen Effekten.

BBC und Narnia

Die “Chroniken von Narnia” von C.S. Lewis sind beinahe so alt wie “Der Herr der Ringe” von J.R.R. Tolkien und obwohl die Geschichten schon mehrfach verfilmt worden sind, ist sein Pendant doch scheinbar immer ein wenig erfolgreicher gewesen. Dabei ähneln sich die Geschichten doch in ihrem Kern.

Aber zurück zu Narnia. Bereits 1988 nahm sich BBC der Verfilmung als Triologie an. Ich habe aktuell die Gelegenheit, mir diese Werke anzusehen. Und sie sind doch ganz anders umgesetzt als sie das heute würden. Teilweise mit absoluten Charme, teilweise … nun ja. In der heutigen Zeit von 3D-Animation und manipulativer Nachbearbeitung ist man doch ganz anderes gewohnt.

Sehr charmant finde ich, wie die Fabelwesen umgesetzt sind, die sie einfach nicht anders realisieren konnten. Dazu zählen die Greifen und fliegenden Pferde. Die wurden einfach mal per Hand hineingezeichnet!

Wovon ich allerdings gar nicht so angetan bin, ist die Realisierung der Biber und der Wölfe. Damals für eine “Billig”-Produktion eines Fernsehsenders aber sicher nicht besser zu lösen, sind diese wichtigen Charaktere einfach Menschen in Kostümen. Die Kostüme sind gar nicht so schlecht gemacht. Aber es sind halt Kostüme. Die Tiere sind damit so groß wie die Menschen (logisch) und bewegen sich dabei sehr seltsam.

Auch das Zaubern der weißen Hexe ist bei weitem nicht so eindrucksvoll wie es heute wohl wäre. Aber damals war das sicher ein ziemlicher Hingucker! Einfach per “Stoptrick” umgesetzt.

Und wer sich bei der Neuverfilmung des Werkes über das Erscheinen des Weihnachtsmannes aufgeregt hat, sollte sich diese Version lieber nicht angucken. Der taucht hier nämlich auch auf. Und dann auch noch komplett in rotem Umhang, weißem Rauschebart und einem grünen von Rentieren gezogenen Schlitten. In der Neuverfilmung tauchte er wenigstens leger in “Zivil”kleidung auf.

Sumasumarum: Für heutige Erwartungen und Erfahrungen nicht mehr der Renner. Für das junge Publikum womöglich aber durchaus noch immer ansprechend und mitreißend. Und wer interessiert an den Veränderungen ist, die das Medium “Film” und “Visual Effects” in den letzten Jahren durchgemacht hat, sollte ebenfalls mal einen Blick hineinwerfen.

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