Archiv für Kategorie ‘Hobbyistisch’

Ein Hauch von Grün

Seit dem Umzug in unser neues Heim vor gut drei Jahren, könnte man der Meinung verfallen, dass ich keinen Grünen Daumen hätte. Blüte und wuchs alles bis dato ganz prächtig, so verging eine Pflanze nach der anderen seither. Dabei ist es ganz unabhängig davon, ob es sich um Zierpflanzen oder gar Unkraut handelt – ich bezeichne Mohn jetzt mal als Unkraut, wächst und gedeiht es doch wie solches auch wenn sie nicht lange blüht…

So halten sich hier wacker vereinzelte Kakteen und eine Yucca. Die hat es sogar von der letzten Wohnung bis hierher geschafft und lässt sich nicht beirren. Sehr gut. Nur wurde sie auf ihren arg dünnen Stamm mittlerweile derart wackelig, dass sie bisweilen sogar mal umknickte – sich aber mit der Zeit auch wieder aufrichtete. Nur in letzter Zeit wollte sie so gar nicht mehr in die Senkrechte, sondern verblieb trotz aller Pflege in einer Art 75-Grad-Position.

Bei all der Last entschied ich mich – trotz Bauchgrummeln – sie einfach zu kürzen. Das Blätterdach in feuchtes Seramis in einen Topf, der Stamm verblieb, wo er war. Ein kleines Mittelstück ohne alles (also ohne Blätter und ohne Wurzeln) kam in eine Vase mit Wasser.

Der Stamm ist noch jetzt kahl. Der Zweig mit den Blättern befindet sich derweil in einer 45-Grad-Haltung. Sieht beides nicht besonders vielversprechend aus. Doch da:

Da zeigt die Vasen-Yucca erste Erfolge. Ein bisschen Grün scheint mein Daumen also doch noch zu sein…

Einmal rund um die Welt

Na gut, ganz so weit war es dann doch nicht. Aber mit meinem am letzten Donnerstag bestandenen Führerschein ging es natürlich am Wochenende groß auf Fahrt. Jetzt habe ich auch ein paar Fotos bekommen – ich gebe zu, die eindrucksvollsten sind es sicherlich nicht – aber nun möchte ich keinem mehr mein Abenteuer vorenthalten.

Am Samstag ging es dann auf die letztendlich knapp mehr als 300km lange Tour – zu meinen Großeltern auf Sichtweite des Oder-Dammes und anschließend meinem Vater in Frankfurt, ebenfalls unweit der Oder. Wobei ich glaube, dass an diesem speziellen Tag mir mein Freund am liebsten die Scheidung hätte eingereicht. Unglücklicherweise stellte sich am Morgen die Batterie meines Motorrades als leer heraus. So musste er gleich frühs einmal anschieben.

Dann ein Zwischenstop bei seinen Eltern. Anschließend wieder meine Maschine anschieben. Gemütlich tuckernd stellt er sie mir hin und ich steige auf. Leider bin ich ein bisschen nervös – lege den Gang ein und vergesse, vorher den Seitenständer einzuklappen. Maschine aus. Nochmal anschieben. Jetzt geht es endlich los. An der Ampel um die Ecke, 200m weiter. Das Motorrad fängt an, komisch ungleichmäßig zu “ruckeln”. Via WalkieTalkie nehme ich Kontakt auf und komme bis: “Die Maschine ist komisch. Ich glaube, der….”. Und ja, der Sprit schien wirklich leer gewesen zu sein. Nochmal anschieben. Und das mit dicker Montur und über 24Grad…

Ich gebe zu, ich bin sehr froh, dass er nicht aufgegeben hat. Der Rest des Wochenendes und der Tour verlief reibungslos – nachdem einmal ausgiebig der Tank nachgefüllt wurde.


Hier starten wir gerade von Frankfurt wieder in Richtung Berlin.


Mein gewissenhafter Versuch, die Maschine umzudrehen…

In Frankfurt schließlich ließ es sich mein Vater nicht nehmen, seine Chopper direkt zu unseren Maschinen zu stellen. Man könnte fast meinen, ein Bikertreffen fände statt – viel fehlt da ja nicht mehr…

Theorieprüfung

Offensichtlich habe ich in den letzten sechs Monaten der vergeblichen Job-Suche und des obligatorischen “Nichtstun” nicht eine meine besteren Stärken verlernt: das Lernen.

Mit meinen knapp 60 Prüfbögen zum Allgemeinwissen bzw. Grundwissen und 30 Prüfbögen zu Klasse A (Motorrad) hatte ich nie das Gefühl, wirklich alle Fragen aus dem Stand heraus beantworten zu können. Aber so langsam wird es einfach auch Zeit, endlich mal einen Schritt weiter zu kommen. Selbst mein Fahrlehrer ist der Ansicht, dass ich langsam mal mein Glück wagen sollte. Gut letztens hatte ich die Vorprüfung in der Fahrschule bestanden, dennoch blieb das Gefühl, würde eine unglückliche Zusammenstellung von Fragen in der Prüfung die Herausforderung sein, wäre ein Durchfallen garantiert.

Aber ebenso wie in der Fahrschule waren auch die Fragen bei der DEKRA durchaus beantwortbar und barg keine jener Fragen, die ich mit jener Zielstrebigkeit falsch beantworte, wie Bienen sich den Kopf an einer Glühlampe einschlagen (Sorry, hab gestern den “Bee Movie” gesehen….). Fragen nach Längen von Fahrzeugen mit Anhänger oder Anbauten, die die Betriebserlaubnis erlöschen lassen. Für mich eine reine Willkür, was hier erlaubt oder nicht erlaubt ist und damit einfach nicht beantwortbar. Und bei der Masse an Fragen (und gerade solche Fragen tauchen dann in ihrer Wiederholung auf den Bögen nur einige wenige Male auf) einfach nicht lernbar. Für mich.

Aber: Bestanden! Ohne Fehler! Dafür gabs erstmal ein leckeres Eis! Hmmm…. lecker.

WoW – Das Brettspiel

Dieses Wochenende gab es fernen und daher seltenen Besuch: Mein Bruder und seine Freundin verirrten sich aus dem fernen Bayern in das nordische Berlin. Mit im Gepäck: Word of Warcraft – das Brettspiel. Ein vermutlich hoffnungsvoller Versuch der WoW-PC-Spiele-Hersteller, ihre mittlerweile abhängigen Käufer und Spieler zumindest etwas zu resozialisieren.

Ist man auch in der virtuellen Welt begeistert von den vielen Möglichkeiten, einen Charakter auszubilden und auszustatten, dann ist auch dieses Brettspiel eine gute Wahl. In nur wenigen solchen Gesellschaftsspielen hat man die Chance (und eigentlich sogar auch die Pflicht) miteinander denn gegeneinander zu spielen. Die Regeln sind wohl überlegt und die Karten, Figuren und alle anderen Bestandteile des Spiels weitestgehend liebevoll und fantasiereich gestaltet. Die Aufgaben sind anspruchsvoll und das Teamplay macht deutlich Spaß.

Gegen dieses Spiel stehen allerdings die vielen Regeln und die unglaubliche Komplexität, die einen vollkommen Unbedarften bei eine Auswahl oder Entscheidung komplett überfordert. Aber hat man sich da erst durchgebissen, wird deutlich, dass alles weniger schwierig ist als die Menge an Regeln und Beziehungen zu Anfang vermuten ließen. Doch muss man vorab wissen, welche neuen Spieler in dieses Spiel eingeführt werden soll: Einem ruhelosen Geist ist das ganze nichts!

Aber dann kommt der zweite negative Punkt dieses Spieles: Bereits vom Spielehersteller selbst ist eine Spieldauer von rund SECHS Stunden angesetzt! Und in unserem gestrigen Bemühen haben wir tatsächlich sechs Stunden mit diesem Spiel zugebracht – und es noch längst nicht ans Ende geschafft. Die vielen Wahlmöglichkeiten und das im Team taktieren sorgen für lange Wartezeiten für das nächste Team. Doch sollte man hier nicht vorgreifen und abwarten, bis das gegnerische wirklich alle Entscheidungen getroffen hat (Verteilung von Gold, Erfahrungswerten und Gegenständen) – denn andernfalls ist die Verwirrung und das Durcheinander vorprogrammiert.

Das Spiel an sich macht wirklich Spaß und ist unterhaltsam. Lediglich die scheinbar endlosen Regeln und die unendlichen Absprachen, die zu langen Wartezeiten für das aktuell wartende Team führen, drüben die Spielfreude. Aber letzteres ist sicher abhängig vom Spieler – und erhöht sich proportional um dessen Aufenthalt im Online-Spiel und damit des Wissens um die Möglichkeiten, die es eigentlich gibt.

Sumasumarum: Ein wirklich unterhaltsames und spannendes Spiel für vier bis sechs Spieler, aber mit großen Hürden für Neueinsteiger und nichts für ein “kurzes Spiel mal eben”.

Bestanden

Irgendwie muss ja alles mal vorankommen – und das trotz einer Arbeit, die (hoffentlich nur) momentan so unheimlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Daher nahm ich einen kurzen Anruf mit meinem Mann des Hauses und der Frage, ob ich denn heute zur Fahrschule gehen und meinen Vortest für die Theorieprüfung machen würde, zum Anlass, genau dies tatsächlich in Angriff zu nehmen.

Also mit viel Engagement alle Aufgaben rechtzeitig fertiggestellt (für morgen warten noch genügend weitere auf mich….) und auf zur Fahrschule. Ein bisschen mulmig wird da schon. Es ist kaum möglich 60 PKW-Prüfbögen (auch Allgemeinwissen genannt) und dazu noch mal knapp 30 Motorrad-Prüfbögen auswendig zu lernen. Und es gibt durchaus vereinzelte Fragen, die ich hartnäckig falsch beantworte.

In der Fahrschule meine Bögen bekommen, muss ich auch noch feststellen, dass es neben den Fragen in meinen Bögen auch noch andere geben kann. Wie fies! Wenn ich jetzt noch gewusst hätte, was alles unter “Kleinkrafträder” fällt, hätte ich diesen Test sogar fehlerfrei bestanden. Wobei ich gestehen muss, dass ich einen einfachen Fragebogen mit den “üblichen” Verdächtigen hatte.

Mal schauen, wie das (hoffentlich) nächste Woche bei der DEKRA wird…

Chillout

Auf Arbeit ist heute meines Erachtens alles gut gelaufen. Ich habe viel geschafft – und jene, die auf meine Arbeiten aufbauen, waren noch nicht mal so weit. Ist doch gut. Habe ich etwas Vorlauf. Muss auch mal sein.

Auf jeden Fall gönnte ich mir nach Arbeit einen Chillout im Park. Einfach alles fallen lassen und die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages gönnen. Dabei sollte man natürlich schon achten, auf was man selbst fällt – die Tasche im Rücken ist dann sicher nicht ganz so bequem.

Nachher muss ich leider mal das Chillen unterbrechen. Ab 21 Uhr ist mein Fahrlehrer der Meinung, dass wir heute noch eine Nachtfahrt machen. Eigentlich sollte sie schon eine halbe Stunde früher sein – aber wie es so ist, bleibt es jetzt noch zu lange hell. Schönes Ei – und morgen wieder früh raus! Wie habe ich das damals nur gemacht, als ich “nebenbei” noch in die Schule gegangen bin?

Gas geben

Das darf ich morgen im wörtlichen Sinne – und damit mögen mir dienjenigen verzeihen, die das Thema Motorrad und Fahrschule nicht mehr hören können. Bei mir ist es jedoch ganz aktuell und ich bin mit begeisterung dabei.

Aber nicht nur morgen darf ich Gas geben. Auch in den letzten zwei Fahrstunden habe ich ordentlich Gas gegeben – im Sinne von: endlich nicht mehr wie ein Anfänger unsicher und wie ein nasser Sack durch die Stadt dümpeln, sondern mit ordentlich Schwung. Noch vor gut zwei Tagen war mein Fahrlehrer noch arg am Zweifeln, ob morgen tatsächlich stattfindet, was wir nun durchziehen: die Überlandfahrt.

Darauf freue ich mich schon. Heute gabs schon mal eine kurze Kostprobe, indem wir die Stadt verließen und mal eben ein Stück Landstraße fuhren. Und auf dem Weg zur Fahrschule zurück ging es auch gleich mal ein bisschen über die Stadtautobahn – zwar nur die Strecke von einer Ausfahrt bis zur nächsten, aber immerhin!

Manchmal bin ich ein wenig erschrocken, wieviel man als Autofahrer mit der Zeit so vernachlässigt oder gar vergisst. Meinen Führerschein habe ich ja nun schon das eine oder andere Jahr und bin dennoch überrascht, wieviel ich doch wieder neu lernen muss. Und so bin ich wie alle anderen Fahrschüler nicht davor gefeit, während den Fahrstunden den einen oder anderen großen Patzer hinzulegen. Wäre heute Prüfung gewesen, wäre ich sicherlich zweimal durchgefallen…

Das sollte einem echt zu denken geben….

Quer durch die Stadt

Heute morgen trudel ich ein Mal mehr in der Fahrschule ein, weil eine neuerliche Fahrstunde auf dem Platz ansteht. Zu meiner Überraschung jedoch: Es geht auf die Straße. Damit ich nicht so viel Zeit habe, mir darüber womöglich einen Kopf zu machen, verheimlichte mir mein Fahrlehrer das bis zum heutigen Morgen. Überraschung gelungen! Und “Abenteuer” gut überstanden.

Die fünfte Fahrstunde: Motorrad

So manch einer mag jetzt Entsetzen in sich aufkeimen spüren oder aber Verwunderung: Auch meine fünfte Fahrstunde hat sich ausschließlich auf dem Platz abgespielt. Allerdings habe ich dieses Mal auch das Gefühl gehabt, endlich ein paar Schritte voran gekommen zu sein. Der lange Slalom sowie der “kurze” Slalom, der in Schrittgeschwindigkeit bewältigt werden muss, waren heute die Übungsziele des Tages. (Ich will an dieser Stelle nur kurz anmerken, dass entgegen der Aussage meines bisherigen Fahrlehreres eine Fahrstunde offensichtlich doch Tagesziele haben kann.)

Den langen Slalom bekomme ich schon recht gut hin. Der andere hat leider nur in einem einzigen Anlauf wirklich gut funktioniert – aber daran kann ich ja noch arbeiten. Diese Woche werde ich den Platz sicher nicht verlassen trotz Fahrstunden an vier Tagen dieser Woche. Und ebenfalls entgegen der Aussage meines bisherigen Fahrlehrers empfindet mein jetziger mich nicht als unsicher – im besonderen bezogen auf den langen Slalom.

Es geht also doch voran. Juchhu.

Fahrschule: Motorrad

Eigentlich waren alle Stunden für den Führerschein – anhand von Erfahrungswerten der Fahrschule – durchgeplant und terminiert. Wie sollte es anders sein: Jemand, der in der Theorie wenig Probleme hat, stellt sich in der Praxis dafür umso umständlicher an. Will sagen: Die Terminplanung ist nicht mehr zu halten. Ich lerne zu langsam. Oder anders: Ich brauche zu lange, meinen inneren Schweinehund zu überlisten, und Motorrad-angemessen zu fahren und dabei halbwegs überzeugend und sicher auszusehen.

Weil ich jetzt mehr Fahrstunden nehmen muss, aber theoretisch wegen meines ab Mai beginnenden Jobs nur den April effektiv dafür Zeit habe, stand jetzt auch noch ein Fahrlehrer-Wechsel an. Nur so kann ich so kurzfristig noch so reichlich Stunden nehmen. Heute war meine erste Stunde beim neuen Lehrer – und ich habe mich natürlich selten dämlich angestellt. Schließlich musste ich ja nur einen Eindruck meines bisherigen Könnens demonstrieren und bin jetzt sicherlich eingestuft als hätte ich erst meine erste Stunde (statt der vierten) gehabt.

Eigentlich hätten nächste Woche tatsächlich schon die ersten Sonderfahrten sein sollen. Die sind natürlich gestrichen. Aktuell habe ich auch nicht das Gefühl, dass sie so bald wieder auf dem Plan stehen werden – und das, obwohl der April so viele Wochen nicht mehr hat. Das deprimiert.

Aber was soll’s. Morgen ist die nächste Stunde.

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