Archiv für Kategorie ‘Literarisch’

Fotosession

Zum Freitag soll ich f�r MMP2 (Multimediaprojekt) eine Bildgeschichte zu einem selbstgew�hlten Vierzeiler aus GoethesFaust” erstellen. Eine Bildgeschichte ist hierbei eine Reihe von Standbildern, die aneinander gereiht eine Geschichte oder einen Vorgang wiedergeben.

Da ich am Donnerstag bereits meine von der Uni geliehene digitale Spiegel-Reflex-Kamera zur�ckgeben muss, ist ein wenig Zeitdruck angesagt. Zum einen nat�rlich Faust ersteinmal lesen und zum anderen eine Stelle finden, die sich mit nicht zu gro�em Aufwand in eine Bildgeschichte packen l�sst. Gar nicht so einfach. Auch nicht, einen willigen Statisten zu finden, der sich als Opfer vor die Kamera wagt.

Als Vierzeiler habe ich mir den folgenden Text auserw�hlt:

Hier hab ich eine Flasche,
Aus der ich selbst zuweilen nasche,
Die auch nicht mehr im Mindsten stinkt;
Ich will euch gern ein Gl�schen geben.
Hexe in Faust 1 (2522-2525)

Innerhalb von knapp vier Stunden (inklusive Nachbearbeitung am Rechner und Auswahl der verwendbaren Bildern) entstand daher gestern eine Bildgeschichte bestehend aus 17 Bildern. Darunter befindet sich eines, zu dem folgender Ausschnitt geh�rt:

Wer wei�, was dieses Bild soll und wohin es in der Bildgeschichte geh�rt? Wer traut sich? Oder ist es gar zu einfach?

Nicht ganz unbelesen

Schon seit geraumer Zeit zweifel ich mein Gut an Allgemeinwissen als ein wenig mau an – wie El Inhabero von “Zwischen den Stühlenin diesem Beitrag ein wenig überspitzt darstellt. Nun habe ich ja mit der Lektüre von “Faust” begonnen und stolpere doch recht schnell über folgende Zeilen:

Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht
Ist wert dass es zugrunde geht;
Drum wär’s besser dass nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
Mephistopheles in Faust I (1335-1341)

Und auf ein Mal fällt es mir leicht, diese Zeilen zu lesen! Die kenne ich nämlich! Bisher jedoch nur aus dem Lied “Götterfunken” von Tanzwut. Ich bin kein Fan dieser Band. Doch der Text hatte es mir von jeher angetan. Und nun darf ich lernen, dass der komplette Liedtext aus der Feder Goethes stammt!

Bin ich also doch nicht so unbelesen. Muss nur noch herausfinden, was von dem, was ich bereits kenne, von einem berühmten Dichter oder anderer Prominenz kommt und von wo und aus welchem Zusammenhang es stammt. Ist doch eine Kleinigkeit!

Ich muss jedoch sagen, dass Verse wie “Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.” oder “Das also war des Pudels Kern!” mir eher unbekannt sind. Obwohl sie laut Wikipedia bereits zu den geflügelten Worten gehören…

Muss ich also doch noch an meinem Fundus arbeiten…

So gemein…

Da noch immer ein wenig Zeit bleibt, bis das neue Semester anbricht, war ich heute so dreist und begann ein neues Buch zu lesen. “Meteor” von Dan Brown. Im letzten Jahr hatte ich bereits “Illuminati“, “Sakrileg” und “Diabolus” verschlungen. Da ich alle diese Bücher unter Belletristik abhake und damit weitestgehend als “leichte” Kost und Unterhaltungsliteratur halte, sind mir die realistischen Bezüge ziemlich egal. Unwichtig wie korrekt die Angaben in den Werken sind – spannend finde ich sie allemal.

Aus diesem Grund nahm ich mir jetzt auch das letzte verbliebene Werk vor. Meteor. Doch schon im Prolog macht sich diese Buch tatsächlich unbeliebt bei mir. Für jene, die es noch lesen wollen, versuche ich nicht zu viel zu verraten. Nur dieses: Bereits im Prolog wird ein Hundeschlitten samt angeketteter Huskies aus einem fliegenden Hubschrauber geschubst. Und der zugehörige Mann hintendrein. Also, mit dem Mann … von mir aus …

Tolkien ohne Tolkien

Letztens habe ich mir das Buch “Die Zwerge” (Markus Heitz) von meinem Onkel ausgeliehen. Als begeisterter Tolkien-Leser, der sich sogar durch das schwer lesbare Silmarillion gearbeitet hat, dache ich in diesen neuen Geschichten auch neuen Stoff rund um die von Tolkien geschaffenen Welt zu finden. Gerade eine Formulierung wie “… das unentbehrliche Rüstzeug für jeden Tolkien-Leser!” lässt ja eben jenes vermuten.

Gestern also bin ich mit diesem Buch fertig geworden. Eine recht abstruse Geschichte, in denen – wie der Titel schon erraten lässt – die Zwerge im Mittelpunkt stehen. Daneben tauchen noch die Menschen, Elben und Orks auf. Alles aus Tolkiens Welt bekannte Völker.

Doch die Geschichte und die hier aufgebaute Welt ist dermaßen weit von Tolkiens Mittelerde entfernt … Von Mittelerde findet sich nichts! Aber auch gar nichts. Das finde ich äußerst schade, da ich mich auf eben jene so gefreut hatte. In den Bänden “Die Elfen“, “Die Orks” und “Die Trolle” etc scheinen sich die Autoren jedoch nur auf die bekannten Völker gestützt zu haben und sich dennoch eine eigene Welt aufzubauen. Das ist prinzipiell nicht schlecht, doch sollte man dann nicht die Leser mit Tolkien locken…

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