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Besuch im Tierpark

Bei dem schönen Wetter gestern ging es nicht anders. Ab in den Park. In den Tierpark. Wohlgemerkt mit der gesamten Familie meines Freundes – nur ohne Freund. Der musste leider arbeiten. Aber ganz ehrlich: Das war echt ein schöner Ausflug. Braun bin ich aber nicht geworden.

Wenn man sich bei einem solchen Tierpark-Besuch aber einmal genau überlegt, was man dort zu sehen bekommt, ist das ganz schön deprimierend. Kaum eine Tierart, bei der im Artenprofil nicht der Vermerk vorhanden ist, dass sie in freier Wildbahn mehr oder minder ausgerottet sind. Einige Tierarten existieren sogar nur noch im Zoo.

Umso ermutigender, dass die Zoo-Betreiber gemeinsam durch Züchtungen und gezielte Auswilderungen diese wieder in der Wildbahn ansiedeln wollen. Mit zumeinst mehr oder weniger Erfolg wie am Beispiel der Przewalski-Pferde. Der Erfolg selbst ist vermutlich im Endeffekt jedoch abhängig vom Auswilderungsgebiet und den Jobs bzw. Geldquellen der umliegenden Völker. Bei dem Gedanken an dieses Engagement und der Hoffnung auf erfolgreiche Nachzucht und Auswilderung kann ich den horrenden Eintritt von 11 Euro pro Person fast verschmerzen.

Actung: Tier!

Es ist eigentlich unglaublich, wie schnell eine Tierart nach der anderen auf der Roten Liste landet. Neuerdings ist es sogar der Feldhamster auf dieser Liste. Ein kleines niedliches Tierchen, was vermutlich eher als kleine Landplage galt. Jetzt haben wir es soweit geschafft, dass diese Tierart gefährdet ist – wie eine ganze Reihe anderer auch.

Umso erfreulicher und hoffnungsvoller erscheint hierbei die Konferenz der Artkiks-Anrainer in Tromsö. Der Schutz des Eisbären stand hier im Mittelpunkt der Gespräche, der durch Klimawandel und Industrialisierung immer stärker in seinem natürlichen Lebensraum bedroht wird. Wie so oft sind hier aber leider auch keine Lösungen zu finden gewesen und stattdessen weitere Konferenzen für 2011 und 2013 angesetzt worden.

So kann man zwar die Thematik von einen Tag auf den nächsten verschieben – aber die allgemeine Problematik des Tieartsterbens werden wir vermutlich nicht lösen. Nicht heute und auch nicht morgen. Und von mal zu mal, wird wieder die Überraschung und die Besorgnis darüber steigen, welche Tierart als nächstes auf der Roten Liste stehen wird.

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